{"id":6279,"date":"2011-06-19T00:00:00","date_gmt":"2011-06-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6279\/schweizer-klimaschutz-aktivisten-vor-gericht-in-kopenhagen-gefaengnisstrafe-fuer-friedlichen-protest\/"},"modified":"2019-05-30T07:22:42","modified_gmt":"2019-05-30T05:22:42","slug":"schweizer-klimaschutz-aktivisten-vor-gericht-in-kopenhagen-gefaengnisstrafe-fuer-friedlichen-protest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6279\/schweizer-klimaschutz-aktivisten-vor-gericht-in-kopenhagen-gefaengnisstrafe-fuer-friedlichen-protest\/","title":{"rendered":"Schweizer Klimaschutz-Aktivisten vor Gericht in Kopenhagen: Gef\u00e4ngnisstrafe f\u00fcr friedlichen Protest?!"},"content":{"rendered":"<p><b>Kopenhagen\/Z\u00fcrich, 20.6.2011. Heute standen 11 Umweltaktivisten vor dem Kopenhagener Gericht \u2013 darunter auch zwei Schweizer Greenpeace-Aktivisten. Im Dezember 2009 protestierten sie im k\u00f6niglichen d\u00e4nischen Palast friedlich gegen das kurz bevorstehende Scheitern der Klimakonferenz (COP 15). Sie betonten ihre Unschuld, m\u00fcssen jedoch mit Haftstrafen von mehreren Monaten bis zu zwei Jahren rechnen. Am Schluss des heutigen ersten Gerichtstages gab es noch keinen Antrag zum geforderten Strafmass.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>R\u00fcckblende: 17. Dezember 2009, der Abend des festlichen k\u00f6niglichen Dinners f\u00fcr die Staatsg\u00e4ste aus aller Welt im d\u00e4nischen Schloss. Im scharfen Kontrast dazu: Der Klimagipfel in Kopenhagen steht kurz davor, Schiffbruch zu erleiden. Noch k\u00f6nnten die M\u00e4chtigen der Klimapolitik das Steuer herum reissen. Die nachfolgenden Bilder gehen um die Welt: Eine attraktive Dame in roter Abendrobe und ein Herr von imposanter Statur im Anzug entsteigen ihrem Wagen\u00a0 und betreten das Schloss \u2013 begleitet von einem Bodyguard. Dass sie das im Wagen angebrachte Schild als \u201eRegierung von Mutter Erde\u201c ausgibt, scheint niemand zu bemerken. Dann die \u00dcberraschung: Statt sich wie die \u00fcber 120 geladenen Regierungschefs in den Speisesaal zu begeben, ziehen sie vor versammelter Weltpresse pl\u00f6tzlich Transparente aus ihren Kleidern mit der Botschaft: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Multimedia\/Videos\/videos-klimawandel-energie\/Geschichte-der-Gala-Aktivisten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">POLITICIANS TALK, LEADERS ACT.<\/a><\/p>\n<p>Schon damals kam dieser beherzte Appell in letzter Minute vier Aktivisten\u00a0 teuer\u00a0 zu stehen: das \u201eRegierungspaar\u201c, bestehend aus einem Spanier und einer Skandinavierin, den Schweizer \u201eBodyguard\u201c sowie den d\u00e4nischen Klima-Campaigner. Sie verbrachten 20 Tage in d\u00e4nischer Untersuchungshaft, einschliesslich Weihnachten und Neujahr. Dies, obwohl sie, wie alle Greenpeace-Aktivisten weltweit, zu ihrem Handeln standen und sich sogar die \u00fcbrigen in die Aktion involvierten Aktivisten freiwillig den Beh\u00f6rden stellten.<\/p>\n<p>Heute standen die 11 Aktivisten erstmals vor dem Richter in Kopenhagen. F\u00fcr Dokumentenf\u00e4lschung, \u201eVerk\u00f6rperung von Autorit\u00e4tspersonen\u201c sowie Hausfriedensbruch drohen ihnen nach d\u00e4nischem Recht bis zu zwei Jahren Haft, da der Umstand, dass sie im Umfeld der K\u00f6nigin handelten, sich versch\u00e4rfend auswirken k\u00f6nnte. Auch wenn das entsprechende Gesetz seit \u00fcber hundert Jahren nicht mehr angewandt wurde.<\/p>\n<p>Die Angeklagten pl\u00e4dierten auf ihr Recht auf freie Meinungs\u00e4usserung und betonten ihre Unschuld. Einer der angeklagten Schweizer: \u00abIn den letzten Tagen der Klimakonferenz zeichnete sich immer deutlicher ab, dass sie ohne brauchbares Resultat zu enden drohte. Dabei waren \u00fcber 120 Staats- und Regierungsschefs vor Ort und h\u00e4tten die Chance packen k\u00f6nnen! Da habe ich mich entschieden, an der Aktion teilzunehmen. Es war die einzige M\u00f6glichkeit, den Entscheidungstr\u00e4gern am Vorabend des letzten Konferenztages klar und deutlich in Erinnerung zu rufen, dass jetzt im Klimaschutz nur noch Handeln angesagt ist.\u00bb<\/p>\n<p>Friedlicher Protest als ein demokratisches Recht stand somit heute in Kopenhagen auf dem europ\u00e4ischen Pr\u00fcfstand. Die Aktivisten haben sich gewaltfrei verhalten, niemanden gef\u00e4hrdet und nicht in der Absicht gehandelt, Recht zu brechen. Sie haben lediglich an die M\u00e4chtigen der Welt appelliert, auf Millionen von Menschen zu h\u00f6ren, die bereits heute vom Klimawandel bedroht sind.<\/p>\n<p>Am heutigen ersten Gerichtstag wurden die Stellungnahmen der Aktivisten und ihrer d\u00e4nischen Verteidiger behandelt, hingegen gab es noch keinen Strafantrag des Staatsanwaltes. Die eigentliche Strafverhandlung findet am 19. August statt.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>Kaspar Schuler, Bereichsleiter Klima &amp; Energie: 044 447 41 80<br \/>Franziska Rosenmund, Medienverantwortliche Klima &amp; Energie: 044 447 41 54<\/p>\n<p><strong>Medienbilder:<\/strong><br \/><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Red-Carpet-Four\/\">http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Red-Carpet-Four\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kopenhagen\/Z\u00fcrich, 20.6.2011. Heute standen 11 Umweltaktivisten vor dem Kopenhagener Gericht \u2013 darunter auch zwei Schweizer Greenpeace-Aktivisten. 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