{"id":62181,"date":"2020-12-10T15:12:39","date_gmt":"2020-12-10T14:12:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=62181"},"modified":"2022-07-26T09:50:14","modified_gmt":"2022-07-26T07:50:14","slug":"der-nationalrat-geht-beim-trinkwasserschutz-in-die-richtige-richtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/62181\/der-nationalrat-geht-beim-trinkwasserschutz-in-die-richtige-richtung\/","title":{"rendered":"Der Nationalrat geht beim Trinkwasserschutz in die richtige Richtung"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-table\"><table><tbody><tr><td><strong>Die vier Umweltorganisationen Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und Greenpeace Schweiz begr\u00fcssen es, dass das Parlament den Trinkwasserschutz verbessert hat. Dies ist ein guter erster Schritt, aber es liegt noch ein weiter Weg vor uns. Der St\u00e4nderat muss die dr\u00e4ngenden Herausforderungen nun auch mit der neuen Agrarpolitik AP22+ angehen.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/td><\/tr><tr><td><strong>Der Nationalrat ist dem St\u00e4nderat gefolgt und hat beschlossen, das Vorsorgeprinzip beim Trinkwasserschutz moderat zu verbessern. Er sprach sich auch f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung der Kantone bei der Bezeichnung der Zustr\u00f6mbereiche f\u00fcr im \u00f6ffentlichen Interesse liegende Grundwasserfassungen aus.Leider verzichtete der Nationalrat darauf, bei der Frage der N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcsse klare Ziele festzulegen.\u00a0Die heutigen Beschl\u00fcsse sind ein erster Schritt, reichen aber nicht aus, um Antworten auf die immensen \u00f6kologischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Schweizer Landwirtschaft zu geben. Deshalb bleibt die neue Agrarpolitik AP22+ unverzichtbar.\u00a0<\/strong><br><br>Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft vom WWF Schweiz:\u00a0<em>&#171;Der Kompromiss des St\u00e4nderats, der nun vom Nationalrat angenommen wurde, erm\u00f6glicht einen besseren Trinkwasserschutz, ohne die Landwirtschaft zu stark zu beeintr\u00e4chtigen. Dieser Vorschlag hat eine erfreulich breite Unterst\u00fctzung von links bis rechts im Parlament gefunden.\u201d<\/em><br>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft bei Greenpeace Schweiz:<em>\u201cDie moderate Verbesserung des Trinkwasserschutzes ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Dennoch: Der Pestizid-Einsatz muss drastisch reduziert werden, um Luft, Wasser und B\u00f6den besser zu sch\u00fctzen und die Landwirtschaft insgesamt auf einen nachhaltigen Kurs zu bringen.&#187;<\/em><br>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft bei BirdLife Schweiz:<em>\u201cEs br\u00e4uchte eigentlich eine N\u00e4hrstoff-Reduktion von mindestens 40 Prozent, damit die Tragf\u00e4higkeit der \u00d6kosysteme ber\u00fccksichtigt und das aktuelle Umweltrecht respektiert sind.\u201c<\/em><br>Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik bei Pro Natura:\u00a0<em>\u201cZus\u00e4tzlich zum heutigen Entscheid des Nationalrates ist es nun essentiell, dass der St\u00e4nderat die Behandlung der AP22+ anpackt. Er darf nicht sein, dass die von der\u00a0\u00a0Agrarlobby vorangetriebene Verz\u00f6gerungstaktik zu einer Sistierung der bundesr\u00e4tlichen Vorlage f\u00fchrt.\u201d<\/em><br><br>Eine Mehrheit des Nationalrates setzt sich f\u00fcr eine Verbesserung des Trinkwasserschutzes ein. Zusammen mit dem ebenfalls angenommenen Absenkpfad Pestizidrisiken ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Leider spricht sich die Grosse Kammer bei den N\u00e4hrstoff\u00fcbersch\u00fcssen f\u00fcr eine absolute Minimall\u00f6sung aus. Damit f\u00e4llt er weit hinter den urspr\u00fcnglichen Vorschlag des Bundesrates zur\u00fcck. Dabei w\u00e4re ein ambitionierter Absenkpfad f\u00fcr N\u00e4hrstoffe dringend: Die Schweiz weist enorme Stickstoff- und Phosphor-\u00dcbersch\u00fcsse auf, die sich verheerend auf die Naturvielfalt auswirken.\u00a0\u00a0<br><strong>Transparenz bei N\u00e4hrstoffen verbessern<\/strong>Immerhin hat der Nationalrat die Einf\u00fchrung einer Offenlegungspflicht f\u00fcr N\u00e4hrstofflieferungen beschlossen, was die Transparenz verbessert und es erm\u00f6glichen sollte, die tats\u00e4chliche Reduktion der N\u00e4hrstoffe zu \u00fcberwachen.\u00a0<br>Die heute im Nationalrat behandelte parlamentarische Initiative geht jetzt zur\u00fcck in den St\u00e4nderat. Dort steht bereits Mitte Dezember die Behandlung der Agrarpolitik AP22+ an &#8211; diese braucht es dringend als Rahmen f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft sowie f\u00fcr die Schaffung wichtiger Begleitmassnahmen zum heute behandelten Vorstoss. Der St\u00e4nderat darf am 14. Dezember den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern muss die AP22+ anpacken, statt sie &#8211; wie von der Agrarlobby gew\u00fcnscht &#8211; zu sistieren.<br><br><strong>Kontakt<\/strong><br>Eva Wyss, Landwirtschaftsexpertin WWF, WWF Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:eva.wyss@wwf.ch\" target=\"_blank\">eva.wyss@wwf.ch<\/a>, 079 352 09 47<br>Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik bei Pro Natura,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:marcel.liner@pronatura.ch\" target=\"_blank\">marcel.liner@pronatura.ch<\/a>, 079 730 76 64<br>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:alexandra.gavilano@greenpeace.org\" target=\"_blank\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 38<br>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"mailto:patrik.peyer@birdlife.ch\" target=\"_blank\">patrik.peyer@birdlife.ch<\/a>, 079 810 04 80\u00a0<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die vier Umweltorganisationen Pro Natura, WWF Schweiz, BirdLife Schweiz und Greenpeace Schweiz begr\u00fcssen es, dass das Parlament den Trinkwasserschutz verbessert hat. 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