{"id":6036,"date":"2013-10-30T00:00:00","date_gmt":"2013-10-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6036\/giftfreie-mode-coop-profiliert-sich-als-detox-trendsetter-internationaler-greenpeace-bericht-zeigt-dass-verschiedene-modefirmen-an-giftigen-chemikalien-festhalten\/"},"modified":"2019-05-30T07:15:53","modified_gmt":"2019-05-30T05:15:53","slug":"giftfreie-mode-coop-profiliert-sich-als-detox-trendsetter-internationaler-greenpeace-bericht-zeigt-dass-verschiedene-modefirmen-an-giftigen-chemikalien-festhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6036\/giftfreie-mode-coop-profiliert-sich-als-detox-trendsetter-internationaler-greenpeace-bericht-zeigt-dass-verschiedene-modefirmen-an-giftigen-chemikalien-festhalten\/","title":{"rendered":"Giftfreie Mode: Coop profiliert sich als Detox-Trendsetter: Internationaler Greenpeace-Bericht zeigt, dass verschiedene Modefirmen an giftigen Chemikalien festhalten"},"content":{"rendered":"<p><b>Adidas und Nike haben bisher zu wenig unternommen, um wie versprochen bis zum Jahr 2020 auf giftige Chemikalien in ihrer Produktion zu verzichten. Auch der chinesische Konzern Li Ning hat noch keine konkreten Schritte eingeleitet, um bis 2020 schadstofffrei zu produzieren. Dies zeigt eine heute ver\u00f6ffentlichte Online-Plattform von Greenpeace, der \u00abDetox-Catwalk\u00bb. Unter den internationalen Trendsettern befinden sich Unternehmen wie Mango, H&#038;M und Coop, die sich als einzige Schweizer Firma klar zu den Detox-Prinzipien bekennt [1], w\u00e4hrend Migros immer noch keine Verpflichtung unterzeichnet hat.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"im\">\u00abMigros hat als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne immerhin versprochen, ab 2017\u00a0alle Textilien-Eigenmarken nach dem Migros Eco-Standard herzustellen\u00bb, sagt\u00a0Greenpeace-Campaigner Matthias W\u00fcthrich. Mitte September hat der orange Riese \u00f6ffentlich bekanntgegeben, wie er dieses Ziel erreichen will. \u00abDie gute Nachricht ist, dass Migros die gef\u00e4hrliche Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) nun auch eliminieren will. Dies betrifft vor allem die Outdoor-Produkte der SportXX-L\u00e4den\u00bb, erkl\u00e4rt W\u00fcthrich.<\/p>\n<p class=\"im\">Im Umgang mit der Gruppe der gesundheitssch\u00e4dlichen Alkylphenolethoxylate (APEO)\u00a0ist Migros leider weniger ambitioniert. Sie fordert von ihren Lieferanten zwar,\u00a0diese durch ungef\u00e4hrliche Alternativen zu ersetzen, erlaubt aber auch nach 2017\u00a0immer noch 100mg\/kg APEO im Endprodukt. Wie Greenpeace-Studien zeigen, werden diese\u00a0gef\u00e4hrlichen Chemikalien beim Waschen der Kleidung auch in unsere Gew\u00e4sser ausgewaschen.\u00a0In der Umwelt bauen sie sich zu hormonell aktiven Substanzen ab.<\/p>\n<p>Coop zeigt sich diesbez\u00fcglich \u00e4usserst kooperativ: Gemeinsam mit Greenpeace und\u00a0dem Institute of Public &amp; Environmental Affairs in Peking (IPE) [2] arbeitet es an\u00a0der Transparenz seiner gesamten Produktionskette. Es hat die Brisanz des Giftproblems\u00a0erkannt und wird nun aktiv, um s\u00e4mtliche Lieferanten \u00fcber seine Detox-Verpflichtung\u00a0zu informieren. Allerdings kann sich auch Coop nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen:\u00a0\u00abEs sollte mit gutem Beispiel vorangehen und den Vorsatz, modernste\u00a0Screening-Technologien in seine Lieferkette zu integrieren, in die Tat umsetzen\u00bb,\u00a0fordert W\u00fcthrich.<\/p>\n<p><strong>Detox Catwalk \u2013 Der Weg zu giftfreier Mode:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/catwalk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.greenpeace.ch\/catwalk<\/a><\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p class=\"im\">Auf dieser Online-Plattform werden 17 Modefirmen, die sich im Rahmen der\u00a0Detox Kampagne von Greenpeace zum Gift-Ausstieg bis 2020 verpflichtet haben, in die Kategorien \u00abTrendsetter\u00bb, \u00abGreenwasher\u00bb und \u00abSchlusslichter\u00bb unterteilt. Vor zwei Jahren waren Adidas und Nike noch Detox-Vorreiter, haben dann aber den Worten keine Taten folgen lassen.<\/p>\n<p class=\"im\">Die Mehrzahl der bewerteten Firmen zeigt, dass es auch anders geht \u2013 darunter<br \/>Modemarken wie Mango, H&amp;M und Uniqlo. Transparenz und konkrete Schritte beim Verzicht\u00a0auf besonders sch\u00e4dliche Chemikalien sind entscheidende Kriterien f\u00fcr die Kategorie \u00abTrendsetter\u00bb im Detox-Catwalk. Diese Firmen ver\u00f6ffentlichen Daten \u00fcber\u00a0Schadstoffeinleitungen ihrer Zulieferer in China auf der Plattform des IPE.\u00a0Ausserdem haben sie begonnen, besonders gef\u00e4hrliche Schadstoffe wie per- und\u00a0polyfluorierte Chemikalien (PFC) aus ihren Produkten und Herstellungsprozessen zu\u00a0verbannen.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert mit seiner internationalen Detox-Kampagne Mode-Firmen auf, alle\u00a0gef\u00e4hrlichen Chemikalien bis 2020 aus der Herstellung ihrer Produkte zu verbannen\u00a0und durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Zudem fordert Greenpeace von\u00a0den Firmen, genaue Daten \u00fcber die Schadstoffe zu ver\u00f6ffentlichen, die aus ihren\u00a0Produktionsst\u00e4tten in die Abw\u00e4sser gelangen. In L\u00e4ndern wie China, Pakistan oder\u00a0Mexiko vergiftet die Textilherstellung Gew\u00e4sser und Trinkwasser mit gravierenden\u00a0Folgen f\u00fcr Mensch und Umwelt.<\/p>\n<p class=\"im\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"im\">F\u00fcr weitere Ausk\u00fcnfte:<\/p>\n<p class=\"im\">Matthias W\u00fcthrich, Toxics-Campaigner, 044 447 41 31<br \/>Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter, 044 447 41 54<\/p>\n<p class=\"im\">Weitere Informationen unter:<\/p>\n<p><a title=\"Greenpeace\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Chemie\/Detox\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Chemie\/Detox\/<\/a>\u00a0<\/p>\n<p>[1] <a href=\"http:\/\/www.coop.ch\/pb\/site\/nachhaltigkeit\/node\/75629842\/Len\/index.html\">http:\/\/www.coop.ch\/pb\/site\/nachhaltigkeit\/node\/75629842\/Len\/index.html<\/a><\/p>\n<p>[2] <a title=\"IPE\" href=\"http:\/\/www.ipe.org.cn\/en\/index.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.ipe.org.cn\/en\/index.aspx<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Adidas und Nike haben bisher zu wenig unternommen, um wie versprochen bis zum Jahr 2020 auf giftige Chemikalien in ihrer Produktion zu verzichten. 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