{"id":6189,"date":"2012-08-30T00:00:00","date_gmt":"2012-08-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6189\/eisbaer-paul-setzt-sich-in-widen-bei-shell-chef-ins-bett\/"},"modified":"2019-05-30T07:20:29","modified_gmt":"2019-05-30T05:20:29","slug":"eisbaer-paul-setzt-sich-in-widen-bei-shell-chef-ins-bett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6189\/eisbaer-paul-setzt-sich-in-widen-bei-shell-chef-ins-bett\/","title":{"rendered":"Eisb\u00e4r Paul setzt sich in Widen bei Shell-Chef ins Bett"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich\/Widen\/AG, 31. August 2012. Seit Wochen besucht Eisb\u00e4r Paul das Haus von Shell-Chef Peter Voser. Als Antwort bekam er nur Ignoranz. Jetzt hat er vor Vosers Auffahrt ein Bett aufgestellt und sich h\u00e4uslich eingerichtet. Dieses ist nicht nur zum Kuscheln da. Beobachtet von einem privaten Sicherheitsdienst und der Polizei zeigt Paul jetzt auch seine Krallen und fordert den Shell-Chef ultimativ auf, auf \u00d6lbohrungen in der Arktis zu verzichten.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Es ist sein achter Versuch. Wochenende f\u00fcr Wochenende trottet Eisb\u00e4r Paul nach Widen. Seine Mission: Shell von seiner Heimat fernzuhalten. Doch der Shell-Chef zeigte Paul die kalte Schulter, verweigerte jeglichen Dialog und heuerte private Sicherheitskr\u00e4fte gegen den vertriebenen Arktisbewohner ein. Grund genug, nun auch seine Krallen zu zeigen. Es ist Zeit, dass Voser von seinem unverantwortlichen Tun abl\u00e4sst und einwilligt, auf \u00d6lbohrungen in der Arktis zu verzichten.<\/p>\n<p>Paul hinterliess Voser bereits mehrere Briefe mit der Forderung, die H\u00e4nde von seiner Heimat zu lassen. Sie blieben unbeantwortet. Voser er\u00f6ffnete mit Shell einen Wettlauf um \u00d6lreserven in der Arktis. Der niederl\u00e4ndisch-britische \u00d6lkonzern will in den n\u00e4chsten Wochen in Alaska erste Probebohrungen vornehmen.<\/p>\n<p>Die \u00d6lreserven der Arktis decken den weltweiten \u00d6lbedarf lediglich drei Jahre lang. Daf\u00fcr nimmt Shell die Zerst\u00f6rung eines der letzten intakten \u00d6kosysteme in Kauf. Pauls Heimat k\u00f6nnte schon bald \u00f6lverseucht sein. Und eisfrei. Denn Wissenschaftler melden einen neuen Minus-Eisrekord: Das Eis im Nordpolarmeer ist in diesem Jahr st\u00e4rker geschmolzen als je zuvor seit Beginn der Satellitenaufzeichnungen. Bis Mitte September wird es weiter schmelzen. Der Nordpol wird in absehbarer Zeit im Sommer ganz eisfrei und f\u00fcr \u00d6ltanker befahrbar sein. Um nach noch mehr \u00d6l zu bohren. Ein Teufelskreis.<\/p>\n<p>Dass \u00d6lbohrungen in der Arktis ein Spiel mit dem Feuer sind, hat sogar BP eingesehen. Der Konzern, der das Desaster im Golf von Mexiko angerichtet hatte, legte seine Arktis-Pl\u00e4ne wegen des unkalkulierbaren Risikos unl\u00e4ngst auf Eis.<\/p>\n<p>Shell scheint das nicht zu k\u00fcmmern. Nach einigen R\u00fcckschl\u00e4gen und technischen Problemen mit ihrer Flotte forderte Shell eine Verl\u00e4ngerung der Bohrzeit in der Arktis. Im Juli war Shells \u00d6lbohrschiff Noble Discoverer gef\u00e4hrlich nahe ans Ufer von Dutch Harbor in Alaska geraten. Laut Augenzeugen lief das Schiff auf Grund. Der Vorfall zeigt das Risiko, das Shell mit Probebohrungen in der hochsensiblen Arktis eingehen will. Die US-Regierung hatte urspr\u00fcnglich mit dem Konzern vereinbart, dass dieser die Bohrungen in der Tschuktschensee am 24. September beendet. Ob sie einen Aufschub gew\u00e4hrt muss bezweifelt werden.