{"id":6171,"date":"2013-01-03T00:00:00","date_gmt":"2013-01-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6171\/publikumsabstimmung-fuer-die-public-eye-awards-2013-eroeffnet-mit-wirtschaftsethikern-einem-ex-bankenregulator-und-werbeparodien-gegen-konzernverbrechen\/"},"modified":"2019-05-30T07:19:58","modified_gmt":"2019-05-30T05:19:58","slug":"publikumsabstimmung-fuer-die-public-eye-awards-2013-eroeffnet-mit-wirtschaftsethikern-einem-ex-bankenregulator-und-werbeparodien-gegen-konzernverbrechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6171\/publikumsabstimmung-fuer-die-public-eye-awards-2013-eroeffnet-mit-wirtschaftsethikern-einem-ex-bankenregulator-und-werbeparodien-gegen-konzernverbrechen\/","title":{"rendered":"Publikumsabstimmung f\u00fcr die Public Eye Awards 2013 er\u00f6ffnet : Mit Wirtschaftsethikern, einem Ex-Bankenregulator und Werbeparodien gegen Konzernverbrechen"},"content":{"rendered":"<p><b>Ende Januar vergeben die Erkl\u00e4rung von Bern und Greenpeace w\u00e4hrend dem World Economic Forum (WEF) in Davos von Konzernen gef\u00fcrchteten, \u00abPublic Eye Awards\u00bb f\u00fcr die schlimmsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverst\u00f6ssen und Umwelts\u00fcnden. Auf www.publiceye.ch startet heute die mit bissigen Werbeparodien illustrierte Abstimmung f\u00fcr den Publikumspreis 2013. Nominiert f\u00fcr die ber\u00fcchtigten Schm\u00e4hpreise sind sieben Konzerne aus vier Kontinenten (auch eine Schweizer Firma ist nominiert). Im Rahmen der Medienkonferenz zur Preisverleihung in Davos wird der bekannte Ex-Bankenregulator William K. Black \u00fcber die kriminelle Energie der Konzerne und die Oligarchie der Finanzindustrie sprechen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"Standa1\">Die <strong>Online-Abstimmung \u00fcber das \u00fcbelste Unternehmen<\/strong> des Jahres l\u00e4uft ab heute bis 23. Januar 2013 mittags. Auf der diesj\u00e4hrigen Shortlist stehen die sieben skandal\u00f6sesten F\u00e4lle von Konzernverbrechen, welche die neu mit internationalen renommierten Wirtschaftsethikern besetzte Jury aus \u00fcber 20 Gutachten zu potenziell w\u00fcrdigen Preistr\u00e4gern gek\u00fcrt hat. Die Gutachten wurden vom <strong>Institut f\u00fcr Wirtschaftsethik (IWE) der Universit\u00e4t St. Gallen<\/strong> erstellt. \u00dcber 50 Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt haben die Konzerne nominiert.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Der franz\u00f6sische Energie- und Transportkonzern <strong>Alstom<\/strong> ist weltweit in Korruptionsskandale verwickelt. Das Vorgehen des Konzerns hat System: Alstom offeriert lokalen Politikern Schmiergeld, teils in Millionenh\u00f6he, um an Auftr\u00e4ge zu kommen. Die H\u00e4ufigkeit der bekannt gewordenen F\u00e4lle legt die Frage nahe, ob es sich dabei um eine bewusst gew\u00e4hlte Gesch\u00e4ftsstrategie handelt.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Der indische Energiekonzern <strong>Coal India<\/strong> ist mit 400 Millionen Tonnen der weltweit gr\u00f6sste Kohlef\u00f6rderer. Er betreibt 90 Prozent aller Kohleminen in Indien und will weiterhin neue Kohlekraftwerke bauen, was Indien zum drittgr\u00f6ssten CO2-Emittenten der Welt machen w\u00fcrde. Die Kohleminen zerst\u00f6ren den Lebensraum vieler Gross-S\u00e4ugetiere und rauben Stammesv\u00f6lkern die die Heimat, was sie zu einem Leben in bitterster Armut zwingt.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Das Heer des englischen Sicherheitsdienstleisters <strong>G4S<\/strong> ist mit 650&#8217;000 Besch\u00e4ftigten die gr\u00f6sste Privatarmee der Welt. Oft sind die Sicherheitskr\u00e4fte schlecht ausgebildet und bezahlt. Der in 125 L\u00e4ndern t\u00e4tige Konzern ist in zahlreiche Verletzungen von internationalem Recht und Menschenrechten verwickelt. G4S ist in den illegal besetzten Pal\u00e4stinensergebieten pr\u00e4sent, etwa an Checkpoints und in Gef\u00e4ngnissen. Gleichzeitig ist der Konzern in weiteren Konfliktregionen t\u00e4tig und von repressiven Regimes besch\u00e4ftigt. So unter anderem in Afghanistan, Irak, Bahrain oder Saudi-Arabien.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Der Vampir des Finanzkapitals <strong>Goldman Sachs<\/strong> scheint Finanzblasen zu lieben. Ob Hypotheken-, Banken- oder Euro-Pleite, fast an jeder gr\u00f6sseren Krise verdient Goldman Sachs kr\u00e4ftig mit. Dabei schreckt die Bank auch nicht davor zur\u00fcck, ganze Staaten in den Ruin st\u00fcrzen. Goldmans Finanzkonstrukte trieben Griechenland in den Ruin und die EU in die heutige finanzielle Krise. Goldman hat daran kr\u00e4ftig verdient: Milliarden auf Kosten der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung. Goldman Sachs unterh\u00e4lt ein undurchsichtiges, weltweit einzigartiges Netz zu ehemaligen Bankaderleuten in h\u00f6chsten politischen Positionen, so wie beispielsweise zu EZB-Chef Mario Draghi.