{"id":6056,"date":"2013-08-25T00:00:00","date_gmt":"2013-08-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6056\/energiewende-index-umweltorganisationen-lancieren-erstes-messinstrument\/"},"modified":"2019-05-30T07:16:34","modified_gmt":"2019-05-30T05:16:34","slug":"energiewende-index-umweltorganisationen-lancieren-erstes-messinstrument","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6056\/energiewende-index-umweltorganisationen-lancieren-erstes-messinstrument\/","title":{"rendered":"Energiewende-Index: Umweltorganisationen lancieren erstes Messinstrument"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Energiewende-Index der Umweltorganisationen geht online. Er zeigt mit j\u00e4hrlicher Aktualisierung und auf transparenter Datenbasis, ob die Schweiz auf dem Weg zur Energiewende auf Kurs ist. Noch ist sie weit ab vom Zielkurs, doch mit der aktuellen Dynamik l\u00e4sst sich das korrigieren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Die Energiewende dauert mehrere Jahrzehnte. Auf einem so langen Weg kommt man nicht ans Ziel ohne Karte und Kompass. Die grossen Umweltorganisationen der Schweiz (Greenpeace Schweiz, Pro Natura, Schweizerische Energie-Stiftung SES, WWF Schweiz und VCS Verkehrs-Club der Schweiz) haben in Zusammenarbeit mit dem unabh\u00e4ngigen Ingenieur-, Planungs- und Beratungsunternehmen Ernst Basler + Partner einen solchen Kompass entwickelt und heute an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt: den Energiewende-Index. \u201eIm Rahmen unserer laufenden energiewirtschaftlichen Dienstleistungen stellen wir der Umweltallianz die Daten zur Verf\u00fcgung, welche den aktuellen Zustand bei Energienachfrage und -produktion sowie Energieeffizienz abbilden\u201c, erl\u00e4uterte der Projektleiter Michel Mueller von Ernst Basler + Partner.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.energiewende-index.ch\/index\/2013.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"float: left; border: 1px solid black;\" src=\"http:\/\/www.energiewende-index.ch\/fileadmin\/\/user_upload\/ewx-grafik-2013.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"426\"><\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der Index zeigt anhand \u00f6ffentlicher Zahlen den Stand der Dinge in der Energiewende und wird j\u00e4hrlich aktualisiert. 100% heisst auf Zielkurs; 0% heisst keinen Fortschritt oder schlimmer. Dabei misst der Index nicht einfach nur, wie viel Solar- und Windstrom die Schweiz produziert. Mit sieben Themen und 17 Indikatoren deckt er alle wichtigen Bereiche ab: Wirtschaft und Soziales, Versorgungssicherheit, Energieeffizienz, Klimaschutz, Atomausstieg, Biodiversit\u00e4t sowie Erneuerbare Energien. <\/p>\n<p><strong>Dynamik bei den Erneuerbaren macht Mut<\/strong><\/p>\n<p>Bei keinem dieser Themen ist die Schweiz auf Zielkurs. Vergleichsweise gut sieht es mit Werten von65% und mehr bei Klimaschutz, Wirtschaft und Sozialem sowie bei der Versorgungssicherheit aus. Zuversichtlich stimmt insbesondere das Themenfeld Wirtschaft: \u201eWir k\u00f6nnen uns die Energiewende leisten. Die damit verbundenen Investitionen in Effizienz und erneuerbare Energien steigern die Wertsch\u00f6pfung im Inland\u201c, sagt Kaspar Schuler, Bereichsleiter Klima und Energie von Greenpeace Schweiz. Mit 0% schneiden hingegen Atomausstieg und Energieeffizienz miserabel ab. \u201eDie dichtbesiedelte Schweiz ist still und unbemerkt zum Experimentierfeld fu\u0308r u\u0308beralterte Reaktoren geworden\u201c, so Schuler. Ein AKW-Ausstiegsplan mit Laufzeiten von maximal 40 Jahren und eine ru\u0308ckverteilte Energie-Lenkungsabgabe sind zwei wichtige Instrumente, um bei Atomausstieg und Energieeffizienz auf Zielkurs zu kommen. Nur wenig besser sieht es bei den Themen Biodiversit\u00e4t (12%) und erneuerbare Energien (7%) aus. Immerhin zeichnet sich hier eine grosse Dynamik ab. Alleine die bereits erfassten Projekte fu\u0308r erneuerbaren Strom werden mehr produzieren als die AKW Mu\u0308hleberg, Beznau I und II zusammen.<\/p>\n<p>Unsere Energieversorgung \u00e4ndert sich auf jeden Fall grundlegend, wie der technische und wirtschaftliche Umbruch im europ\u00e4ischen Strommarkt zeigt. Das ist eine Jahrhundertchance fu\u0308r die Schweiz, doch wir mu\u0308ssen sie packen. \u201eMit einer halbbatzigen Energiewende stehen wir in 20 Jahren vor einem Scherbenhaufen mit hohen Kosten und h\u00f6chsten AKW-Risiken, mit kaputten B\u00e4chen und katastrophaler Klimabilanz\u201c, sagt Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. \u201eWenn wir die Energiewende entschlossen anpacken, dann haben wir bereits 2035 eine umweltvertr\u00e4gliche, sichere und wirtschaftliche Energieversorgung.\u201c<\/p>\n<p>Die relativ schlechten Werte des Energiewende-Index 2013 sollen nicht entmutigen: Das \u201eBaby\u201c Energiewende hat gerade erst die Geburt hinter sich. Nach der Botschaft des Bundesrats wird das Parlament sicherstellen mu\u0308ssen, dass es sich gut entwickeln kann.<\/p>\n<p><strong>Fu\u0308r weitere Fragen:<\/strong><\/p>\n<p>Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz, 044 297 22 33<br \/>Kaspar Schuler, Leiter Klima und Energie Greenpeace Schweiz, 079 702 86 52<br \/>Michel Mueller, Projektleiter Ernst Basler + Partner AG, 044 395 11 26<br \/>Suisse Romande: Pierrette Rey, Responsable communication WWF Suisse romande, 079 662 47 45<br \/>Svizzera italiana: Marco F\u00e4hndrich, addetto stampa di Greenpeace Svizzera, 079 374 59 73<\/p>\n<p>Graphik, Fakten, Referate: <a href=\"http:\/\/www.energiewende-index.ch\/de\/downloads.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.energiewende-index.ch\/de\/downloads.html<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Energiewende-Index der Umweltorganisationen geht online. 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