{"id":6296,"date":"2011-04-24T00:00:00","date_gmt":"2011-04-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6296\/der-super-gau-von-tschernobyl-eine-von-drei-atom-katastrophen-wird-25-jahre-alt\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:06","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:06","slug":"der-super-gau-von-tschernobyl-eine-von-drei-atom-katastrophen-wird-25-jahre-alt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6296\/der-super-gau-von-tschernobyl-eine-von-drei-atom-katastrophen-wird-25-jahre-alt\/","title":{"rendered":"Der Super-Gau von Tschernobyl : Eine von drei Atom-Katastrophen wird 25 Jahre alt"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 25. April 2011. Am 25. Jahrestag des Super-Gaus in Tschernobyl blickt die Welt zur\u00fcck auf drei Atom-Unf\u00e4lle von katastrophalem Ausmass: Majak, Tschernobyl, Fukushima. Sie ereigneten sich alle innerhalb nur eines halben Jahrhunderts und hinterliessen verstrahltes Land und Leid f\u00fcr hunderttausende von Menschen. Greenpeace Schweiz fordert den R\u00fcckzug aus der f\u00fcr den Menschen unbeherrscharen Atomtechnologie und eine konsequente F\u00f6rderung von Strom aus erneuerbaren Energien und Stromeffizienz.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Am fr\u00fchen Morgen des 26. April 1986 explodierte Reaktor Nr. 4 des Atomkraftwerks von Tschernobyl. Es gelangte einige hundert Mal so viel Radioaktivit\u00e4t in die Atmosph\u00e4re wie durch die Atombomben von Nagasaki und Hiroshima. Bis zu 150\u2019000 Quadratkilometer Land in Weissrussland, Russland und der Ukraine wurden so stark verstrahlt, dass weite Teile der Bev\u00f6lkerung evakuiert werden mussten. <\/p>\n<p>Der Ausgang der am 11. M\u00e4rz dieses Jahres durch ein Erdbeben ausgel\u00f6sten Havarie im japanischen AKW Fukushima\/Daichi ist noch immer ungewiss. Sicher ist, dass durch den Unfall bereits so viel Radioaktivit\u00e4t freigesetzt wurde, dass er wie Tschernobyl auf Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala f\u00fcr nukIeare Ereignisse (INES) gesetzt wurde. Die aus der 20-Kilometer Sperrzone rund um das AKW evakuierten 80&#8217;000 Menschen werden nicht in ihre Heimat zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen, die Auswirkungen auf die Nahrungsmittel und das \u00d6kosystem sind noch nicht absehbar.<\/p>\n<p>Die \u00e4lteste, drittschwerste Atom-Katastrophe ereignete sich am 29. September 1957, als in der Wiederaufbereitungsanlage in Majak ein Tank mit 80 Tonnen Atomm\u00fcll in die Luft flog. 23&#8217;000 Quadratkilometer Land und damit ein Gebiet, in dem zu jenem Zeitpunkt 272&#8217;000 Menschen lebten, wurden kontaminiert. Die betroffene Region gilt bis heute als eines der verstrahltesten Gebiete der Welt, es sind dort h\u00f6here Werte nachweisbar als sp\u00e4ter in der Tschernobyl-Kernzone. <\/p>\n<p>\u00abDie ersch\u00fctternde Gemeinsamkeit dieser drei Katastrophen ist, dass sie f\u00fcr die betroffenen Menschen nie wirklich vorbei sind\u00bb, sagt Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace. \u00abWie die Geschichte der Atomkatastrophen zeigt, m\u00fcssen die ans\u00e4ssigen Menschen mit Sp\u00e4tfolgen leben.\u00bb Die Lebensbedingungen im vom Super-Gau von Tschernobyl direkt betroffenen Gebiet, wo \u00fcber f\u00fcnf Millionen Menschen leben, sind auch heute noch schlecht. Eine aktuelle Untersuchung von Greenpeace zeigt, dass in gewissen Gebieten Grundnahrungsmittel der lokalen Bev\u00f6lkerung weiterhin zum Teil \u00fcber die Grenzwerte hinaus verstrahlt sind. Nach wie vor steigt die Zahl der Schilddr\u00fcsenkrebse bei Kindern, von den Liquidatoren gelten 80 Prozent als krank.<\/p>\n<p>Drei Katastrophen innerhalb nur eines halben Jahrhunderts sind Beleg genug, dass die Atomtechnologie zur Stromgewinnung aufgegeben werden muss. Greenpeace fordert jetzt rasches Handeln: Das zu den \u00e4ltesten Atomkraftwerken der Welt geh\u00f6rende Atomkraftwerk M\u00fchleberg muss umgehend ausser Betrieb genommen werden. Die Rahmenbewilligungsgesuche f\u00fcr neue AKW sind definitiv zur\u00fcckzuziehen, in der Sondersession zur Schweizer Energiepolitik muss das Parlament den Weg bereiten f\u00fcr den R\u00fcckzug aus der Atomkraft und die F\u00f6rderung von erneuerbaren Energien und Stromeffizienz. <\/p>\n<p>Kontakt: Stefan F\u00fcglister, Atomexperte f\u00fcr Greenpeace Schweiz, 079 773 19 31<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 25. April 2011. Am 25. 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