{"id":6281,"date":"2011-07-05T00:00:00","date_gmt":"2011-07-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6281\/revision-der-energieverordnung-vorlage-ungenuegend\/"},"modified":"2019-05-30T07:22:49","modified_gmt":"2019-05-30T05:22:49","slug":"revision-der-energieverordnung-vorlage-ungenuegend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6281\/revision-der-energieverordnung-vorlage-ungenuegend\/","title":{"rendered":"Revision der Energieverordnung: Vorlage ungen\u00fcgend!"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 6. Juli 2011. Das Bundesamt f\u00fcr Energie sch\u00f6pft das Stromsparpotenzial bei Ger\u00e4ten bei Weitem nicht aus. F\u00fcr gewichtige Stromfresser sind in der zu revidierenden Energieverordnung keine oder zu schwache Verbrauchsvorschriften vorgesehen. Greenpeace Schweiz, die Schweizerische Energie-Stiftung SES und der WWF Schweiz pr\u00e4sentieren einen Vorschlag, der sechsmal mehr Strom und CO2 spart und die Rechnung der Schweizer Stromkonsumenten um 1 Milliarde Franken pro Jahr entlastet. Die Umweltverb\u00e4nde fordern, dass der Bund dieses Potenzial ausnutzt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Mit der Revision der Energieverordnung werden zum zweiten Mal Vorschriften zum maximalen Stromverbrauch von elektrischen Ger\u00e4ten formuliert. Ziel der Regelung ist es, ineffiziente Ger\u00e4te Schritt f\u00fcr Schritt vom Markt zu verbannen. Diese Mindestanforderungen an Ger\u00e4te sind ein zentraler Baustein f\u00fcr den Atomausstieg und die neue Energiepolitik der Schweiz, wie sie vom Bundesrat am 25. Mai 2011 pr\u00e4sentiert und in der Sommersession vom Nationalrat best\u00e4tigt wurde. <\/p>\n<p>Abgesehen von begr\u00fcssenswerten Regelungen (v.a. Umw\u00e4lzpumpen) nutzt der Entwurf des Bundesamts f\u00fcr Energie (BFE) das riesige Effizienzpotenzial bei den Ger\u00e4ten, Anlagen und Industriemotoren bei weitem nicht aus. Dies hat eine gemeinsame Untersuchung von Greenpeace, SES und WWF in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Agentur f\u00fcr Energieeffizienz S.A.F.E. ergeben. Bei den TV-Ger\u00e4ten und bei der Beleuchtung orientiert sich die Vorlage nicht am Standard der \u00abBest Available Technology\u00bb (beste verf\u00fcgbare Technologie) und bei den Industriemotoren hinkt sie gar hinter den Verbrauchsstandards von L\u00e4ndern wie Kanada, USA und Mexiko her. Insbesondere aber fehlen in der Vorlage jene Ger\u00e4te- und Anlagekategorien, bei denen sich sehr viel Strom sparen liesse wie Ventilatoren, Staubsauger oder W\u00e4rmepumpen. \u00abDie Stromfresser unter diesen Ger\u00e4ten m\u00fcssen aus den Regalen verschwinden, so dass die Konsumenten aus wirklich zeitgem\u00e4ssen, stromsparenden Produkten ausw\u00e4hlen k\u00f6nnen\u00bb, so Anne Koch vom WWF Schweiz.<\/p>\n<p>Der von den Umweltverb\u00e4nden zum Ende der Vernehmlassungsfrist beim BFE eingereichte Vorschlag zeigt auf, wie mit konsequenten Massnahmen in verschiedenen Bereichen sechsmal mehr Strom gespart werden kann als mit der BFE-Vorlage. \u00abMit den vorgeschlagenen Verbesserungen liessen sich neun Prozent des Schweizer Stromverbrauchs einsparen \u2013 fast doppelt soviel Strom wie das Atomkraftwerk M\u00fchleberg pro Jahr produziert\u00bb, sagt Annette Reiber von Greenpeace Schweiz, \u00abHaushalte und Unternehmen w\u00fcrden von j\u00e4hrlich 1 Milliarde Franken tieferen Stromkosten profitieren.\u00bb<\/p>\n<p>Mit dem jetzt vorliegenden Entwurf, der den Schweizer Stromverbrauch um lediglich 1,4 Prozent senken w\u00fcrde, hat es der Bund verpasst, einen wichtigen Schritt zu machen auf dem Weg zu einer neuen Energiepolitik, von der auch der Wirtschaftsstandort Schweiz profitiert. Die Umweltorganisationen fordern den Bund auf, das in ihrem Vorschlag nachgewiesene zus\u00e4tzliche Stromsparpotenzial auszuloten und seine Vorlage deutlich zu verbessern: : \u00abNur so ist die Revision der Energieverordnung ein glaubw\u00fcrdiger Beitrag zur Aussch\u00f6pfung eines Stromeffizienzpotenzials, das insgesamt notabene etwa 30 Prozent des heutigen Schweizer Stromverbrauchs betr\u00e4gt\u00bb, sagt Sabine von Stockar von der SES.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><br \/>Annette Reiber, Energieeffizienz-Kampagne Greenpeace Schweiz, 044 447 41 84, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_1\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2e701426-2e701426-c02499c006ecc897fb8466e1c72ea056.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_1', 'E8_8F_9A_87_C6_8D_8B_89_8D_98_86_8D_8D_9A_8F_C6_80_8B_A8_9A_8D_8A_81_8D_9A_C6_8D_9C_9C_8D_86_86_89'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Anne Koch, Energiepolitik WWF Schweiz, 044 297 23 57, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_2\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0efc225f-0efc225f-b28f903cb603c05a41ccf9c7c4c6008a.