{"id":6179,"date":"2013-01-23T00:00:00","date_gmt":"2013-01-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6179\/the-public-eye-awards-2013-schmaehpreise-gehen-an-goldman-sachs-und-shell\/"},"modified":"2019-05-30T07:20:10","modified_gmt":"2019-05-30T05:20:10","slug":"the-public-eye-awards-2013-schmaehpreise-gehen-an-goldman-sachs-und-shell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6179\/the-public-eye-awards-2013-schmaehpreise-gehen-an-goldman-sachs-und-shell\/","title":{"rendered":"The Public Eye Awards 2013: Schm\u00e4hpreise gehen an Goldman Sachs und Shell"},"content":{"rendered":"<p><b>In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben Greenpeace Schweiz und die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) heute mit der Vergabe der Public Eye Awards besonders krasse F\u00e4lle von Profitgier und Umwelts\u00fcnden von Unternehmen gebrandmarkt. Den diesj\u00e4hrigen Jurypreis erh\u00e4lt die US-Bank Goldman Sachs. Der Publikumspreis geht nach dem Willen von 41&#8217;800 Online-Votern mit grossem Vorsprung an den \u00d6lkonzern Shell. Starg\u00e4ste an der Medienkonferenz in Davos waren der Autor, \u00d6konom und Ex-Bankenregulator Professor William K. Black sowie der renommierte Wirtschaftsethiker Dr. Ulrich Thielemann.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"Standa1\">Mit den Public Eye Awards 2013 pr\u00e4mieren Greenpeace Schweiz und die EvB zwei Konzerne, die exemplarisch f\u00fcr jene WEF-Mitglieder und Unternehmen stehen, deren soziale und \u00f6kologische Vergehen die Kehrseite einer rein profitorientierten Globalisierung zeigen:<\/p>\n<p><strong>Goldman Sachs<\/strong> erh\u00e4lt den Jury-Award. Der US-Bankkonzern ist ein zentraler Akteur in der finanzgetriebenen Globalisierung, die die Profite von wenigen mit explodierender Ungleichheit und der Verarmung breiter Schichten bezahlt. Andreas Missbach, Finanzexperte der Erkl\u00e4rung von Bern sagt dazu: \u00abDie Derivate-Deals von Goldman, die Griechenland in die Eurozone schummelten, verpf\u00e4ndeten die Zukunft der Griechinnen und Griechen. Zudem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Dreht\u00fcr \u2013 durch den Wechsel in politische und \u00f6ffentliche \u00c4mter sichern sie der Bank die Gesch\u00e4fte von morgen.\u00bb Michael Baumgartner, Jury-Vorsitzender der Public Eye Awards erg\u00e4nzt: \u00abGoldman Sachs ist nicht nur einer der Hauptgewinner der Finanzkrise. Die Bank ist dar\u00fcber hinaus ein wichtiger Player im Rohstoff-Casino: Sie hat diese M\u00e4rkte als neue Geldquelle erschlossen und destabilisiert die Rohstoffpreise. Wenn die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel wie 2008 alle Rekorde brechen, werden Millionen Menschen in Hunger und Elend gest\u00fcrzt.\u00bb<\/p>\n<p>Der heutige Stargast der Preisverleihung, der renommierte Autor, \u00d6konom und Ex-Bankenregulator Professor William K. Black, sprach in Davos \u00fcber die kriminelle Energie der Konzerne, die Oligarchie der Finanzindustrie und den Zustand der Demokratie. Zu Goldman Sachs sagt er: \u00abMir ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Goldman Sachs nicht ein einzelner fauler Apfel an einem gesunden Baum ist, sondern exemplarisch f\u00fcr die <em>Systemically Dangerous Institutions<\/em> (SDIs) steht, also den Banken, die \u201etoo big to fail\u201c sind.