{"id":61937,"date":"2020-12-08T13:00:49","date_gmt":"2020-12-08T12:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=61937"},"modified":"2020-12-08T17:13:11","modified_gmt":"2020-12-08T16:13:11","slug":"nestle-aktivistinnen-ueberbringen-mahnmal-mit-plastikabfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/61937\/nestle-aktivistinnen-ueberbringen-mahnmal-mit-plastikabfall\/","title":{"rendered":"Nestl\u00e9: AktivistInnen \u00fcberbringen Mahnmal mit Plastikabfall"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Heute haben AktivistInnen Nestl\u00e9s Hauptsitz in der Schweizer Stadt Vevey aufgesucht. Sie brachten dem Konzern ein Mahnmal, das ans Nestl\u00e9-Logo erinnert: Ein Vogelnest mit zahlreichem Plastikabfall des Konzerns. Eine Woche zuvor hat der Bericht \u00abBranded\u00bb aufgezeigt, dass Nestl\u00e9 der drittgr\u00f6sste Plastikverschmutzer der Welt ist. Greenpeace Schweiz fordert, dass der Gigant seinen Kunststoffverbrauch mittels Mehrwegsystemen drastisch reduziert.<\/strong><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-medium caption-alignment-center\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"533\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2a126c27-gp1suo6o_web_size.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-61938\"\/><figcaption><div class=\"credit icon-left\">  \u00a9 Greenpeace \/ Jo\u00ebl Hunn<\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Heute um halb zehn Uhr morgens ist unangek\u00fcndigter Besuch an Nestl\u00e9s Hauptsitz in Vevey eingetroffen: F\u00fcnf AktivistInnen haben ein riesiges Vogelnest \u00fcberbracht, das an Nestl\u00e9s Konzernlogo erinnert. Rund vier Meter breit ist das Mahnmal, zahlreicher Einwegplastik des Konzerns ist darin verwoben. Mit demselben Plastikabfall f\u00fcttert ein \u00fcberdimensionaler Vogel darin seine K\u00fcken. \u00abNestl\u00e9 Stop feeding the world with plastic\u00bb, so die Forderung auf Bannern. Der Nahrungsmittelkonzern soll aufh\u00f6ren, die Welt mit Plastik zu \u00abf\u00fcttern\u00bb.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Eine Woche zuvor, am 2. Dezember 2020, hat die Bewegung \u00abBreak Free From Plastic\u00bb Nestl\u00e9 zum drittgr\u00f6ssten Plastikverschmutzer der Welt ernannt. Nur Coca-Cola und PepsiCo verm\u00fcllen die Erde noch mehr mit Kunststoff, wie der Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/61555\/die-groessten-plastikverschmutzer-2020\/\">\u00abBranded Vol III.\u00bb<\/a> darlegt. Auch die Ellen MacArthur Foundation stellte k\u00fcrzlich in einem <a href=\"https:\/\/www.newplasticseconomy.org\/assets\/doc\/Global-Commitment-2020-Progress-Report.pdf\">Bericht<\/a> fest, dass Nestl\u00e9 keinerlei Fortschritte hinsichtlich Mehrweg unternommen hat.\u00a0<\/p>\n\n<p>Um Nestl\u00e9-CEO Mark Schneider an seine Verantwortung zu erinnern, ist auch Matthias W\u00fcthrich von Greenpeace Schweiz vor Ort in Vevey. \u00abDer Konzern Nestl\u00e9 behauptet, die von ihm verursachte Kunststoff-Verschmutzung l\u00f6sen zu wollen. Aber die Tatsachen sprechen eine andere Sprache. Nestl\u00e9s Einwegplastik belastet Umwelt und Klima in einem Ausmass, das nur eine radikale Umstellung auf Mehrweg-L\u00f6sungen eind\u00e4mmen kann\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich, Experte f\u00fcr Zero Waste.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich<\/strong><\/p>\n\n<p>Daran \u00e4ndert auch die Klima-Roadmap nichts, die der Konzern am vorangehenden Donnerstag publizierte. Der Plan baut auf einer guten Grundlage auf, die Massnahmen sind aber noch mangelhaft. \u00abNestl\u00e9 setzt bei der Vermeidung von Umwelt- und Klima belastendem Plastik auf Scheinl\u00f6sungen wie Recycling und ungepr\u00fcfte Technologien. Die dringend n\u00f6tige Umstellung auf Mehrwegl\u00f6sungen schiebt der Konzern hingegen auf die lange Bank\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich.