{"id":6167,"date":"2012-11-20T00:00:00","date_gmt":"2012-11-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6167\/greenpeace-fordert-bei-zara-in-genf-giftfreie-mode\/"},"modified":"2019-05-30T07:19:54","modified_gmt":"2019-05-30T05:19:54","slug":"greenpeace-fordert-bei-zara-in-genf-giftfreie-mode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6167\/greenpeace-fordert-bei-zara-in-genf-giftfreie-mode\/","title":{"rendered":"Greenpeace fordert bei Zara in Genf giftfreie Mode"},"content":{"rendered":"<p><b>Genf, 21. November 2012. Das Modelabel Zara hat ein Giftproblem. Greenpeace fand in Kleidern der weltweit gr\u00f6ssten Bekleidungsfirma gef\u00e4hrliche Chemikalien. Mit einer spektakul\u00e4ren Kletteraktion haben Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten bei Zara in Genf heute giftfreie Mode gefordert. Sie st\u00fctzten sich auf den neuen Greenpeace-Bericht \u00abGiftige Garne\u00bb, der zeigt, dass die Modeindustrie Kleider verkauft, die mit umweltsch\u00e4dlichen Chemikalien kontaminiert sind. Einige dieser Chemikalien verwandeln sich beim Abbau in hormonell wirksame und krebserregende Stoffe und landen schliesslich in Seen und Fl\u00fcssen auf der ganzen Welt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00abDetox your Fashion\u00bb lautete die Forderung der Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten an das Zara-Management in Genf. Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer konnten sich via Twitter (#Detox oder #Fashion oder @Zara) ebenfalls direkt an die Ladenkette richten.<\/p>\n<p>Die grossen Modehersteller wie Zara, Mango, Levi\u2019s, Esprit, Calvin Klein und Benetton bringen in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden neue Kollektionen auf den Markt. Diese auf so genannte Fast Fashion fokussierten Unternehmen ben\u00f6tigen inzwischen nur noch sieben bis 30 Tage f\u00fcr die Produktion eines Kleidungsmodells und verkaufen diese teilweise in gerade f\u00fcnf Tagen als Bestseller in den L\u00e4den. Im Jahr 2011 wurden beispielsweise in Deutschland 70 Kleidungsst\u00fccke pro Kopf verkauft, 80 Milliarden Kleidungsst\u00fccke waren es weltweit.<\/p>\n<p>Wie die neuste Greenpeace-Untersuchung \u00abGiftige Garne\u00bbzeigt, hat dieser schnelle Konsum neben riesigen Abfallbergen auch andere Schattenseiten: In Kleidern von 20 getesteten Marken wurden sch\u00e4dliche Chemikalien nachgewiesen. Bei allen Marken waren mehrere Produkte mit Nonylphenolethoxylaten (NPE) kontaminiert. Insgesamt wurde in zwei Dritteln der von Greenpeace getesteten Kleidungst\u00fccke NPE gefunden. Zwei Kleidungsst\u00fccke von Zara enthielten ausserdem krebserregende Amine aus Azofarbstoffen.<\/p>\n<p>\u00abIn Produkten von Zara wurden Chemikalien nachgewiesen, welche sich in der Umwelt in krebserregende und hormonell wirksame Subtanzen umwandeln\u00bb, sagt Mirjam Kopp von der Greenpeace-Chemiekampagne. \u00abDies ist unakzeptabel sowohl f\u00fcr uns KonsumentInnen als auch f\u00fcr die Menschen, welche in den Fabriken arbeiten oder dort leben, wo die Kleider produziert werden.\u00bb<\/p>\n<p>Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, bis sp\u00e4testens 2020 alle Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.\u00a0Im Oktober war der britische Kleidergigant Marks &amp; Spencer nach Puma, Nike, Adidas, H&amp;M, C&amp;A und Li-Ning auf die Greenpeace-Forderungen eingegangen. Sie alle gaben bekannt, Schadstoffe k\u00fcnftig g\u00e4nzlich aus ihren Produktions- und Lieferketten zu entfernen. Greenpeace fordert Zara, die \u00fcbrigen Modelabels, aber auch Schweizer Firmen welche Textilien verkaufen auf, diesen Beispielen zu folgen. Als gr\u00f6sste Bekleidungsfirma der Welt muss Zara sofort handeln und alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien aus der Produktion verbannen. Ausserdem muss die Firma transparent machen, welche Chemikalien verwendet werden und wo sie ins Wasser eingeleitet werden.<\/p>\n<p><em>Update 16.15 Uhr<\/em><br \/> <strong>Greenpeace-Aktion in Genf beendet: Weltweiter Druck auf Zara steigt<\/strong><\/p>\n<p> Zara in Genf hat heute das Gespr\u00e4ch mit Greenpeace verweigert und war auch nicht bereit, unsere Forderungen entgegen zu nehmen.<\/p>\n<p> Greenpeace wertet dies als Zeichen, dass Zara die Problematik von gef\u00e4hrlichen Chemikalien in ihren Kleidern nicht gen\u00fcgend ernst nimmt. <br \/> Erste Gespr\u00e4che zwischen dem Zara-Hauptsitz in Spanien und Greenpeace International haben stattgefunden \u2013 zu konkreten Resultaten kam es bislang nicht.<\/p>\n<p> Die Kletterer am Geb\u00e4ude in Genf haben das Banner mit der Aufschrift &#171;Detox your Fashion&#187; jetzt eingerollt und sind dabei, vom Geb\u00e4ude herunter zu klettern.<\/p>\n<p> Die Verhandlungen gehen weiter. Greenpeace wird das weitere Verhalten von Zara kritisch begleiten.<\/p>\n<p><strong>Informationen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mirjam Kopp, <strong>Chemiekampagne Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 59<\/strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Video-\/Bildmaterial bei der Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11<\/strong><\/p>\n<p><strong>Den Report <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c16eaa6a-c16eaa6a-detox_giftige_garne.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abGiftige Garne\u00bb<\/a> und weitere Informationen zur Detox-Kampagne finden Sie <\/strong><a href=\"\/switzerland\/de\/Themen\/Chemie\/Detox\/\"><strong>hier.<\/strong><\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Genf, 21. November 2012. Das Modelabel Zara hat ein Giftproblem. Greenpeace fand in Kleidern der weltweit gr\u00f6ssten Bekleidungsfirma gef\u00e4hrliche Chemikalien. 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