{"id":6263,"date":"2011-05-19T00:00:00","date_gmt":"2011-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6263\/anstieg-der-radioaktivitaet-im-fluss-bei-majak\/"},"modified":"2019-05-30T07:22:21","modified_gmt":"2019-05-30T05:22:21","slug":"anstieg-der-radioaktivitaet-im-fluss-bei-majak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6263\/anstieg-der-radioaktivitaet-im-fluss-bei-majak\/","title":{"rendered":"Anstieg der Radioaktivit\u00e4t im Fluss bei Majak"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 20. Mai 2011. Aktuelle Greenpeace-Messungen im radioaktiv verseuchten Gebiet rund um die Wiederaufarbeitungsanlage Majak zeigen: Innert zwei Jahren sind die Strontium- und Tritiumwerte im Wasser des Flusses Tetcha erheblich angestiegen. Diese Befunde werfen neue Fragen auf, die Greenpeace der Axpo auf ihre angek\u00fcndigte Aufkl\u00e4rungsreise nach Majak mitgibt. Entgegen fr\u00fcherer Signale seitens der AKW-Betreiberin soll diese Reise ohne Greenpeace stattfinden.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Wie Greenpeace vergangenes Jahr aufgedeckt hat, werden auch f\u00fcr Schweizer AKW Uranbrennst\u00e4be verwendet, die in der atomaren Wiederaufbeitungsanlage Majak\u00a0 aufgearbeitet wurden. Die Umgebung von Majak ist radioaktiv kontaminiert \u2013 dies als Folge einer Reihe von Unf\u00e4llen und dem grobfahrl\u00e4ssigen Umgang mit fl\u00fcssigen Atomabf\u00e4llen, die r\u00fccksichtslos in die Gew\u00e4sser freigesetzt wurden.<\/p>\n<p>Im November 2010 reiste Greenpeace in das radioaktiv verseuchte Gebiet rund um die Anlage, um sich vor Ort ein Bild zur aktuellen Situation zu machen. Im Rahmen dieser Reise wurden Messungen im Fluss Tetcha gemacht. Die Analyse der Wasserproben durch das\u00a0 unabh\u00e4ngige Labor CRIIRAD\u00a0 weist alarmierende Strontium- und Tritium-Werte auf. Auch der Gehalt an C\u00e4sium-137 ist gegen\u00fcber den Werten von 2008 um \u00fcber 30% gestiegen. Woher die radioaktive Verseuchung stammt, ist ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Greenpeace geht davon aus, dass auch heute noch radioaktive Abf\u00e4lle aus der Wiederaufbereitungsanlage Majak in die Tetcha gelangen und damit den Lebensraum der ans\u00e4ssigen Bev\u00f6lkerung weiterhin verseuchen. Die Betreiber von Majak hingegen, beteuern, dass durch den heutigen Betrieb keine weitere Gef\u00e4hrdung der Umwelt zu verzeichnen sei und, dass es sich bei den Problemen\u00a0 um historische Altlasten handle.<\/p>\n<p>Die Axpo als Bez\u00fcgerin von Brennst\u00e4ben aus Majak will die Sachlage genauer abkl\u00e4ren und startet offenbar im Sommer eine weitere Aufkl\u00e4rungsreise nach Majak. Die Axpo ist der Auffassung, dass ihre Gesch\u00e4ftspraxis (der Bezug von Material aus Majak) zu rechtfertigen sei, wenn die radioaktive Belastung der Fliessgew\u00e4sser auf fr\u00fchere Ereignisse zur\u00fcckgef\u00fchrt werden kann und der laufende Betrieb die Umweltstandards einhalte.<\/p>\n<p>Die beunruhigenden Befunde der aktuellsten Wassermessungen werfen Fragen auf, die Greenpeace der Axpo zugestellt hat, damit sie diese auf ihre Aufkl\u00e4rungsmission nach Majak mitnehmen und ihren Gespr\u00e4chspartnern vorlegen kann: \u00abWenn die Axpo, wie immer wieder verk\u00fcndet, wirklich Transparenz herstellen will zur Situation in Majak, muss sie alles unternehmen, um diese Fragen zu kl\u00e4ren. Gelingt dies nicht, ist die Reise eine reine PR-\u00dcbung\u00bb, sagt Florian Kasser, Energiefachmann bei Greenpeace.<\/p>\n<p>Wenig Vertrauen in den Aufkl\u00e4rungswillen der Axpo weckt der Umstand, dass die AKW-Betreiberin keine Vertreter von Greenpeace auf die Reise mitnehmen will.\u00a0 Dies, obwohl die Axpo noch im Januar schriftlich versichert hatte, dass eine Teilnahme \u201eim Prinzip\u201c m\u00f6glich sei. Wie es zu dieser Kehrtwende kam, ist nicht bekannt. \u00abJedenfalls schadet sie der Glaubw\u00fcrdigkeit der Reise. Einem Unternehmen, das den Kantonen geh\u00f6rt, steht das\u00a0\u00a0 besonders schlecht an\u00bb, so Florian Kasser.<\/p>\n<p><a href=\"~\/link\/4ea3851dfd55411199fb292ce4a3205d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bericht mit den Messresultaten<\/a> (franz\u00f6sisch)<\/p>\n<p><a href=\"~\/link\/9f2cc1c80f2644f280c9e8c2a8705557.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Zusammenfassung mit Fragenkatalog an die Axpo<\/a> (deutsch)<\/p>\n<p>Kontakt: Florian Kasser, 076 345 26 55<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 20. Mai 2011. 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