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_2', '60_08_03_4E_06_17_17_20_08_03_0F_0B_4E_05_0E_0E_01'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p>Sabine von Stockar, Projektleiterin Strom&amp;Atom Schweizerische Energie-Stiftung SES, 044 271 54 64, <img decoding=\"async\" class=\"obfimg Eoi_3\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/2c2b46d4-2c2b46d4-922e664f850d580960c0db4741fb614b.png\" alt=\"\"><script type=\"text\/javascript\"><!--\ndocument.write(dc('Eoi_3', 'FE_96_9D_D0_99_90_8B_8A_98_97_8A_8D_9B_97_99_8C_9B_90_9B_BE_8C_9F_95_9D_91_8A_8D_90_91_88_D0_9B_90_97_9C_9F_8D'));\/\/--><\/script><\/p>\n<p><strong>Weitere Informationen: <\/strong><br \/>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Vorschlag der Umweltverb\u00e4nde zur Energieverordnung: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch.ch\/energieverordnung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/www.greenpeace.ch.ch\/energieverordnung<\/a> <br \/>\u2022\u00a0\u00a0 \u00a0Die 10 Bausteine der Umweltverb\u00e4nde zum Atomausstieg (die das gesamte Potenzial im Bereich Stromeffizienz und weitere Massnahmen aufzeigen): <a href=\"http:\/\/www.umweltallianz.ch\/stromzukunft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.umweltallianz.ch\/stromzukunft<\/a><\/p>\n<p><!-- INTRO BLOCK --><\/p>\n<div class=\"box-holder\">\n<div class=\"box\">\n<div class=\"holder\">\n<div class=\"frame\">\n<div class=\"box-content\">\n<h2>Mit Effizienz ernst gemacht: Die Forderungen der Umweltverb\u00e4nde in K\u00fcrze<\/h2>\n<ul>\n<li>Es sollen nur noch die technologisch fortschrittlichsten, effizientesten Ger\u00e4te zum Verkauf zugelassen werden: Orientierung der Mindestanforderungen an der Best Available Technology (BAT) f\u00fcr alle Ger\u00e4tekategorien, insbesondere:<\/li>\n<\/ul>\n<ol>\n<li><span style=\"white-space: pre;\"> <\/span>TV-Ger\u00e4te (Mindestklasse B ab 2012, Klasse A ab 2014)<\/li>\n<li><span style=\"white-space: pre;\"> <\/span>K\u00fchlschr\u00e4nke (A++ ab 2013, A+++ ab 2015)<\/li>\n<li><span style=\"white-space: pre;\"> <\/span>Waschmaschinen (A++ und Schleuderwirkung A ab 2013) und<\/li>\n<li><span style=\"white-space: pre;\"> <\/span>Elektromotoren (IE3 ab 2012 und IE4 ab 2015)<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li>Strenge Mindestanforderungen an die Effizienz f\u00fcr Beleuchtung (Haushaltslampen, Leuchten f\u00fcr Dienstleistung und Industrie, Strassenbeleuchtung), industrielle Pumpen, Haustechnik (W\u00e4rmepumpen, Elektroboiler und Raumklimager\u00e4te), Settop-Boxen, Ventilatoren, Staubsauger, Computer und Monitore. Hier liegen grosse Sparpotenziale brach.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Energieverbrauchs-Deklaration (Energieetikette) f\u00fcr alle elektrischen und elektronischen Ger\u00e4te.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Regelm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfung und Anpassung der Klasseneinteilung an den Stand der Technik<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Orientierung an den international besten Effizienz-Normen. Mindestens \u00dcbernahme aller EU-Normen (\u00d6kodesign-Richtlinie), h\u00f6here Mindestanforderungen wo m\u00f6glich.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Vorschlag der Umweltverb\u00e4nde bringt Gewinn f\u00fcr Umwelt und Wirtschaft<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Elektrizit\u00e4tseinsparung von 5\u2019216 GWh pro Jahr (nahezu doppelte Jahresstromproduktion AKW M\u00fchleberg) bzw. 9 % des Stromverbrauchs der Schweiz.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"box-content\">\n<ul>\n<li>Einsparung von 2,25 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr (\u00fcber 4 % des gesamten CO2 Jahresausstosses der Schweiz).<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div class=\"box-content\">\n<ul>\n<li>Einsparung von 1 Milliarden Franken pro Jahr f\u00fcr Wirtschaft und Haushalte durch Reduktion von unn\u00f6tigem Stromverbrauch.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><!-- INTRO BLOCK END -->\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 6. Juli 2011. Das Bundesamt f\u00fcr Energie sch\u00f6pft das Stromsparpotenzial bei Ger\u00e4ten bei Weitem nicht aus. F\u00fcr gewichtige Stromfresser sind in der zu revidierenden Energieverordnung keine oder zu schwache&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":6283,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6281","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6281\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6283"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6281"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6281"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}