<\/p>\n\n<p>Die Zahlen sprechen f\u00fcr sich: Allein 2019 sp\u00fclte Nestl\u00e9 gesamt 1\u2019524\u2019000 Tonnen Kunststoff in die Welt, nur 1 Prozent davon waren wiederverwendbar. Und dieser Plastik verschmutzt nicht nur die Umwelt, er feuert auch die Erderw\u00e4rmung an: 2018 hat der Kunststoffverbrauch 12 Prozent von Nestl\u00e9s CO2-Emissionen ausgemacht. Das sind 11 Millionen Tonnen, was einem Viertel des CO2-Jahresverbrauchs der gesamten Schweiz entspricht.<\/p>\n\n<p>Der heute gelandete Vogel ermahnt Nestl\u00e9, endlich auf Mehrweg umzustellen. Erst signalisierten MitarbeiterInnen des Konzerns, die Skulptur pers\u00f6nlich entgegenzunehmen. Doch dann \u00e4nderte sich der Wind: Das Eingangstor wurde zugesperrt und sieben PolizistInnen nahmen Personalien der Anwesenden auf. Matthias W\u00fcthrich gelang es gerade noch, die schriftlich festgehaltenen Forderungen ins Nest zu legen. Darauf haben die AktivistInnen, welche die geltenden Schutzregeln stets eingehalten haben, den Hauptsitz verlassen. Vorerst. Tr\u00e4gt der Konzern weiterhin keine Verantwortung, muss er sich auf k\u00fcnftigen Besuch gefasst machen. Inklusive Retoure des hauseigenen Plastikabfalls.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Weitere Informationen&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Bilder<\/strong> sind unter<a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/shoot\/27MDHU5IF3R\"> diesem<\/a> Link verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n<p><strong>Berichte:<br><\/strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/61555\/die-groessten-plastikverschmutzer-2020\/\">\u00abBranded Vol III.\u00bb<\/a> <br><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/36857\/schluss-mit-scheinloesungen\/\">\u00abDie Zukunft wegwerfen: Scheinl\u00f6sungen der Unternehmen gegen die Plastikverschmutzung\u00bb&nbsp;<\/a> <br><a href=\"https:\/\/www.newplasticseconomy.org\/assets\/doc\/Global-Commitment-2020-Progress-Report.pdf\">\u00abThe Global Commitment 2020\u00bb<\/a> der Ellen MacArthur Foundation&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><br>Matthias W\u00fcthrich, Zero-Waste-Experte Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 31 (vor Ort), <a href=\"mailto:matthias.wuethrich@greenpeace.org\">matthias.wuethrich@greenpeace.org<br><br><\/a>Eva-Maria Schleiffenbaum, Mediensprecherin Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 60, <br><a href=\"mailto:eva-maria.schleiffenbaum@greenpeace.org\">eva-maria.schleiffenbaum@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute haben AktivistInnen Nestl\u00e9s Hauptsitz in der Schweizer Stadt Vevey aufgesucht. Sie brachten dem Konzern ein Mahnmal, das ans Nestl\u00e9-Logo erinnert: Ein Vogelnest mit zahlreichem Plastikabfall des Konzerns.  Eine Woche zuvor hat der Bericht \u00abBranded\u00bb aufgezeigt, dass Nestl\u00e9 der drittgr\u00f6sste Plastikverschmutzer der Welt ist. Greenpeace Schweiz fordert, dass der Gigant seinen Kunststoffverbrauch mittels Mehrwegsystemen drastisch reduziert.<\/p>\n","protected":false},"author":46,"featured_media":61938,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[37],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-61937","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","category-unkategorisiert","tag-zero-waste","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61937","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/46"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=61937"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/61937\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/61938"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=61937"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=61937"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=61937"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=61937"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=61937"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}