{"id":6111,"date":"2013-04-28T00:00:00","date_gmt":"2013-04-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6111\/chemie-verheimlicht-in-muttenz-grenzwerte-aus-monthey-vs-fu%cc%88r-risikoschadstoffe-medienmitteilung-der-allianz-deponien-muttenz\/"},"modified":"2019-05-30T07:17:56","modified_gmt":"2019-05-30T05:17:56","slug":"chemie-verheimlicht-in-muttenz-grenzwerte-aus-monthey-vs-fu%cc%88r-risikoschadstoffe-medienmitteilung-der-allianz-deponien-muttenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6111\/chemie-verheimlicht-in-muttenz-grenzwerte-aus-monthey-vs-fu%cc%88r-risikoschadstoffe-medienmitteilung-der-allianz-deponien-muttenz\/","title":{"rendered":"Chemie verheimlicht in Muttenz Grenzwerte aus Monthey (VS) fu\u0308r Risikoschadstoffe: Medienmitteilung der Allianz Deponien Muttenz"},"content":{"rendered":"<p><b>Muttenz, 29. April 2013. BASF, Novartis und Syngenta wollen in Muttenz bei der Feldrebengrube eine Billig-Sanierung durchfu\u0308hren. Dies zeigt ein Industrie-Bericht, den ADM heute vero\u0308ffentlicht. Mit wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen versuchen die drei Konzerne zudem von Substanzen abzulenken, die beim Menschen Krebs verursachen, das Erbgut und\/oder das Embryo im Mutterleib scha\u0308digen. Fu\u0308r etliche dieser Risiko-Substanzen haben sie in Monthey (VS) Grenzwerte gema\u0308ss Altlastenverordnung herleiten lassen. Ihr Wissen aus Monthey aber hielten sie in Muttenz zuru\u0308ck. Deshalb vero\u0308ffentlich ADM heute diese verheimlichte Grenzwerte-Liste. Sie zeigt: Die Monthey-Grenzwerte werden im Muttenzer Grundwasser z.T. u\u0308berschritten. Trotzdem haben die drei Konzerne bei der Feldrebengrube diese ho\u0308chst problematischen Substanzen \u00abu\u0308bersehen\u00bb, obwohl Syngenta z.T. an Arbeiter Entscha\u0308digung wegen Blasenkrebs bezahlt.<\/b><\/p>\n<div>\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">BASF, Novartis und Syngenta wollen in Muttenz mo\u0308glichst billig sanieren. Dies zeigt der Bericht der Burmeier-Ingenieurgesellschaft (BIG), den BASF in Auftrag gab und den ADM heute vero\u0308ffentlicht. Es ist offensichtlich: Die drei Konzerne wollen auf Zeit spielen, obwohl sie die Chemiemu\u0308lldeponie Feldreben schon seit u\u0308ber zehn Jahren untersuchen. Sie wollen das Problem auch jetzt nicht lo\u0308sen, sondern auf zuku\u0308nftige Generationen verschieben. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Propagandistische Tricks anstatt wissenschaftliche Arbeit <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">Um nicht handeln zu mu\u0308ssen, zo\u0308gern die drei Konzerne auch nicht, propagandistische Tricks u\u0308ber wissenschaftliche Methoden zu stellen. Sie behaupten, es sei unklar, wo die gema\u0308ss Industrieangaben 14\u2019000 <\/span><span style=\"font-size: 11.000000pt; font-family: 'Helvetica';\">bis <\/span><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">25&#8217;000 Tonnen Chemiemu\u0308ll liegen. Sie behaupten sogar, 80% der Schadstoffe seien aus der Grube ausgetreten und fast nicht ru\u0308ckholbar im Fels eingeschlossen. \u00abDiese Zahl ist nicht haltbar. Es gibt keine wissenschaftliche Methode, um sie festzulegen\u00bb, stellt dazu Prof. Walter Wildi, Geologe an der Uni Genf und ADM-Experte fest. \u00abEine Menge Chemiemu\u0308ll liegt noch immer in der Grube. Das zeigen die Analysen. Mit gutem Willen la\u0308sst er sich entfernen\u00bb, betont Wildi. Das wollen BASF, Novartis und Syngenta verhindern. Sie versuchen, in Muttenz mit fragwu\u0308rdigen Behauptungen von zahlreichen verbotenen Insektiziden sowie von Schadstoffen abzulenken, die beim Menschen Krebs erzeugen und die bei der Feldrebengrube im Grundwasser gefunden, aber nicht weiter beachtet worden sind. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Grenzwerte fu\u0308r Problemstoffe aus Monthey in Muttenz verheimlicht <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">In Monthey (VS) haben Ciba (heute BASF) und Syngenta fu\u0308r einige dieser extremen Gifte Grenzwerte gema\u0308ss Altlastenverordnung herleiteten lassen. Nun mu\u0308ssen BASF und Syngenta die Chemiemu\u0308lldeponie im Wallis ausgegraben. Vermutlich um A\u0308hnliches in Muttenz zu vermeiden, brachten die Konzerne ihre Erkenntnisse aus Monthey bei der Feldrebengrube nicht ein. Deshalb vero\u0308ffentlicht ADM heute diese verheimlichten Grenzwerte. Sie zeigen: Die Monthey-Grenzwerte sind z.T. auch in Muttenz u\u0308berschritten. Bei der Feldrebengrube aber wurden diese gefa\u0308hrlichen Substanzen \u00abu\u0308bersehen\u00bb. \u00abDieses Verhalten ist Konzernen wie BASF, Novartis und