{"id":62324,"date":"2020-12-14T20:18:19","date_gmt":"2020-12-14T19:18:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=62324"},"modified":"2022-07-26T09:51:06","modified_gmt":"2022-07-26T07:51:06","slug":"staenderat-verharrt-betreffend-landwirtschaft-tief-im-20-jahrhundert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/62324\/staenderat-verharrt-betreffend-landwirtschaft-tief-im-20-jahrhundert\/","title":{"rendered":"St\u00e4nderat verharrt betreffend Landwirtschaft tief im 20. Jahrhundert"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der St\u00e4nderat hat die Beratungen der Agrarpolitik AP22+ sistiert und weigert sich, die dr\u00e4ngenden Herausforderungen in der Landwirtschaft jetzt anzugehen. Damit blockiert er die Landwirtschaft auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit.&nbsp;Dass der St\u00e4nderat auf diese Weise an der Bev\u00f6lkerung vorbei politisiert, zeigt eine repr\u00e4sentative Umfrage: 80 Prozent der Befragten erachten es als dringend, dass die heutige Schweizer Agrarpolitik \u00f6kologischer wird.<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Die Bev\u00f6lkerung will mehr \u00d6kologie in der Landwirtschaft. Das zeigt eine repr\u00e4sentative Umfrage, die Pro Natura, WWF, Greenpeace und BirdLife in Auftrag gegeben hatten. <\/li><li>Die Mehrheit des St\u00e4nderates hat sich nun aber f\u00fcr die Sistierung der vom Bund erarbeiteten Agrarreform AP22+ ausgesprochen. Leidtragende sind diejenigen Landwirtinnen und Landwirte, die sich eine zukunftsf\u00e4hige Landwirtschaft w\u00fcnschen.&nbsp;<\/li><li>Der St\u00e4nderat wendet sich damit auch gegen die Kantone, welche sich f\u00fcr eine neue Agrarpolitik ausgesprochen haben.&nbsp;<\/li><li>So bietet der St\u00e4nderat keine L\u00f6sung f\u00fcr die akuten Umweltprobleme und damit auch keine glaubw\u00fcrdige Alternative zur Trinkwasser- und Pestizidinitiative, die im n\u00e4chsten Jahr vors Volk kommen. <\/li><li>Probleme wie das Artensterben, Verlust der Bodenfruchtbarkeit und die Belastung von Gew\u00e4ssern und Trinkwasser mit Pestiziden und N\u00e4hrstoffen werden sich noch akzentuieren.<\/li><\/ul>\n\n<p>Die meisten Menschen haben den Ernst der Lange erkannt: 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung erachten es als dringend oder eher dringend, dass die Schweizer Agrarpolitik \u00f6kologischer wird. Die Dringlichkeit wird von den W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hlern aller Parteien anerkannt. Die Zustimmung liegt bei den verschiedenen W\u00e4hlerschaften zwischen 67% und 97%.&nbsp;&nbsp;Das zeigt eine repr\u00e4sentative Umfrage, die vom Forschungsinstitut Sotomo zwischen dem 21. Oktober 2020 und dem 4. November 2020 bei gut 1500 Teilnehmern durchgef\u00fchrt wurde.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Umso unverst\u00e4ndlicher ist es, dass der St\u00e4nderat sich nun weigert, schon lange notwendige Verbesserungen in der Agrarpolitik an die Hand zu nehmen und die Reform der Agrarpolitik auf die lange Bank schiebt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abImmer mehr Insekten, V\u00f6gel und Pflanzen sind aufgrund der intensiven Landwirtschaft gef\u00e4hrdet und finden im Kulturland kaum noch geeignete Lebensr\u00e4ume\u00bb, sagt Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft bei BirdLife Schweiz.&nbsp;<br>\u00abDass jetzt eine Mehrheit des St\u00e4nderats fortschrittliche Bauern und B\u00e4uerinnen nicht unterst\u00fctzen will, ist v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich!\u00bb, sagt Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft beim WWF Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abMit der Sistierung der AP22+ verkennt der St\u00e4nderat den Ernst der Lage und verweigert sich der L\u00f6sung gravierender Probleme. Ohne besseren Schutz des Bodens und der Biodiversit\u00e4t steht nichts weniger als die langfristige Ern\u00e4hrungssicherheit auf dem Spiel\u00bb, sagt Marcel Liner, Landwirtschaftsexperte bei Pro Natura.<\/p>\n\n<p>\u00abMehrere Jahre lang wurde die AP22+ in enger Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft entwickelt. Es handelt sich nicht um ein \u00dcberraschungspaket. Die Verweigerung der Debatte \u00fcber die Elemente, die sie enth\u00e4lt, ist ein rein politisches Man\u00f6ver, das die Branche viel Glaubw\u00fcrdigkeit kostet\u00bb, sagt Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>Der Nationalrat muss den Entscheid im Fr\u00fchjahr dringend korrigieren und die Beratungen der Agrarpolitik 22+ an die Hand nehmen.<\/p>\n\n<p><strong>Kontakte:\u00a0<\/strong><br>Eva Wyss, Projektleiterin Landwirtschaft, WWF Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/app.news.wwf.ch\/e\/er?utm_campaign=20201214_MM_AP22_SR_d_jon&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Eloqua&amp;s=1121847063&amp;lid=666&amp;elqTrackId=A017ADF6C5DBF940A031768396BEF251&amp;elq=8c653027233b42888124a01619f84362&amp;elqaid=1616&amp;elqat=1\" target=\"_blank\">eva.wyss@wwf.ch<\/a><br>, 079 352 09 47<br>Marcel Liner, Verantwortlicher Agrarpolitik, Pro Natura,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/app.news.wwf.ch\/e\/er?utm_campaign=20201214_MM_AP22_SR_d_jon&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Eloqua&amp;s=1121847063&amp;lid=1276&amp;elqTrackId=2B76C424B809B9A8BF5AC476479D7D26&amp;elq=8c653027233b42888124a01619f84362&amp;elqaid=1616&amp;elqat=1\" target=\"_blank\">marcel.liner@pronatura.ch<\/a>, 061 317 92 40<br>Alexandra Gavilano, Projektleiterin Landwirtschaft und Klima, Greenpeace Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/app.news.wwf.ch\/e\/er?utm_campaign=20201214_MM_AP22_SR_d_jon&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Eloqua&amp;s=1121847063&amp;lid=1274&amp;elqTrackId=F3E3857976E5D48A411B32268590C445&amp;elq=8c653027233b42888124a01619f84362&amp;elqaid=1616&amp;elqat=1\" target=\"_blank\">alexandra.gavilano@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 38<br>Patrik Peyer, Projektleiter Landwirtschaft, BirdLife Schweiz,\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/app.news.wwf.ch\/e\/er?utm_campaign=20201214_MM_AP22_SR_d_jon&amp;utm_medium=email&amp;utm_source=Eloqua&amp;s=1121847063&amp;lid=1379&amp;elqTrackId=A9CBC46C1751A85AE0A37E80E44F9B21&amp;elq=8c653027233b42888124a01619f84362&amp;elqaid=1616&amp;elqat=1\" target=\"_blank\">patrik.peyer@birdlife.ch<\/a>, 079 810 04 80<\/p>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der St\u00e4nderat hat die Beratungen der Agrarpolitik AP22+ sistiert und weigert sich, die dr\u00e4ngenden Herausforderungen in der Landwirtschaft jetzt anzugehen. 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