{"id":6161,"date":"2012-10-28T00:00:00","date_gmt":"2012-10-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6161\/greenpeace-findet-schadstoffe-in-outdoor-kleidung\/"},"modified":"2019-05-30T07:19:45","modified_gmt":"2019-05-30T05:19:45","slug":"greenpeace-findet-schadstoffe-in-outdoor-kleidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6161\/greenpeace-findet-schadstoffe-in-outdoor-kleidung\/","title":{"rendered":"Greenpeace findet Schadstoffe in Outdoor-Kleidung"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 29.10.2012 \u2013 Wetterfeste Marken-Kleidung enth\u00e4lt Schadstoffe, die Umwelt und Gesundheit belasten k\u00f6nnen. Das belegen von Greenpeace Deutschland in Auftrag gegebene Kleidertests. Betroffen sind auch die Schweizer Qualit\u00e4tsmarken Mammut, Zimtstern und Kaikkialla (Transa).<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Zwei unabh\u00e4ngige Labors haben im Auftrag von Greenpeace 14 Outdoor-Artikel f\u00fcr Damen und Kinder auf per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) und weitere Schadstoffe \u00fcberpr\u00fcft. Greenpeace h\u00e4lt die Resultate im Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c1f093d6-c1f093d6-gp_outdoor_report_2012_ch_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abChemie f\u00fcr jedes Wetter\u00bb<\/a> fest. Die Labors fanden erh\u00f6hte Konzentrationen von PFC: In den Produkten von Kaikkialla (Eigenmarke von Transa),\u00a0 The North Face, Patagonia, Jack Wolfskin, und Marmot fanden sie besorgniserregende Konzentrationen von Perfluoroktans\u00e4ure (PFOA). In den Jacken von Mammut und Vaude stellten sie hohe Konzentrationen von Fluortelomeralkohole (FTOH) fest. Ein eigens f\u00fcr Greenpeace Deutschland produziertes Jackenmodell der Marke Zimtstern enth\u00e4lt ebenfalls geringe Mengen PFC.<\/p>\n<p>Alle untersuchten Marken setzen PFC f\u00fcr Beschichtungen oder Membrane (zum Beispiel Gore-Tex\u00ae) ein. Die Fluorverbindungen k\u00f6nnen in der Umwelt kaum abgebaut werden und gelangen \u00fcber Nahrung, Luft und Trinkwasser auch in den menschlichen Organismus. J\u00fcngste Studien stellen einen Zusammenhang mit verminderter Fruchtbarkeit, Schilddr\u00fcsenerkrankungen und Immunst\u00f6rungen her.<\/p>\n<p>\u00abDie Outdoor-Branche wirbt mit unber\u00fchrter Natur. Doch ihre Schadstoffe finden sich weltweit in der Umwelt und im menschlichen Blut\u00bb, sagt Mirjam Kopp, Chemie-Expertin von Greenpeace.<\/p>\n<p>Besorgniserregend sind auch die Ergebnisse der Untersuchung auf hormonell wirksame Nonylphenolethoxylate (NPE) und Weichmacher (Phthalate): Der h\u00f6chste NPE-Gehalt wurde in einer Kinder-Regenjacke von Seven Summits gefunden. Der h\u00f6chste Wert an Phthalaten wurde in einem Kinder-Poncho von Northland festgestellt.<\/p>\n<p>Die Outdoor-Branche wirbt mit Bildern von waghalsigen Kletterern und Tiefschneefahrern \u2013 obwohl die meisten Kunden keine Ausnahmeathleten sind, sondern St\u00e4dter, die bei einer Radtour oder Herbstwanderung warm und trocken bleiben wollen. Auch Kinder tragen bei Regen und Matsch auf dem Spielplatz oft eine \u00abHigh-Performance\u00bb-Ausr\u00fcstung mit perfluorierter Chemie. \u00abDie Outdoor-Branche hat sich vom Spezialanbieter zum Hersteller angesagter Alltagskleidung entwickelt\u00bb, sagt Mirjam Kopp.<\/p>\n<p>\u00abKonsumentinnen und Konsumenten sollten pr\u00fcfen, ob sie eine Regenjacke f\u00fcr den Gipfelsturm oder einen Spaziergang ben\u00f6tigen. Einige Hersteller bieten bereits fluorfreie Alternativen an.\u00bb Zu den wetterfesten Alternativen z\u00e4hlen Textilien mit Membranen aus Polyester (zum Beispiel Sympatex\u00ae) und Polyurethan. Auch diese Kleidung ist winddicht, atmungsaktiv und h\u00e4lt einem Wolkenbruch stand. Nur bei der \u00d6labweisung sind die umstrittenen PFC den fluorfreien Textilien noch \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert die Outdoor-Industrie auf, PFC aus der Produktion zu verbannen und fluorfreie Alternativen weiterzuentwickeln. \u00a0Mit der internationalen Kampagne Detox fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.\u00a0<\/p>\n<p>Erst letzte Woche hatte der britische Kleidergigant Marks &amp; Spencer nach Puma, Nike, Adidas, H&amp;M, C&amp;A und Li-Ning als siebte Marke bekannt gegeben, Schadstoffe g\u00e4nzlich aus seiner Produktions- und Lieferkette zu entfernen. Auch die Schweizer Outdoorfirmen sowie Supermarkt- und Modeketten sind gefordert dem Beispiel von Marks &amp; Spencer zu folgen.<\/p>\n<p><strong>Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mirjam Kopp, Chemiekampagne Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 59<\/strong><\/p>\n<p><strong>Video-\/Bildmaterial bei der Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 56\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Den Report <\/strong><strong>\u00abChemie f\u00fcr jedes Wetter\u00bb finden Sie <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c1f093d6-c1f093d6-gp_outdoor_report_2012_ch_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier<\/a>.<br \/><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 29.10.2012 \u2013 Wetterfeste Marken-Kleidung enth\u00e4lt Schadstoffe, die Umwelt und Gesundheit belasten k\u00f6nnen. 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