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Shell <\/strong>ist bei besonders kontroversen, risikoreichen und schmutzigen \u00d6lf\u00f6rderprojekten immer mit dabei. So geht der von Online-Usern mit dem Publikums-Schm\u00e4hpreis bedachte niederl\u00e4ndisch-britische Konzern mit seinem Schweizer CEO Peter Voser auch besonders aggressiv vor auf der hochriskanten Suche nach fossilen Brennstoffen in der sensiblen Arktis. M\u00f6glich wurde diese durch den von Shell mitverursachten Klimawandel bzw. das Schwinden der arktischen Eisdecke. Jedes arktische Offshore-\u00d6lprojekt bedeutet neue CO2-Emissionen. Die \u00d6lreserven der Arktis reichen f\u00fcr bloss drei Jahre. Daf\u00fcr setzt Shell eines der letzten Naturparadiese der Erde aufs Spiel und gef\u00e4hrdet den Lebensraum von vier Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt. Der Konzern legte in den letzten Monaten eine bedenkliche Pannenserie hin, dabei hat er noch nicht einmal mit den \u00d6lbohrungen angefangen. Shells Sicherheitsvorkehrungen spotten jeder Beschreibung. Experten sind sich sicher: Eine \u00d6lkatastrophe ist jederzeit m\u00f6glich und kann unter den in der Arktis herrschenden Bedingungen kaum einged\u00e4mmt werden. Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International, sagt: \u00abShell hat 4,5 Milliarden Dollar in ein unsinniges, hochriskantes Projekt investiert und damit nur Probleme geschaffen. Die Publikumswahl zeigt, dass die \u00d6ffentlichkeit ein wachsames Auge auf Shell hat und dessen ruchloses Vorgehen auch in Zukunft sanktionieren wird.\u00bb<\/p>\n<p>Dr. Ulrich Thielemann<strong>,<\/strong>\u00a0Direktor der Denkfabrik f\u00fcr Wirtschaftsethik Berlin und von 2001 bis 2010 Vizedirektor des Instituts f\u00fcr Wirtschaftsethik der Universit\u00e4t St. Gallen, f\u00fchrte die Rolle der Wissenschaft in Initiativen wie dem Public Eye aus: \u00abDem r\u00fccksichtslosen Wettbewerb auf Kosten der Menschenrechte und der Umwelt durch Deregulierung und einen gnadenlosen <em>Race to the Bottom <\/em>muss ein Ende gesetzt werden. Wirklich verantwortungsbewusste Unternehmen m\u00fcssten diesen Schritt (Regulierung) begr\u00fcssen, denn er w\u00fcrde sie vom schmutzigen Konkurrenzkampf der <em>Corporate Wrongdoers<\/em>, also den fehlbaren Unternehmen, befreien.\u00bb<\/p>\n<p class=\"Standa1\">F\u00fcr die beiden Schm\u00e4hpreise nominiert waren neben Goldman Sachs und Shell die f\u00fcnf Firmen Alstom (FR), Coal India\u00a0(IN), G4S (UK), Lonmin (ZA) und Repower (CH).\u00a0<\/p>\n<p><strong>Weitere Infos auf <\/strong><strong><a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\">www.publiceye.ch<\/a>.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Werbeparodien zu Goldman Sachs und Shell finden Sie zum Download unter: <a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/news\/\">www.publiceye.ch\/de\/news\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Kumi Naidoo, Direktor Greenpeace International, via Radu Dumitra\u015fcu, +31 6 46 184 248, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/3b9e2650308a1087fc3d4fd0db66e17c.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'D8_E6_B9_F7_E4_BF_AA_B7_F6_BD_BB_B9_BD_A8_B6_BD_BD_AA_BF_98_AD_BB_AB_B9_AA_AC_B1_B5_AD_BC_F6_AD_BC_B9_AA_E6_FA_BF_AA_B7_F6_BD_BB_B9_BD_A8_B6_BD_BD_AA_BF_98_AD_BB_AB_B9_AA_AC_B1_B5_AD_BC_F6_AD_BC_B9_AA_E2_B7_AC_B4_B1_B9_B5_FA_E5_BE_BD_AA_B0_F8_B9_E4'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Michael Baumgartner, Jury-Vorsitzender Public Eye, +41 79 946 75 79, <span style=\"text-decoration: underline;\"><img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/53c6890f554c5dd4f0aa1e6c5226a472.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 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src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/95ae073cd4d8f32a0fe192fe565dcc7f.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_3', 'DD_E3_BC_F2_E1_BA_AF_B2_F3_B8_BE_BC_B8_AD_B3_B8_B8_AF_BA_9D_AF_B8_BA_B3_B8_A7_F3_AE_B8_AB_A4_E3_FF_BA_AF_B2_F3_B8_BE_BC_B8_AD_B3_B8_B8_AF_BA_9D_AF_B8_BA_B3_B8_A7_F3_AE_B8_AB_A4_E7_B2_A9_B1_B4_BC_B0_FF_E0_BB_B8_AF_B5_FD_BC_E1'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) haben Greenpeace Schweiz und die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) heute mit der Vergabe der Public Eye Awards besonders krasse F\u00e4lle von Profitgier und Umwelts\u00fcnden 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