{"id":60913,"date":"2020-11-18T15:53:11","date_gmt":"2020-11-18T14:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=60913"},"modified":"2020-11-18T15:54:59","modified_gmt":"2020-11-18T14:54:59","slug":"schmutzige-geschaefte-der-schweizer-finanzplatz-und-die-klimakrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/60913\/schmutzige-geschaefte-der-schweizer-finanzplatz-und-die-klimakrise\/","title":{"rendered":"Schmutzige Gesch\u00e4fte &#8211; Der Schweizer Finanzplatz und die Klimakrise"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Let&#8217;s talk about money: Mit Milliarden von Schweizer Franken finanzieren Schweizer Grossbanken weltweit Unternehmen, die trotz Pariser Klimaabkommen unaufhaltsam \u00d6l, Gas und Kohle f\u00f6rdern. Damit befeuern die Finanzinstitute die Klimakrise. Der SRF-Dokumentarfilm \u00abSchmutzige Gesch\u00e4fte \u2013 Der Schweizer Finanzplatz und die Klimakrise\u00bb bietet einen spannenden Einblick in die Geldfl\u00fcsse der Credit Suisse und der UBS.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Falls du den SRF Finanzkrimi<a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/play\/tv\/dok\/video\/schmutzige-geschaefte---der-schweizer-finanzplatz-und-die-klimakrise?urn=urn:srf:video:7398b619-6428-4e80-abb1-982fbc8ff62c\"><strong> <\/strong>Schmutzige Gesch\u00e4fte &#8211; Der Schweizer Finanzplatz und die Klimakrise<\/a> von Reporterin und Dokumentarfilmerin Karin Bauer noch nicht gesehen hast, empfehlen wir w\u00e4rmstens, das online nachzuholen. Der Dokumentarfilm zeigt mit eindr\u00fccklichen Fallbeispielen auf, wie Mensch und Umwelt leiden, wenn Unternehmen Kohle, \u00d6l und Gas im grossen Stil abbauen und f\u00f6rdern. Das Geld f\u00fcr die klimasch\u00e4dlichen Gesch\u00e4fte wird den Unternehmen unter anderem grossz\u00fcgig von den beiden Schweizer Grossbanken bereitgestellt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Der Film startet mit eindr\u00fccklichen Aufnahmen von Betroffenen, die aufzeigen, wie absurd es in Zeiten nach Unterschreibung des Pariser Klimaabkommens ist, dass der deutsche Energiekonzern RWE weitere D\u00f6rfer f\u00fcr den Braunkohleabbau abreissen darf. Dies obwohl Deutschland per Gesetz entschieden hat, alle Kohlekraftwerke bis sp\u00e4testens 2038 stillzulegen. Die Credit Suisse und die UBS haben seit dem Pariser Klimaschutzabkommen \u00fcber 270 Million Euro allein f\u00fcrs Kohlegesch\u00e4ft von RWE bereitgestellt.<\/p>\n\n<p>Die Suche nach den Spuren des klimasch\u00e4dlichen Geldes ist kein leichtes Unterfangen. Die Banken weigern sich, mehr Transparenz in die Angelegenheit zu bringen und<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/41790\/credit-suisse-und-ubs-wie-berechnet-ihr-euren-klimafussabdruck\/\"> den Klimafussabdruck ihrer Gesch\u00e4fte zu ver\u00f6ffentlichen<\/a>. Und sie&nbsp; behaupten, dass Berechnungen von NGO methodisch falsch oder zu hoch seien. Diese Kritik bekam auch Greenpeace Schweiz f\u00fcr ihren Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/53979\/klimaschaedliche-geschaefte\/\">Klimasch\u00e4dliche Gesch\u00e4fte: Finanzierte CO<sub>\u00b2<\/sub>-Emissionen von UBS und CS von 2016 bis 2019<\/a> zu h\u00f6ren. Deshalb ist die Filmemacherin im SRF-Dok besonders daran interessiert, zu erfahren, wie man an jene Zahlen der Banken gelangt kann, welche die Dimensionen der Bankgesch\u00e4fte mit Unternehmen im fossilen Sektoren aufzeigen.