{"id":62435,"date":"2020-12-15T16:36:20","date_gmt":"2020-12-15T15:36:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=62435"},"modified":"2021-03-11T18:32:05","modified_gmt":"2021-03-11T17:32:05","slug":"agrarpolitik-fuer-statt-gegen-mensch-und-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/62435\/agrarpolitik-fuer-statt-gegen-mensch-und-umwelt\/","title":{"rendered":"Agrarpolitik f\u00fcr statt gegen Mensch und Umwelt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das von der Agrarlobby gezeichnete falsche Bild der saubersten und \u00f6kologischsten Landwirtschaft der Welt br\u00f6ckelt zunehmend. Zeit f\u00fcr einen agrarpolitischen Systemwandel, der Mensch und Umwelt ins Zentrum stellt.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Landwirtschaft hat sich in den letzten gut 50 Jahren so stark gewandelt wie nie zuvor: Die allermeisten Nahrungsmittel werden inzwischen in hoch-intensiven Agrarsystemen produziert. Diese haben die Grenzen der nat\u00fcrlichen Kreisl\u00e4ufe l\u00e4ngst hinter sich gelassen und funktionieren nur mit einer konstanten Zufuhr von Kunstd\u00fcngern, Pestiziden und fossiler Energie. Die negativen Auswirkungen dieser industriellen Landwirtschaft sind mannigfaltig und verheerend f\u00fcr die Klima- und Biodiversit\u00e4tskrise.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Eine \u00d6kologisierung der Landwirtschaft ist dringend n\u00f6tig \u2013 das wird auch der Bev\u00f6lkerung immer bewusster, wie eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/3b4ed975-20201214_umfrage_schweizerlandwirtschaft.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">repr\u00e4sentative Umfrage<\/a> im Auftrag von Greenpeace, Pro Natura, WWF und BirdLife zeigt. Auf die Frage wie dringend es ihrer Meinung nach sei, dass die Schweizer Agrarpolitik \u00f6kologischer werde, haben satte 80 Prozent der Befragten angegeben, dass dies sehr dringend oder eher dringend sei. Das von der Agrarlobby gezeichnete Bild der \u00f6kologischen und sauberen Schweizer Landwirtschaft br\u00f6ckelt. Zurecht!<\/p>\n\n<p>Als Antwort auf die von Greenpeace ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/60268\/pestizide-vom-winde-verweht\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Feldstudie<\/a> zur kilometerweisen Luftverfrachtung von Pestiziden, haben rund 6000 Menschen per E-Mail ihre Emp\u00f6rung bei den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden kundgetan. Wenn nicht mal mehr Bio-Produktion gew\u00e4hrleistet werden kann, sind wir auch in unserer pers\u00f6nlichen Wahlfreiheit eingeschr\u00e4nkt. Pestizide sind das neue Passivrauchen \u2013 nein danke!<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Spielchen beenden<\/h2>\n\n<p>Mit diesem Hintergrund ist die Sistierung der Agrarpolitik 2022+ einfach nur frustrierend. Eine b\u00fcrgerliche Mehrheit des St\u00e4nderats schickt das jahrelang erarbeitete Reformpaket bachab und verfestigt ein von der Agrarlobby orchestriertes System. \u00d6kologische Verbesserungen in der Landwirtschaft werden nun jahrelang verz\u00f6gert.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Mit den zwei im n\u00e4chsten Jahr anstehenden Pestizid-Initiativen k\u00f6nnen wir diese Spielchen beenden. Der Mensch und die Umwelt m\u00fcssen im Zentrum der Politik stehen, nicht die Interessen der Agrarlobby! Deshalb unterst\u00fctzt Greenpeace Schweiz ein zweifaches Ja f\u00fcr die Initiativen, welche voraussichtlich am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommen.<\/p>\n\n<p class=\"has-text-color has-background has-grey-900-color has-grey-200-background-color\">Die <a href=\"https:\/\/lebenstattgift.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Initiative \u00abF\u00fcr eine Schweiz ohne synthetische Pestizide\u00bb<\/a> will sich innert einer zehnj\u00e4hrigen Transitionsphase g\u00e4nzlich vom Gebrauch synthetischer Substanzen in der Nahrungsmittelproduktion verabschieden. Zus\u00e4tzlich soll auch der Import von Produkten die synthetische Pestizide enthalten oder mit Hilfe solcher hergestellt wurden verboten werden.<br><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=poQgEPmBLjU&amp;feature=emb_logo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erkl\u00e4rvideo<\/a><\/p>\n\n<p class=\"has-background has-grey-200-background-color\">Die <a href=\"https:\/\/www.initiative-sauberes-trinkwasser.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trinkwasserinitiative<\/a> fordert einen Umbruch in der Schweizer Landwirtschaft. Finanzielle Unterst\u00fctzung durch den Bund sollen nur noch jene Betriebe erhalten, die keine Pestizide verwenden, ihren Tieren kein Antibiotika vorsorglich verabreichen und nur so viele Tiere halten, dass sie das n\u00f6tige Futter selbst produzieren k\u00f6nnen. <br><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ewl8ULpBRsk&amp;feature=emb_logo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erkl\u00e4rvideo<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das von der Agrarlobby gezeichnete falsche Bild der saubersten und \u00f6kologischsten Landwirtschaft der Welt br\u00f6ckelt zunehmend. 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