{"id":6181,"date":"2012-09-05T00:00:00","date_gmt":"2012-09-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6181\/neuer-kurzfilm-visualisiert-unfall-in-muehleberg-fukushima-im-akw-muehleberg-was-wenn\/"},"modified":"2019-05-30T07:20:15","modified_gmt":"2019-05-30T05:20:15","slug":"neuer-kurzfilm-visualisiert-unfall-in-muehleberg-fukushima-im-akw-muehleberg-was-wenn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6181\/neuer-kurzfilm-visualisiert-unfall-in-muehleberg-fukushima-im-akw-muehleberg-was-wenn\/","title":{"rendered":"Neuer Kurzfilm visualisiert Unfall in M\u00fchleberg: Fukushima im AKW M\u00fchleberg \u2014 was wenn?"},"content":{"rendered":"<p><b>185\u2019000 Menschen im Gebiet von M\u00fchleberg \u00fcber Bern und Sursee bis zur Reuss m\u00fcssen ihre H\u00e4user f\u00fcr immer verlassen. 10\u2019000 km2 Land sind kontaminiert. Das entspricht einem Viertel der Fl\u00e4che der Schweiz. Der Aufenthalt am Bielersee ist gef\u00e4hrlich: Der See strahlt \u00fcber Jahrzehnte stark radioaktiv. Mit anderen Worten: Passiert Fukushima im AKW M\u00fchleberg, sind weite Teile der Schweiz zerst\u00f6rt. Dies zeigt der neue, animierte Kurzfilm \u00abWas passiert, wenn Fukushima in M\u00fchleberg geschieht?\u00bb (www.aefu.ch), den die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr Umweltschutz (AefU), die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte f\u00fcr soziale Verantwortung (PSR\/IPPNW) sowie Greenpeace heute an einer Medienkonferenz in Bern pr\u00e4sentierten. Der Film basiert auf den Resultaten einer neuen Studie des renommierten \u00d6ko-Instituts Darmstadt. Er zeigt: Geschieht Fukushima im AKW M\u00fchleberg sind weite Teile der Schweiz zerst\u00f6rt. Deshalb geh\u00f6rt der Altreaktor sofort abgeschaltet.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Tritt im AKW M\u00fchleberg Radioaktivit\u00e4t aus, erreicht die gef\u00e4hrliche Wolke nach nur einer Stunde die Bundesstadt Bern. Die Strahlung ist so stark, dass gem\u00e4ss Kernenergiegesetz 90\u2019000 Menschen u.a. aus der Stadt Bern und ihrer Umgebung sofort evakuiert werden m\u00fcssen. In so kurzer Zeit? Wohin? Beklemmend f\u00fchrt der animierte Kurzfilm <a href=\"http:\/\/www.aefu.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eWas passiert, wenn Fukushima in M\u00fchleberg geschieht?<\/a>&#187; die verheerenden Folgen einer Kernschmelze in M\u00fchleberg vor Augen. Er visualisiert die Resultate einer neuen Studie des \u00d6ko-Instituts Darmstadt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Hilfloser Katastrophenschutz <\/strong><\/p>\n<p>Das AKW M\u00fchleberg ist \u00fcber 40 Jahre alt. Logisch, dass seine Konstruktion veraltet und der Stahl erm\u00fcdet ist. \u00abDie Menschen sind zum Spielball von altem Stahl geworden. Bricht er wie in Fukushima, ist das verheerend f\u00fcr die Gesundheit der Schweizerinnen und Schweizer, ja f\u00fcr das ganze Land\u00bb, sagt Dr. med. Claudio Kn\u00fcsli von PSR\/IPPNW. Denn die Schweiz ist auf eine Atomkatastrophe nicht vorbereitet. Das belegt der Ida Nomex-Bericht vom 22. Juni 2012 an den Bundesrat: Evakuierungskonzepte fehlen, die medizinische Versorgung der Menschen ist nicht organisiert, Teile der F\u00fchrung des Katastrophenschutzes \u00a0versagen nach wenigen Tagen wegen \u00dcberm\u00fcdung und der Kontakt zum havarierten AKW besteht nur, solange das \u00f6ffentliche Telefonnetz funktioniert. \u00abDas widerspricht dem Eidgen\u00f6ssischen Kernenergiegesetz, das einen funktionierenden Katastrophenschutz als zwingende Bedingung f\u00fcr den Betrieb auch des AKW M\u00fchleberg voraussetzt\u00bb, stellt Dr. med. Peter K\u00e4lin, Pr\u00e4sident der AefU, klar.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Inkaufnahme der Zerst\u00f6rung weiter Teile des Landes<\/strong><\/p>\n<p>Diesen Widerspruch haben nach Fukushima auch AKW-Betreiber und Beh\u00f6rden erkannt. Deshalb versuchen sie, den Katastrophenschutz f\u00fcr einen schweren Unfall auszubauen. Das \u00d6ko-Instituts Darmstadt allerdings \u00a0belegt: Der Schutz der Menschen ist bei einem schweren Atomunfall aussichtslos. Die Beh\u00f6rden aber versuchen, den nicht m\u00f6glichen Katastrophenschutz sch\u00f6n zu reden. \u00abDas k\u00f6nnen wir als \u00c4rzte nicht hinnehmen\u00bb, so K\u00e4lin. Und Dr. med. Claudio Kn\u00fcsli bilanziert: \u00abEin Ausbau des Katastrophenschutzes ist nichts anderes als der Versuch, das AKW M\u00fchleberg zu legitimieren. De facto bedeutet der Weiterbetrieb, die Zerst\u00f6rung weiter Teile des Landes in Kauf zu nehmen.\u00bb Darum verlangen AefU, PSR\/IPPNW und Greenpeace die Stilllegung von M\u00fchleberg \u2013 zum sofortigen Schutz der Menschen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Den animierten Kurzfilm und weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter <\/strong><a href=\"http:\/\/www.aefu.ch\/\"><strong>www.aefu.ch<\/strong><\/a><strong>, \u00a0unter <\/strong><a href=\"http:\/\/www.ippnw.ch\/\"><strong>www.ippnw.ch<\/strong><\/a><strong>und <\/strong><a href=\"\/switzerland\/de\/Themen\/Stromzukunft-Schweiz\/Atomstrom\/Wo-endet-die-Reise-wenn-der-Reaktor-explodiert\/Fukushima-in-Muehleberg\/\"><strong>www.greenpeace.ch<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Christian K\u00fcppers, \u00d6ko-Institut Darmstadt\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 0049 170 562 63 97<\/p>\n<p>Dr. med. Peter K\u00e4lin, Pr\u00e4sident AefU \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 079 636 51 15<\/p>\n<p>Dr. med. Claudio Kn\u00fcsli, Vorstand PSR\/IPPNW \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 079 435 90 72<\/p>\n<p>Florian Kasser, Atomkampagne Greenpeace\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 076 345 26 55<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>185\u2019000 Menschen im Gebiet von M\u00fchleberg \u00fcber Bern und Sursee bis zur Reuss m\u00fcssen ihre H\u00e4user f\u00fcr immer verlassen. 10\u2019000 km2 Land sind kontaminiert. 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