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/qoYlTviRbKs\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"qoYlTviRbKs\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<p>Leichter verst\u00e4ndlich als die Zahlenangelegenheiten sind die Auswirkungen der klimasch\u00e4dlichen Gesch\u00e4fte vor Ort. Der Film beleuchtet ein weiteres eindr\u00fcckliches Beispiel in Texas, wo dank der Deregulierungswelle der Trump-Regierung in den letzten Jahren das \u00d6l- und Gas-Fracking ohne Umweltauflagen boomte.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Credit Suisse rangiert hinter vier amerikanischen Banken mit 13,91 Milliarden Dollar auf dem 5. Platz, was die Finanzierung des US-Fracking-Business betrifft. Dies zeigt der Bericht &nbsp;<a href=\"http:\/\/www.ran.org\/frackingfiasco\">Fracking Fiasco: The Banks that Fueled the U.S. Shale Bust<\/a> der beiden NGO&nbsp; Rainforest Action Network RAN und Oilchange International auf. Die Credit Suisse finanzierte amerikanische Fracking-Unternehmen seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens \u2013 trotz derer finanziellen Schwierigkeiten, der Auswirkungen des Frackings auf die Gesundheit der Bev\u00f6lkerung und der Konsequenzen f\u00fcr das Klima.<\/p>\n\n<p>Aber nicht nur die Schweizer Grossbanken haben eine miserable Klimabilanz. Der gesamte Schweizer Finanzsektor befeuert die Klimakrise weiterhin durch anhaltende Investitionen in die \u00d6l-, Gas- und Kohlef\u00f6rderung. Dies best\u00e4tigt&nbsp; <a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/bafu\/de\/home\/themen\/klima\/fachinformationen\/klima-und-finanzmarkt.html\">&nbsp;der&nbsp; diesj\u00e4hrige Klimavertr\u00e4glichkeitstest<\/a> des Bundesamts f\u00fcr Umwelt Bafu. Unter anderem halten 80 Prozent der \u00fcberpr\u00fcften 179 Finanzinstitute Kohleabbau-Firmen in ihren Portfolien. Somit unterst\u00fctzt der Schweizer Finanzplatz einen zus\u00e4tzlichen Ausbau der internationalen Kohle- und Erd\u00f6lf\u00f6rderung, was den Klimaverpflichtungen der Schweiz zuwiderl\u00e4uft. Damit wird auch klar, dass uns die aktuellen Politik des Bundesrates, der auf freiwillige Massnahmen setzt, nicht weiter bringt. Es braucht nun angesichts der fortschreitenden Klimakrise dringend regulatorische Massnahmen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Banken wiederum m\u00fcssen sich verbindliche Klimaziele setzen. Die Emissionen der Wirtschaftsaktivit\u00e4ten und der von ihnen finanzierten Unternehmen m\u00fcssen sp\u00e4testens ab n\u00e4chstem Jahr schrittweise zur\u00fcckgehen, so dass sie mit einer maximalen Klimaerw\u00e4rmung von 1.5 Grad vereinbar sind (Pariser Abkommen). Und ab sofort gilt: Kein Geld f\u00fcr Firmen, die besonders sch\u00e4dliche fossile Brennstoffe wie Kohle oder \u00d6l bzw. Gas aus Fracking oder Teersanden herstellen oder verbrennen. F\u00fcr solche Energietr\u00e4ger gibt es in der jetzigen Situation keine Legitimation.<\/p>\n\n<p>Und die Finanzinstitute m\u00fcssen aufh\u00f6ren, regulatorische Massnahmen zu bek\u00e4mpfen, welche die Finanzindustrie zu Klimazielen verpflichten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Let&#8217;s talk about money: Mit Milliarden von Schweizer Franken finanzieren Schweizer Grossbanken weltweit Unternehmen, die trotz Pariser Klimaabkommen unaufhaltsam \u00d6l, Gas und Kohle f\u00f6rdern. 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