{"id":6128,"date":"2013-02-25T00:00:00","date_gmt":"2013-02-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6128\/viele-erkenntnisse-aus-japan-wenig-taten-in-der-schweiz\/"},"modified":"2019-05-30T07:18:21","modified_gmt":"2019-05-30T05:18:21","slug":"viele-erkenntnisse-aus-japan-wenig-taten-in-der-schweiz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6128\/viele-erkenntnisse-aus-japan-wenig-taten-in-der-schweiz\/","title":{"rendered":"Viele Erkenntnisse aus Japan \u2013 : wenig Taten in der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p><b>Zwei Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima liegen bereits viele Erkenntnisse \u00fcber dessen Ursachen und Folgen vor. Trotzdem findet in Japan wie auch in der Schweiz nur langsam ein Umdenken statt: Betreiber, Aufsicht und Politik wiegen sich wieder oder weiterhin in tr\u00fcgerischer Sicherheit, wie der japanische Nuklearingenieur Masashi Goto und Atomexperte Stefan F\u00fcglister heute an einem Mediengespr\u00e4ch in Bern dargestellt haben.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u201eDie Atomkatastrophe in Fukushima ist noch nicht zu Ende und auch ihre Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen\u201c, sagt Masashi Goto, Nuklearingenieur und ehemaliger Berater der japanischen nuklearen Aufsichtsbeh\u00f6rde. Ein unabh\u00e4ngiger Untersuchungsbericht in Japan ist im Juli 2012 zum Schluss gekommen, dass die Katastrophe in Fukushima menschengemacht und nicht allein auf einen Tsunami zur\u00fcckzuf\u00fchren war.<\/p>\n<p>Die technischen Ursachen des Atomunfalls seien allerdings noch nicht vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt worden, ist Goto \u00fcberzeugt. Als eine der kritischen Stimmen, die in seinem Land \u00f6ffentlich auftreten, fordert er ein grunds\u00e4tzliches Umdenken: \u201eAber die Regierung und die Atomindustrie m\u00f6chten die AKWs m\u00f6glichst schnell wieder hochfahren und betreiben mit einer neuen Sicherheitsrichtlinie nur Symptombek\u00e4mpfung\u201c, sagt Goto.<\/p>\n<p>Stefan F\u00fcglister hat die Empfehlungen der japanischen Untersuchungskommission im Auftrag von Greenpeace Schweiz daraufhin analysiert, welche Lehren die Schweiz daraus gezogen hat. Das Fazit ist wenig schmeichelhaft: Zwar hat die offizielle Schweiz \u2013 der Bundesrat, die Aufsicht und das Parlament \u2013 nach der Katastrophe rasch reagiert und sich f\u00fcr einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen. \u201eWeitergehende Konsequenzen wie die Beschr\u00e4nkung der Laufzeiten, restriktivere Sicherheitsnormen und klarere Gesetze werden aber immer noch auf die lange Bank geschoben\u201c, stellt Atomexperte Stefan F\u00fcglister fest. Man hoffe schlicht und einfach, die letzten Lebensjahre der alternden Atommeiler ohne gravierende Ereignisse zu \u00fcberstehen.<\/p>\n<p>\u201eDer Katastrophenschutz ist heute in der Schweiz genauso wenig vorbereitet wie vor zwei Jahren in Japan, als Fukushima zum Albtraum wurde\u201c, warnt F\u00fcglister. Die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung scheint bei Beh\u00f6rden und Betreibern in der Schweiz nicht oberste Priorit\u00e4t zu sein: \u201eDie Sicherheitsnachweise f\u00fcr die Schweizer AKW stehen auf wackligen F\u00fcssen und die Sicherheits-Diskussion beschr\u00e4nkt sich weitgehend auf die Frage der Versorgungssicherheit\u201c, kommt der Greenpeace-Bericht zum Schluss.<\/p>\n<p><a title=\"Bericht Japan\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f6622e9c-f6622e9c-20130225_fuku_bericht_naiic_de.pdf\">Den vollst\u00e4ndigen Bericht von Greenpeace finden Sie hier.<\/a><\/p>\n<p><strong>F\u00fcr mehr Informationen: <\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace Schweiz,\u00a0 079 773 19 31<\/li>\n<li>Marco F\u00e4hndrich, Medienbeauftragter Greenpeace Schweiz, 079 374 59 73, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/b41c4132e11bc3dcaf142231d80e1a62.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'DC_BB_AE_B3_F2_B9_BF_BD_B9_AC_B2_B9_B9_AE_BB_9C_B4_BF_B5_AE_B8_B2_B4_B9_BD_BA_F2_B3_BF_AE_BD_B1'));\/\/--><\/script><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Veranstaltungshinweis: <\/strong>am Mittwoch 27. Februar werden Masashi Goto, Stefan F\u00fcglister und Nationalrat Stefan M\u00fcller-Altermatt an einer gemeinsamen Podiumsdiskussion teilnehmen. Diese findet statt in der P\u00e4dagogischen Hochschule Z\u00fcrich, Lagerstrasse 2, Geb\u00e4ude LAA, Raum: J002C. Beginn mit Ap\u00e9ro: 18:45 Uhr.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwei Jahre nach dem Atomunfall in Fukushima liegen bereits viele Erkenntnisse \u00fcber dessen Ursachen und Folgen vor. 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