{"id":6011,"date":"2013-11-25T00:00:00","date_gmt":"2013-11-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6011\/teilsanierung-chemiemuelldeponie-feldreben-basf-novartis-syngenta-und-der-kanton-basel-land-nehmen-trinkwasserverschmutzung-weiterhin-in-kauf\/"},"modified":"2019-05-30T07:15:16","modified_gmt":"2019-05-30T05:15:16","slug":"teilsanierung-chemiemuelldeponie-feldreben-basf-novartis-syngenta-und-der-kanton-basel-land-nehmen-trinkwasserverschmutzung-weiterhin-in-kauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6011\/teilsanierung-chemiemuelldeponie-feldreben-basf-novartis-syngenta-und-der-kanton-basel-land-nehmen-trinkwasserverschmutzung-weiterhin-in-kauf\/","title":{"rendered":"Teilsanierung Chemiem\u00fclldeponie Feldreben:  BASF, Novartis, Syngenta und der Kanton Basel-Land nehmen Trinkwasserverschmutzung weiterhin in Kauf"},"content":{"rendered":"<p><b>Die von Industrie und VGD geplante Teilsanierung ist eine Billigsanierung, die das Problem Feldreben-Deponie nicht l\u00f6st. Im Gegenteil: BASF, Novartis, Syngenta und der Kanton Basel-Land nehmen sogar weiterhin eine Trinkwasserverschmutzung in Kauf. Der Kanton \u00fcbernimmt damit ein Risiko von rund 500 Millionen Franken, wenn die Deponie sp\u00e4ter doch noch richtig aufger\u00e4umt werden muss.<\/b><\/p>\n<div>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Anders als z.B. Roche in Grenzach bei der Kesslergrube, will Novartis zusammen mit BASF, Syngenta und der VGD in Muttenz nur eine Teilsanierung durchf\u00fchren. Anstatt den gef\u00e4hrlichen Chemiem\u00fcll vollst\u00e4ndig auszugraben, soll bei der Feldreben-Deponie w\u00e4hrend den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren nur das Grundwasser gereinigt werden. Das macht wenig Sinn, weil die Giftquelle bestehen bleiben w\u00fcrde. <\/p>\n<p><strong>Nur drei Prozent des giftigen Deponieinhalts im Auge<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Erst im Rahmen von Bauvorhaben auf der Deponie soll nach f\u00fcnf Jahren ein kleiner Teil des Chemiem\u00fclls nach und nach ausgehoben werden. Dabei orientieren sich Industrie und VGD nach eigenen Angaben nur auf sogenannte chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW). Allerdings: Sie machen keine drei Prozent des Deponieinhalts aus, wie die Verantwortlichen in der Detailuntersuchung selber festhalten. Das zeigt deutlich: Bei der geplanten Teilsanierung handelt es sich um eine Billigsanierung und ein Alibiprojekt.<\/p>\n<p><strong>Kanton Basel-Land \u00fcbernimmt Risiko von bis 500 Millionen Franken<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">80 Prozent des Deponieinhalts sollen liegen bleiben. Ein solches Flickwerk wird gem\u00e4ss Projekt zwar den Kanton und den Bund rund 100 Millionen Franken kosten, das Problem Feldrebengrube aber nicht l\u00f6sen. Im Gegenteil: Der Kanton bzw. die Baselbieter SteuerzahlerInnen \u00fcbernehmen ein Risiko von bis 500 Millionen Franken, wenn sp\u00e4ter doch noch richtig aufger\u00e4umt werden muss. Das ganze Deponieareal bleibt und muss im Altlastenkataster verbleiben. Die Kosten werden damit auf sp\u00e4tere Bauvorhaben vor allem des Kantons \u00fcbertragen.<\/p>\n<p><strong>Trinkwasser von Basel und Umgebung weiter in Gefahr<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Denn: Mit ihrer Alibisanierung nehmen Novartis &amp; Co. weiterhin eine Verschmutzung des Trinkwassers von 230&#8217;000 Menschen in der Stadt und Agglomeration Basel in Kauf, wie ADM-Experte Prof. Walter Wildi an der Medienkonferenz der ADM vom 29. April 2013 aufzeigte. Novartis &amp; Co. spielen ein gef\u00e4hrliches Spiel: 75% der im Trinkwasser nachgewiesenen Schadstoffe kommen auch in der Feldrebengrube vor. In solchen F\u00e4llen verlangt die Eidgen\u00f6ssische Altlastenverordnung die Beseitigung der Gefahrenquelle. Aus diesem Grund verpflichteten die Kantone Wallis (Monthey), Aargau (K\u00f6lliken) und Jura (Bonfol) Novartis &amp; Co, ihre dortigen Chemiem\u00fclldeponien auszugraben. Im Baselbiet aber riskieren die Verantwortlichen scheinbar lieber die Verschmutzung des Trinkwassers anstatt die Altlastenverordnung durchzusetzen. <\/p>\n<p><strong>Die ADM fordert:<\/p>\n<p><\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-family: Arial;\">BASF, Novartis, Syngenta und VDG m\u00fcssen sich der m\u00f6glichen Kontamination des Trinkwassers von 230&#8217;000 Menschen in Stadt und Agglomeration Basel endlich stellen. Dass die ihre Gesundheit weiterhin gef\u00e4hrdet werden soll ist inakzeptabel.<\/span><\/li>\n<li><span style=\"font-family: Arial;\">Die sichere, einmalige und definitive Beseitigung der Chemiem\u00fclldeponie Feldreben auf Kosten von BASF, Novartis und Syngenta gem\u00e4ss den Vorgaben der Eidgen\u00f6ssischen Altlastenverordnung.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\"> <br \/><strong>Kontakt:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Hanspeter Meier, Co-Pr\u00e4sident ADM, SP Muttenz, 079 746 71 15<br \/>Harald Friedl, Vorstand ADM, 076 544 48 30<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die von Industrie und VGD geplante Teilsanierung ist eine Billigsanierung, die das Problem Feldreben-Deponie nicht l\u00f6st. 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