{"id":6206,"date":"2012-06-08T00:00:00","date_gmt":"2012-06-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6206\/trommeln-fuer-den-schutz-des-amazonas\/"},"modified":"2019-05-30T07:20:50","modified_gmt":"2019-05-30T05:20:50","slug":"trommeln-fuer-den-schutz-des-amazonas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6206\/trommeln-fuer-den-schutz-des-amazonas\/","title":{"rendered":"Trommeln f\u00fcr den Schutz des Amazonas"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 9. Juni 2012. Zwei Wochen vor Beginn des UNO-Umweltgipfels Rio+20 haben Greenpeace Schweiz, die Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker (GfbV) und das Klimacamp heute zu einer Kundgebung f\u00fcr den Amazonas aufgerufen. Mit einem friedlichen Demonstrationszug und anschliessendem Trommelkonzert (von \u00abOficina de Percuss\u00e3o\u00bb, \u00abZussamba\u00bb und \u00abRhythm Family\u00bb) haben mehrere hundert Menschen auf der Z\u00fcrcher Rathausbr\u00fccke darauf aufmerksam gemacht, dass die gr\u00fcne Lunge der Erde durch die Ver\u00e4nderungen im brasilianischen Waldgesetz in akute Gefahr geraten ist.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>In knapp zwei Wochen findet der UNO-Umweltgipfel Rio+20 statt, wo sich Brasilien als gr\u00fcner Gastgeber profilieren will. Doch in Wirklichkeit ist die brasilianische Regierung derzeit im Begriff, den Schutz des Amazonas &#8211; des gr\u00f6ssten Regenwaldes der Welt \u2013 durch folgenschwere \u00c4nderungen des Waldgesetzes massiv zu schw\u00e4chen. Pr\u00e4sidentin Dilma Rousseff hat vor dem Druck des Agrarsektors kapituliert und nur ein sehr schwaches Teilveto gegen das neue Waldgesetz eingelegt. Sie liess sogar die Amnestie\u2013Klausel zu, welche zur Folge hat, dass ein Grossteil der illegalen Abholzung vor 2008 nicht mehr bestraft wird und auch nicht wieder aufgeforstet werden muss. So entsteht ein Anreiz, weiterhin illegal abzuholzen. Dilma billigte zudem, dass der Anteil Wald, der auf einem Grundbesitz gesch\u00fctzt werden muss, in einigen Bundesstaaten von 80 % auf 50 % reduziert werden kann.<\/p>\n<p>\u00abWenn die gr\u00fcne Lunge der Erde zerst\u00f6rt wird, geht uns das alle etwas an\u00bb, sagt Mirjam Kopp von Greenpeace. \u00abIm Kampf gegen den Klimawandel ist die Erhaltung des Amazonas-Regenwaldes absolut erforderlich\u00bb. Brasilien hat sich in den letzten Jahren durch seine Entwaldungsrate zum viertgr\u00f6ssten CO2-Emittenten der Welt entwickelt. Fast 18 % seiner tropischen Regenw\u00e4lder sind in den vergangenen vierzig Jahren verschwunden. Brasilien hatte versprochen, den Treibhausgasaustoss bis 2020 um 40 % zu reduzieren. Mit den schwerwiegenden Ver\u00e4nderungen am Waldgesetz kann dies kaum eingehalten werden.<\/p>\n<p>Brasilien investiert in riesige D\u00e4mme und Strassen und will \u00fcber gewaltige Regenwaldgebiete Rohstoffe abbauen. Christoph Wiedmer, GfbV-Gesch\u00e4ftsleiter, sagt dazu: \u00abDie Situation ist \u00e4usserst besorgniserregend. Es darf nicht sein, dass die Indigenen \u2013 allen voran die Unkontaktierten \u2013 die Leidtragenden einer vermeintlich nachhaltigen Entwicklung sind.\u00bb<\/p>\n<p>Nun braucht es die Umsetzung der Rechte der indigenen V\u00f6lker und einen Entwaldungsstopp. Nur so kann der Amazonas als Lebensraum erhalten bleiben und seine wichtige Rolle f\u00fcr das Klima erf\u00fcllen. Deshalb hat Greenpeace in Brasilien eine Volksinitiative f\u00fcr ein Null-Entwaldungsgesetz gestartet, welches schon von \u00fcber 300\u2019000 Brasilianerinnen und Brasilianern unterzeichnet wurde. Die Veranstalter der heutigen Trommeldemo fordern die Schweizer Regierung auf, Dilma Rousseff w\u00e4hrend Rio+20 nahezulegen, diese Volksinitiative zu unterst\u00fctzen statt eine massive Schw\u00e4chung des Waldgesetzes zuzulassen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Informationen unter <\/strong><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\"><strong>www.greenpeace.ch<\/strong><\/a><strong>, <\/strong><a href=\"http:\/\/www.gfbv.ch\/\"><strong>www.gfbv.ch<\/strong><\/a><strong>, <\/strong><a href=\"http:\/\/www.klimacamp.ch\/\"><strong>www.klimacamp.ch<\/strong><\/a><strong> oder bei:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mirjam Kopp, Greenpeace Schweiz: +41 77<\/strong><strong> 459 90 20<\/strong><\/p>\n<p><strong>Christoph Wiedmer, GfbV: +41 79 679 01 24<\/strong><\/p>\n<p><strong>Medientelefon Klimacamp: +41 79 480 19 74<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 9. Juni 2012. 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