Syngenta nicht wu\u0308rdig\u00bb, kommentiert Matthias Wu\u0308thrich von Greenpeace. <\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"section\">\n<div class=\"section\"><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Industrie \u00abu\u0308bersieht\u00bb Schadstoffe, fu\u0308r die Syngenta wegen Blasenkrebs bezahlt <\/span><\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">Auf diesen Grenzwert-Listen aus Monthey taucht auch 5-CAT auf. Das ist eine ho\u0308chst kritische Substanz, fu\u0308r die Syngenta in den USA und in Monthey wegen Blasenkrebs Entscha\u0308digungen an Arbeiter zahlt. Mit 5-CAT hat Ciba in den 1950er-Jahren zahlreiche Pigmente und spa\u0308ter das inzwischen verbotene Insektizid Galecron produziert. Weil ihre Vorga\u0308nger 5-CAT intensiv verwendet haben, liessen Novartis, Syngenta und BASF bei den Elsa\u0308sser Deponien 5-CAT suchen \u2013 und wie in Monthey (VS) haben sie auch im Elsass 5-CAT gefunden. In Muttenz schenkten BASF, Novartis und Syngenta aber solchen Risiko-Substanzen, die beim Menschen Krebs auslo\u0308sen, beim Embryo Fehlbildungen bewirken und\/oder das Erbgut vera\u0308ndern, keinerlei Beachtung. \u00abDie Gefahr fu\u0308r das Trinkwasser von u\u0308ber 230&#8217;000 Menschen in Stadt und Agglomeration Basel darf nicht la\u0308nger in Kauf genommen werden. Wir verlangen deshalb von BASF, Novartis und Syngenta, dass sie in Muttenz wirklich aufra\u0308umen\u00bb, sagt Mirjam Ballmer, Co-Pra\u0308sidentin der Gru\u0308nen Basel-Stadt. Und Matthias Wu\u0308thrich von Greenpeace erga\u0308nzt: \u00abSie mu\u0308ssen es in Muttenz genau so machen, wie sie es in Bonfol (JU), Ko\u0308lliken (AG) und Monthey (VS) tun mu\u0308ssen sowie in Hagenthal und Neuwiller im Elsass getan haben. Novartis macht es ausserdem in Huningue (F) und Roche in Grenzach (D). Also muss der Chemiemu\u0308ll auch in Muttenz endlich aus dem Boden, auch wenn es die Industrie wie an den anderen Orten 600 bis 700 Millionen kostet.\u00bb <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">ADM fordert: <\/span><\/p>\n<ul style=\"list-style-type: disc;\">\n<li style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Symbol';\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Eine Anpassung der Sanierungsvorgaben: Sie sollen sich \u2013 wie es die Altlastenverordnung vorschreibt \u2013 an der tatsa\u0308chlichen Belastung des Grundwassers bei der Feldrebengrube orientieren und auch die extremen Risiko-Substanzen einschliessen, fu\u0308r die die Industrie in Monthey (VS) Grenzwerte hergeleitet hat. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Symbol';\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Einbezug der Trinkwasserbrunnen: Die der Feldrebengrube benachbarten Trinkwasserbrunnen mu\u0308ssen als \u00abGrundwasserfassungen o\u0308ffentlichen Interessens\u00bb in die Sanierungsu\u0308berlegungen einbezogen werden, wie es die Altlastenverordnung vorschreibt. Denn der Chemiemu\u0308ll von BASF, Novartis und Syngenta gefa\u0308hrdet oder verschmutzt Trinkwasser von 230&#8217;000 Menschen in der Region Basel. <\/span><\/p>\n<\/li>\n<li style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Symbol';\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Jetzt eine definitive Lo\u0308sung fu\u0308r die Feldrebengrube: eine rasche, einmalige und vollsta\u0308ndige Sanierung der Chemiemu\u0308lldeponie Feldreben auf Kosten der Verursacher. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold; font-style: italic;\">Den bisher unvero\u0308ffentlichten BASF-Bericht, die verheimlichten Industrie-Grenzwerte aus Monthey (VS), die Pra\u0308sentationen und Referate finden Sie unter: <a href=\"http:\/\/www.admuttenz.ch\/\">http:\/\/www.admuttenz.ch <\/a><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'Arial'; font-weight: bold;\">Kontakt: <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">Prof. Walter Wildi, Geologe Uni Genf, ADM-Experte<br \/> Dr. Martin Forter, Geograf, Basel, ADM-Experte<br \/> Matthias Wu\u0308thrich, Greenpeace Schweiz<br \/> Mirjam Ballmer, Co-Pra\u0308sidentin Gru\u0308ne Basel-Stadt, Grossra\u0308tin<br \/> Katharina Aellen, Pra\u0308sidentin Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen (FbTK) Hanspeter Meier, Co-Pra\u0308sident ADM, SP Muttenz <\/span><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"column\">\n<p><span style=\"font-size: 10.000000pt; font-family: 'ArialMT';\">079 310 00 39 061 691 55 83 044 447 41 31 079 416 65 94 077 405 67 76 061 461 37 10 <\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Muttenz, 29. 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