{"id":6032,"date":"2013-10-29T00:00:00","date_gmt":"2013-10-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6032\/medienkommentar-zum-bkw-entscheid-das-akw-muehleberg-erst-im-jahr-2019-abzuschalten\/"},"modified":"2019-05-30T07:15:47","modified_gmt":"2019-05-30T05:15:47","slug":"medienkommentar-zum-bkw-entscheid-das-akw-muehleberg-erst-im-jahr-2019-abzuschalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6032\/medienkommentar-zum-bkw-entscheid-das-akw-muehleberg-erst-im-jahr-2019-abzuschalten\/","title":{"rendered":"Medienkommentar zum BKW-Entscheid, das AKW M\u00fchleberg erst im Jahr 2019 abzuschalten"},"content":{"rendered":"<p><b>Die BKW hat entschieden, dass sie das uralte Atomkraftwerk M\u00fchleberg noch bis ins<br \/>\nJahr 2019 am Netz halten will. Dabei will der Betreiber mit der Aufsichtsbeh\u00f6rde<br \/>\nENSI einen eigenn\u00fctzigen Teufelspakt aushandeln, der wichtige Nachr\u00fcstungen vermeidet, die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr mindestens sechs weitere Jahre gef\u00e4hrdet und die Energiewende noch weiter hinausz\u00f6gert.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00abDie BKW will offensichtlich einen Kuhhandel eingehen und ein gef\u00e4hrliches Atomexperiment durchf\u00fchren &#8211; unter dem Deckmantel einer kosmetischen Nachr\u00fcstung\u00bb, sagt Greenpeace-Atomcampaigner Florian Kasser. \u00abDas ist fahrl\u00e4ssig und zeugt von einer verantwortungslosen Sicherheitskultur\u00bb.<\/p>\n<p>Noch im letzten Dezember hatte das ENSI unmissverst\u00e4ndlich gesagt [1], die BKW m\u00fcsse bis 2017 umfangreiche Nachr\u00fcstungen t\u00e4tigen, wenn sie M\u00fchleberg dar\u00fcber hinaus betreiben wolle. Aus der Mitteilung der BKW geht hervor, dass diese Nachr\u00fcstungen jetzt nicht get\u00e4tigt werden. W\u00e4hrend diese auf mindestens 170 Mio. CHF veranschlagt wurden [2], will das Unternehmen jetzt nur 15 Mio. f\u00fcr \u00abausserordentliche Nachr\u00fcstmassnahmen\u00bb ausgeben.<\/p>\n<p>Zwar ist erstmals ein Abschaltdatum genannt worden: Dieses m\u00fcsste aber erst noch konkretisiert werden. Gem\u00e4ss Kernenergiegesetz (Art. 68) muss die BKW ihr Verzicht auf die Betriebsbewilligung beim zust\u00e4ndigen Departement (UVEK) erkl\u00e4ren. Ohne diesen offiziellen, schriftlichen Verzicht besteht das Risiko, dass die BKW am Schluss den Betrieb des AKW M\u00fchleberg nochmals um zwei bis drei weiteren Jahren verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Dies umso mehr, weil sich die Aufsichtsbeh\u00f6rde ENSI bislang sehr wankelm\u00fctig gezeigt hat. Sie hat sich von der BKW unter Druck setzen lassen und musste mit wichtigen sicherheitstechnischen Forderungen zur\u00fcckkrebsen. \u00abDas ENSI muss bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Nachr\u00fcstungsprojekte dem Kuschelkurs nun endlich ein Ende setzen\u00bb, fordert Kasser. \u00abGleichzeitig muss das Parlament das Heft in die Hand nehmen und daf\u00fcr sorgen, dass die Laufzeit aller Schweizer AKW gesetzlich auf 40 Jahre beschr\u00e4nkt wird und somit M\u00fchleberg sofort abgeschaltet werden muss\u00bb.<\/p>\n<p>[1] <a href=\"http:\/\/www.ensi.ch\/de\/2012\/12\/21\/langzeitbetrieb-des-kernkraftwerks-muhleberg-nur-unter-strengen-auflagen\/\">http:\/\/www.ensi.ch\/de\/2012\/12\/21\/langzeitbetrieb-des-kernkraftwerks-muhleberg-nur-unter-strengen-auflagen\/<\/a><br \/> [2] <a href=\"http:\/\/www.bkw.ch\/medienleser\/items\/152.html\">http:\/\/www.bkw.ch\/medienleser\/items\/152.html<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte:<br \/> Florian Kasser, Atomcampaigner, +41 76 345 26 55<br \/> Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter, +41 79 374 59 73<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die BKW hat entschieden, dass sie das uralte Atomkraftwerk M\u00fchleberg noch bis ins Jahr 2019 am Netz halten will. 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