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Manager des weltweit drittgr\u00f6ssten Minenproduzenten und Platinf\u00f6rderers <strong>Lonmin<\/strong> forderten das s\u00fcdafrikanische Bergbauministerium dazu auf, gegen streikende Arbeiter der Marikana-Mine die \u00abentsprechenden Massnahmen\u00bb zu ergreifen \u2013 mit Hilfe der Polizei oder der Armee. 44 protestierende Minenarbeiter wurden kurz darauf von der Polizei erschossen und 77 schwer verletzt. Einen Tag nach dem Massaker drohte Lonmin allen weiterhin Streikenden mit der Entlassung. Die in bitterer Armut lebenden Arbeiter hatten die Arbeit niedergelegt weil das Lonmin-Management wiederholt nicht zu Lohnverhandlungen erschienen war.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Der Schweizer Energiekonzern <strong>Repower<\/strong> will gegen den Widerstand der lokalen Bev\u00f6lkerung im italienischen Kalabrien ein Steinkohlekraftwerk bauen. Das geplante Kraftwerk liegt mitten im Herrschaftsgebiet der italienischen und europaweit vermutlich einflussreichsten Mafia-Verbindung `Ndrangheta. Repower ist eine Verbindung mit korrupter Politik und mafi\u00f6sen Strukturen eingegangen, um ein unerw\u00fcnschtes, sowohl sozial als auch \u00f6kologisch unvertr\u00e4gliches Kohlekraftwerk zu bauen. Ihre Entschlossenheit zum Bau hat Berlusconi veranlasst, eine \u00abLex Repower\u00bb zu erlassen, die die Regionen ihres Mitspracherechts beraubt.<\/p>\n<p class=\"Standa1\"><strong>Shell<\/strong> will zu jedem Preis in der Arktis nach \u00d6l bohren. Der \u00d6l-Konzern ignoriert Katastrophen-Warnungen von Wissenschaftlern sowie Millionen von Menschen, die die Arktis sch\u00fctzen wollen. Pete Slaiby, Vize-Chef von Shell Alaska sagte der BBC: \u00abDa gibt\u2019s nichts zu besch\u00f6nigen, ich denke mir, dass es \u00d6lunf\u00e4lle geben wird, und kein Unfall ist ok.\u00bb Weder diese bemerkenswerte Einsicht noch eine Pannenserie bei ersten Vorbereitungen in der Arktis haben Shell bisher dazu inspiriert, mehr Geld in Sicherheitsvorkehrungen zu investieren. Shell hat ausserdem die Umstellung auf erneuerbare Energien aus seiner langfristigen Strategie gestrichen.<\/p>\n<p>Am <strong>Donnerstag, 24. Januar 2013<\/strong> (9 Uhr, Kirchgemeindehaus Davos Platz) beleuchtet das WEF-kritische Public Eye das verantwortungslose Verhalten der Grosskonzerne im Rahmen einer <strong>internationalen Pressekonferenz in Davos<\/strong>. Dort werden die Empf\u00e4nger des <strong>Jury Award (Jurypreis)<\/strong> und des <strong>People\u2019s Award (Publikumspreis)<\/strong> bekannt gegeben. Der renommierte Autor, \u00d6konomie-Professor und Ex-Bankenregulator <strong>William K. Black<\/strong> (Buch: The Best Way to Rob a Bank is to Own One) wird dabei \u00fcber die kriminelle Energie der Konzerne, die Oligarchie der Finanzindustrie und den Zustand der Demokratie sprechen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Nominationen, Informationen und Wahl des \u00fcbelsten Unternehmens auf <span style=\"text-decoration: underline;\"><a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\">www.publiceye.ch<\/a><\/span><\/strong><\/li>\n<li>Werbeparodien hochaufl\u00f6send: <a href=\"https:\/\/dl.dropbox.com\/u\/7150725\/Peye\/SpoofsPublicEye2013.zip\">https:\/\/dl.dropbox.com\/u\/7150725\/Peye\/SpoofsPublicEye2013.zip<\/a><\/li>\n<li>Videomaterial zum den einzelnen F\u00e4llen: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/user\/publiceyeawards\">www.youtube.com\/user\/publiceyeawards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/publiceyeawards\">www.facebook.com\/publiceyeawards<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.twitter.com\/peawards\">www.twitter.com\/peawards<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Medienausk\u00fcnfte: Yves Zenger, Medienverantwortlicher Public Eye, +41 44 447 41 56 \/ +41 78 682 00 91<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ende Januar vergeben die Erkl\u00e4rung von Bern und Greenpeace w\u00e4hrend dem World Economic Forum (WEF) in Davos von Konzernen gef\u00fcrchteten, \u00abPublic Eye Awards\u00bb f\u00fcr die schlimmsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverst\u00f6ssen und&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6171","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6171\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6171"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6171"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}