{"id":6202,"date":"2012-05-21T00:00:00","date_gmt":"2012-05-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6202\/auf-basler-boden-waechst-gentech-raps\/"},"modified":"2019-05-30T07:20:45","modified_gmt":"2019-05-30T05:20:45","slug":"auf-basler-boden-waechst-gentech-raps","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6202\/auf-basler-boden-waechst-gentech-raps\/","title":{"rendered":"Auf Basler Boden w\u00e4chst Gentech-Raps"},"content":{"rendered":"<p><b>Basel, 23. Mai 2012. An zwei Standorten in der Stadt Basel und einem Standort in Muttenz w\u00e4chst Gentech-Raps. Genmanipulierter Raps darf in der Schweiz nicht in die Umwelt gelangen. Auch die Einfuhr als Lebens- oder Futtermittel ist untersagt. Sechs Greenpeace-AktivistInnen sind seit heute Morgen daran, die Pflanzen einzusammeln und werden sie in den kommenden Stunden bei den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden abliefern.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>In Kleinh\u00fcningen, Basel-St. Johann und Muttenz wachsen verwilderte Gentech-Rapspflanzen. Es handelt sich um die herbizidresistente Sorte GT73 des US-Agrochemiekonzerns Monsanto. Greenpeace f\u00fchrte mit dem \u00d6ko-B\u00fcro Biome an verschiedenen Orten der Nordschweiz Tests durch. Von 136 getesteten Pflanzen an den drei Standorten sind 29 genmanipuliert. Es ist anzunehmen, dass die Gentech-Rapspflanzen beim Entladen von Schiffen oder von G\u00fcterz\u00fcgen herunter gefallen waren. Sechs Greenpeace-AktivistInnen haben heute Morgen damit begonnen, die Gentech-Pflanzen einzusammeln und werden sie in den kommenden Stunden dem f\u00fcr Biosicherheitsfragen zust\u00e4ndigen Kantonalen Laboratorium Basel-Stadt sowie dem Sicherheitsinspektorat des Kantonalen Umweltamtes Baselland abgeben.<\/p>\n<p>Es ist weder in der Schweiz noch in der EU erlaubt, Gentech-Raps in die Umwelt freizusetzen. Einmal im Freiland, sind Gentech-Pflanzen sehr schwer oder gar nicht mehr aus der Umwelt zu entfernen. Gerade Raps verbreitet sich schnell. Rapssamen k\u00f6nnen auch noch nach Jahren keimen. Gentech-Raps wird in den USA und Kanada angebaut. Als Folge davon ist dort die gentechfreie Rapsproduktion praktisch vollst\u00e4ndig zum Erliegen gekommen. Ursache sind weit verbreitete Verunreinigungen von Feldern und Ernten und von Exportchargen, die nicht zuletzt auch nach Europa geliefert werden. Ein weiterer Grund f\u00fcr das Verschwinden der gentechfreien Rapsproduktion ist die Konzentration im Saatgutmarkt. Ein paar wenige Gentech-Konzerne diktieren in Nordamerika das Saatgutangebot, es wird praktisch kein gentechfreies Saatgut mehr verkauft.<\/p>\n<p>Nach wie vor fehlen langfristige unabh\u00e4ngige Untersuchungen \u00fcber m\u00f6gliche Gesundheitsauswirkungen von Gentech-Produkten auf Mensch und Tier. Klar ist: Der Anbau von Gentech-Pflanzen st\u00fctzt eine chemieintensive Landwirtschaft, die B\u00f6den,\u00a0 Gew\u00e4sser und die Artenvielfalt sch\u00e4digt. So \u00fcbersteht der Gentech-Raps GT73 Spritzungen mit dem Totalherbizid Roundup. Wenn Gentech-Raps auf wilde Artverwandte auskreuzt, k\u00f6nnen sich so genannte Superunkr\u00e4uter bilden. Die sind dann gegen Giftduschen ebenfalls resistent. Es braucht andere, noch st\u00e4rkere Herbizide, um sie zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert von Importeuren, ihre Qualit\u00e4tskontrollen bei Futter-, Lebensmittel- und Saatgutimporten zu versch\u00e4rfen. Die Hafenbetreiberin Schweizerische Rheinh\u00e4fen und die kantonalen Beh\u00f6rden m\u00fcssen zudem ihre Umweltkontrollen \u00fcberpr\u00fcfen um sicher zu stellen, dass k\u00fcnftig in ihren zust\u00e4ndigen Gebieten kein Gentech-Raps mehr w\u00e4chst. Wer die Verantwortung f\u00fcr den ausgewilderten Gentech-Raps in der Region Basel tr\u00e4gt, ist kaum feststellbar. Die Kosten, die Umwelt von Gentech-Pflanzen frei zu halten, tr\u00e4gt die Allgemeinheit. Dies obwohl die \u00fcberwiegende Mehrheit der Bev\u00f6lkerung gar keine Gentech-Produkte will, wie Umfragen und Abstimmungen immer wieder zeigten. Eigentliche Verursacherin von weltweiten Kontaminationsf\u00e4llen mit Gentech-Raps ist schlussendlich die Herstellerin von Gentech-Raps GT73, Monsanto. Greenpeace pr\u00fcft nun M\u00f6glichkeiten, Monsanto in die Pflicht zu nehmen. \u00abIn der Schweiz steht demn\u00e4chst ein wichtiger Entscheid an. Das Schweizer Parlament hat es in der Hand, das bis Ende 2013 dauernde Anbau-Moratorium f\u00fcr Gentech-Pflanzen zu verl\u00e4ngern. Nur eine konsequente Absage an die Agro-Gentechnik garantiert eine selbstbestimmte und auf Qualit\u00e4t ausgerichtete Landwirtschaft\u00bb, sagt Marianne K\u00fcnzle von Greenpeace Schweiz.<\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen und Update zur laufenden Aktion unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\">www.greenpeace.ch<\/a> oder bei: <\/strong><strong><span style=\"font-size: 11pt; font-family: Helvetica;\"><img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/abaf8d88b208451818921c1bef4c77de.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', '9D_A3_FC_B2_A1_F8_F1_E7_F3_61_D6_BD_F8_F3_F3_FC_F4_EF_FC_D0_A3_BF_FA_EF_F2_B3_F8_FE_FC_F8_ED_F3_F8_F8_EF_FA_DD_F8_F1_E7_F3_F8_E8_F6_B3_F8_F3_F3_FC_F4_EF_FC_F0_A7_F2_E9_F1_F4_FC_F0_BF_A0_FB_F8_EF_F5_BD_FC_A1'));\/\/--><\/script>, Landwirtschafts-Kampagne, Greenpeace Schweiz, 079 410 76 48<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>Bilder ab ca. 14 Uhr unter www.greenpeace.ch\/medienbilder\/<\/strong><\/p>\n<p class=\"Standa\"><strong><span style=\"font-size: 11pt; font-family: Helvetica;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basel, 23. Mai 2012. An zwei Standorten in der Stadt Basel und einem Standort in Muttenz w\u00e4chst Gentech-Raps. Genmanipulierter Raps darf in der Schweiz nicht in die Umwelt gelangen. Auch&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[33],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6202","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6202","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6202"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6202\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6202"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6202"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}