{"id":6254,"date":"2011-08-22T00:00:00","date_gmt":"2011-08-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6254\/schmutzige-waesche-aus-fernost-in-der-schweiz-greenpeace-testet-textilien-von-adidas-co-auf-hormongift-nonylphenol\/"},"modified":"2019-05-30T07:22:05","modified_gmt":"2019-05-30T05:22:05","slug":"schmutzige-waesche-aus-fernost-in-der-schweiz-greenpeace-testet-textilien-von-adidas-co-auf-hormongift-nonylphenol","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6254\/schmutzige-waesche-aus-fernost-in-der-schweiz-greenpeace-testet-textilien-von-adidas-co-auf-hormongift-nonylphenol\/","title":{"rendered":"Schmutzige W\u00e4sche aus Fernost in der Schweiz: : Greenpeace testet Textilien von Adidas &#038; Co. auf Hormongift Nonylphenol"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich\/Peking, 23. 8. 2011. Neuste Greenpeace-Untersuchungen von Sport- und Freizeitbekleidung von Adidas &#038; Co zeigen: Die meisten der weltweit getesteten Marken-Textilien enthalten R\u00fcckst\u00e4nde der giftigen Chemikaliengruppe Nonylphenolethoxylate (NPE). In 52 von 78 Produkten (zwei Drittel) haben unabh\u00e4ngige Laboratorien im Auftrag von Greenpeace NPE nachgewiesen. F\u00fcnf belastete Artikel der Marken Adidas, Nike, Puma, H&#038;M und Calvin Klein stammen aus Schweizer L\u00e4den. Greenpeace fordert die Textilindustrie auf, alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien aus der Produktion zu verbannen. Puma und Nike haben bereits reagiert und versprochen, die Greenpeace-Forderungen zu erf\u00fcllen \u2013 Adidas schaltet immer noch auf stur.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Das aus NPE entstehende Nonylphenol ist ein Hormongift und kann bereits in niedrigen Konzentrationen f\u00fcr Wasserlebewesen sch\u00e4dlich sein. F\u00fcr Verbraucher haben die untersuchten Artikel wohl keine unmittelbar gesundheitssch\u00e4digende Auswirkung, \u00fcber die langfristigen Beeintr\u00e4chtigungen ist jedoch wenig bekannt.<\/p>\n<p>\u00abDie Textilindustrie produziert ein globales Umwelt- und Gesundheitsproblem\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich, Chemieexperte von Greenpeace. \u201eNonylphenolhaltige Abwasser belasten das Trinkwasser von Millionen Menschen in Herstellungsl\u00e4ndern wie China. Obwohl in der Schweiz der Einsatz dieser Chemikalie weitgehend verboten ist, wird auch hier Nonylphenol durch das Waschen von Importtextilien freigesetzt \u2013 das Hormongift belastet Gew\u00e4sser und Menschen auch in der Schweiz.\u00bb<\/p>\n<p>Textilfabriken in Billiglohnl\u00e4ndern produzieren 90 Prozent der weltweit verkauften Bekleidung \u2013 h\u00e4ufig unter ungen\u00fcgenden Umweltauflagen. NPE werden unter anderem als Oberfl\u00e4chenspannung ver\u00e4ndernde Tenside in Waschmitteln verwendet. Sie gelangen als Nonylphenol in den Textil- und Wasserkreislauf und reichern sich in der Nahrungskette an. Die hormonell wirksame Substanz erreicht so auch den menschlichen Organismus. In der Schweiz d\u00fcrfen gem\u00e4ss EU-Recht Import-Textilien 0,1 Prozent \u2013 dies entspricht 1000mg pro Kilo \u2013 Nonylphenol enthalten. Die Verunreinigungen in der Schweiz belaufen sich in den untersuchten Textilien auf 1.1 bis 160mg pro Kilo. Ein auf den Philippinen hergestelltes und verkauftes Converse T-Shirt wies im Greenpeace-Test jedoch 27\u2019000mg Nonylphenol auf. Die Konzentration im Endprodukt sagt jedoch nichts \u00fcber die verwendeten Giftmengen bei der Produktion und die tats\u00e4chlichen Umweltbelastungen aus.<\/p>\n<p>\u00abJede belastete Probe beweist die fahrl\u00e4ssige Verwendung der giftigen Chemikalien im Produktionsprozess\u00bb, sagt W\u00fcthrich. \u00abVerbraucher k\u00f6nnen im Laden jedoch nicht erkennen, wieviel Hormongift aus der Produktion Mensch und Umwelt belastet. Textilunternehmen wie Adidas &amp; Co. m\u00fcssen deshalb eine vollst\u00e4ndige Deklaration ihrer Schadstoffe vorlegen und Risiko-Chemikalien durch ungef\u00e4hrliche Alternativen ersetzen.\u00bb<\/p>\n<p>Die heute vorgelegte Greenpeace-Untersuchung gilt als die bisher umfangreichste Beprobung von Textilien auf Nonylphenol. Sie basiert auf 78 Sport- und Freizeitbekleidungsartikel der Marken Abercrombie &amp; Fitch, Adidas, Calvin Klein, Converse, GAP, G-Star RAW, H&amp;M, Kappa, Lacoste, Li Ning, Nike, Puma, Ralph Lauren, Uniqlo und Youngor, die in 18 L\u00e4ndern von S\u00fcdamerika, Europa bis Asien im Detailhandel gekauft wurden. Die vollst\u00e4ndigen Analysen finden sich in der heute in Peking ver\u00f6ffentlichten Studie \u00abSchmutzige W\u00e4sche 2\u00bb. Der erste Teil der umfassenden\u00a0 Studie wurde am 13. Juli 2011 ver\u00f6ffentlicht. Darin belegt Greenpeace die Gew\u00e4sserverschmutzung durch chinesische Textilfabriken, die f\u00fcr diese Marken produzieren. Auch hier wurde \u2013 neben weiteren gef\u00e4hrlichen Chemikalien \u2013 eine Verschmutzung durch Nonylphenol festgestellt.<\/p>\n<p>Weil Puma und Nike bereits eingelenkt haben, startet Greenpeace heute eine Cyberaktion, um auch Adidas zum \u00abEntgiften\u00bb gem\u00e4ss ihrem Slogan zu bewegen: \u00abImpossible is nothing\u00a0 &#8211; Adidas Detox!\u00bb<\/p>\n<p><strong>Die vollst\u00e4ndigen Analyseberichte \u00abDirty Laundry 1 &amp; 2\u00bb , die Adidas-Cyberpetition und weitere Informationen unter <\/strong><a title=\"Greenpeace\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>www.greenpeace.ch<\/strong><\/a><strong> oder bei\u00a0 Matthias W\u00fcthrich, Leiter Chemie-Kampagne, +41 44 447 41 31.<\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich\/Peking, 23. 8. 2011. 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