{"id":6024,"date":"2013-09-30T00:00:00","date_gmt":"2013-09-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6024\/greenpeace-zeigt-fussball-sponsor-gazprom-in-basel-die-rote-karte\/"},"modified":"2019-05-30T07:15:36","modified_gmt":"2019-05-30T05:15:36","slug":"greenpeace-zeigt-fussball-sponsor-gazprom-in-basel-die-rote-karte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6024\/greenpeace-zeigt-fussball-sponsor-gazprom-in-basel-die-rote-karte\/","title":{"rendered":"Greenpeace zeigt Fussball-Sponsor Gazprom in Basel die Rote Karte"},"content":{"rendered":"<p><b>Zu Beginn des Champions-League-Spiels FC Basel gegen den FC Schalke 04 haben sich vier Greenpeace-Kletterer vom Dach des Basler Fussballstadions St. Jakob-Parks abgeseilt. Die Arktissch\u00fctzer zeigen dem russischen Sponsoren der Champions League und von Schalke 04 f\u00fcr seine \u00d6lbohrpl\u00e4ne und r\u00fcden Fouls in der Arktis die Rote Karte.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Vor der imposanten und lautstarken Basler Zuschauerkulisse forderten die Greenpeace-Kletteraktivisten den russischen Staatskonzern und Fussballsponsor Gazprom mit einem 28 Meter breiten Banner und der Aufschrift \u00abGAZPROM DON&#8217;T FOUL THE ARCTIC\u00bb auf, seine hochriskanten \u00d6lbohrungen in der Arktis zu stoppen. Zudem fordern sie die Freilassung der in Russland inhaftierten 30 Arktissch\u00fctzerinnen und Arktissch\u00fctzer, darunter Marco aus der Schweiz, die in internationalen Gew\u00e4ssern friedlich gegen Gazproms \u00d6lbohrpl\u00e4ne in der Arktis demonstriert hatten.<\/p>\n<p>Gazprom will im kommenden Jahr in der Petschorasee als erste \u00d6lgesellschaft der Welt die \u00d6lvorkommen n\u00f6rdlich der arktischen Eisgrenze kommerziell ausbeuten. Arbeiten der \u00d6lindustrie geh\u00f6ren zu den riskantesten Unternehmungen in der Arktis. Die Gazprom-\u00d6lplattform Prirazlomnaya besteht aus ausrangierten Teilen und entspricht nicht einmal den tiefen russischen Sicherheitsstandards.<\/p>\n<p>\u00abGazprom setzt mit seinen \u00d6lpl\u00e4nen das sensible \u00d6kosystem der Arktis aufs Spiel\u00bb, sagt Nadine Berthel von der Greenpeace-Arktiskampagne. \u00abDas Risiko einer \u00d6lkatastrophe ist in der Arktis besonders hoch, eine ad\u00e4quate Bek\u00e4mpfung hingegen unm\u00f6glich. Gazprom hat keine Offshore-Erfahrung und spielt Russisches Roulette mit der Arktis. Die Frage ist nicht ob, sondern wann es zu einem verheerenden \u00d6lunfall kommen wird.\u00bb<\/p>\n<p>Die Gazprom-Bohrstelle ist w\u00e4hrend knapp zwei Dritteln des Jahres mit Eis bedeckt, die Temperaturen k\u00f6nnen bis auf minus 50 Grad Celsius absinken. Dazu kommen heftige St\u00fcrme und lange Dunkelperioden w\u00e4hrend der Wintermonate. Auf diese Herausforderungen reagiert Gazprom mit einem v\u00f6llig unzureichenden Notfallplan. So lagert beispielsweise Material f\u00fcr die \u00d6lbek\u00e4mpfung im tausend Kilometer entfernten Murmansk. In den drei Naturschutzgebieten der Region leben Eisb\u00e4ren, Walrosse und seltene Meeresv\u00f6gel.<\/p>\n<p>Kaum an einem anderen Ort der Welt ist der Klimawandel sichtbarer als in der Arktis. \u00dcber 75 Prozent des arktischen Meereises ist in den letzten 30 Jahren verschwunden. Die Konzerne, die daf\u00fcr verantwortlich sind, wollen nun davon profitieren <strong>\u2013 <\/strong>und das Weltklima weiter anheizen.<\/p>\n<p>Auch andere \u00d6lkonzerne wie Shell und Statoil planen \u00d6lbohrungen in eisigen arktischen Gew\u00e4ssern. Die Protestaktion in Basel ist Teil einer internationalen Kampagne von Greenpeace zum Schutz der Arktis. Die unabh\u00e4ngige Umweltorganisation k\u00e4mpft seit zwei Jahren f\u00fcr ein Schutzgebiet rund um den Nordpol. Wer sich daran beteiligen will, kann im Internet unter www.savethearctic.org seine Stimme f\u00fcr die Arktis abgeben.<\/p>\n<p>\u00a0Hintergrund zum Gazprom-Arktisprojekt: <strong><span id=\"lblFriendlyUrl\"><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/10-Gruende-weshalb-wir-gegen-die-Gazprom-oelplattform-Prirazlomnaya-etwas-unternehmen-muessen\/\">www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/10-Gruende-weshalb-wir-gegen-die-Gazprom-oelplattform-Prirazlomnaya-etwas-unternehmen-muessen\/<\/a><\/span><\/strong><\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a><\/p>\n<p>Pressebilder zum Download unter: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/<\/a><\/p>\n<p>Nadine Berthel, Arktis-Kampagne Greenpeace Schweiz, +41 77 436 13 87<\/p>\n<p>Yves Zenger, Mediensprecher Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 56<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn des Champions-League-Spiels FC Basel gegen den FC Schalke 04 haben sich vier Greenpeace-Kletterer vom Dach des Basler Fussballstadions St. Jakob-Parks abgeseilt. 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