<\/p>\n<p>\u00abStarke St\u00fcrme und Eisbedeckung im Winter machen \u00d6lbohrungen in der Arktis zu einem waghalsigen Unterfangen\u00bb, sagt Nadine Berthel von Greenpeace Schweiz. \u00abEine schnelle Antwort auf ein \u00d6lleck ist wegen der langen Dunkelperioden und der Abgelegenheit nahezu unm\u00f6glich. Falls Shell in der Arktis bohrt ist es daher weniger eine Frage ob, sondern eher wann es zu einer \u00d6lkatastrophe kommt.\u00bb<\/p>\n<p>\u00dcberall in der Schweiz und in der ganzen Welt l\u00f6sen Paul und seine Artgenossen eine Welle der Solidarit\u00e4t aus. 1,6 Millionen Arktissch\u00fctzerinnen und Arktissch\u00fctzer sprechen sich bereits f\u00fcr ein Schutzgebiet im Hohen Norden aus. Die Zahl steigt st\u00e4ndig weiter. Greenpeace will ihre Namen in einer Zeitkapsel am Nordpol versenken &#8211; als Mahnmal, dass die Arktis der ganzen Menschheit geh\u00f6rt und nicht den Interessen einiger Grosskonzerne wie Shell geopfert werden darf. Unter den Unterzeichnenden befinden sich prominente Namen wie Paul McCartney, Penelope Cruz, Robert Redford, Thom Yorke, Pedro Almodovar, Emily Blunt und viele mehr.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert Shell auf, die \u00d6lbohrpl\u00e4ne zu stoppen. Die Umweltorganisation wird im Herbst einen Appell an die UNO richten: Die Politik soll alle \u00d6lbohrungen in der Arktis verhindern und stattdessen ein dauerhaftes Schutzgebiet einrichten, in dem die F\u00f6rderung von \u00d6l und Gas ebenso verboten bleibt wie die \u00a0industrielle Fischerei. Damit Pauls Artgenossen vielleicht \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Nadine Berthel, Arktis-Kampagne Greenpeace Schweiz, +41 77 436 13 87, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/e374df02-e374df02-cf259e24f0ae854deccec8e554512b32.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', '39_07_58_16_05_5E_4B_56_17_5C_5A_58_5C_49_57_5C_5C_4B_5E_79_55_5C_51_4D_4B_5C_5B_17_5C_57_50_5D_58_57_07_1B_5E_4B_56_17_5C_5A_58_5C_49_57_5C_5C_4B_5E_79_55_5C_51_4D_4B_5C_5B_17_5C_57_50_5D_58_57_03_56_4D_55_50_58_54_1B_04_5F_5C_4B_51_19_58_05'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Yves Zenger, Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 78 682 00 91, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4b73c1c9-4b73c1c9-c79f379690ee74a77264592699c5e4ae.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', '31_0F_50_1E_0D_56_43_5E_1F_54_52_50_54_41_5F_54_54_43_56_71_54_5D_5D_54_45_42_54_42_42_54_43_41_0F_13_56_43_5E_1F_54_52_50_54_41_5F_54_54_43_56_71_54_5D_5D_54_45_42_54_42_42_54_43_41_0B_5E_45_5D_58_50_5C_13_0C_57_54_43_59_11_50_0D'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\">www.savethearctic.org<\/a><\/p>\n<p>Pressebilder zum Downloaden: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/pressebilder\">http:\/\/www.greenpeace.ch\/pressebilder<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich\/Widen\/AG, 31. 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