{"id":6300,"date":"2011-04-27T00:00:00","date_gmt":"2011-04-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6300\/ubs-soll-aufhoeren-mit-urwaldzerstoerer-app-geschaefte-zu-machen\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:12","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:12","slug":"ubs-soll-aufhoeren-mit-urwaldzerstoerer-app-geschaefte-zu-machen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6300\/ubs-soll-aufhoeren-mit-urwaldzerstoerer-app-geschaefte-zu-machen\/","title":{"rendered":"UBS soll aufh\u00f6ren, mit Urwaldzerst\u00f6rer APP Gesch\u00e4fte zu machen"},"content":{"rendered":"<p><b>Basel, 28. April 2011. An der heutigen UBS-Generalversammlung haben Dutzende als Orang-Utans verkleidete Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten die Schweizer Grossbank aufgefordert, jegliche Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Firmen zu beenden, die Regenw\u00e4lder und Torfgebiete zerst\u00f6ren. Greenpeace-Waldspezialistin Mirjam Kopp richtet sich drinnen mit einem Referat direkt an Management und Aktion\u00e4re der UBS. Es geht dabei vor allem um Gesch\u00e4fte mit dem indonesischen Papiergiganten APP.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>\u00abRainforest: too big to fail! Bis die UBS die Finanzierung der Regenwaldzerst\u00f6rung stoppt, wirklich stoppt, werden wir nicht ruhen\u00bb. Das haben die als Orang-Utans verkleideten Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten den UBS-Aktion\u00e4ren heute Morgen mitgeteilt. Denn durch Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Firmen die Regenw\u00e4lder und Torfgebiete in Indonesien zerst\u00f6ren, ist die UBS mitverantwortlich an einer \u00f6kologischen Katastrophe mit globalen Auswirkungen. Die UBS ist Shareholder des indonesischen Papierproduzenten APP (Asia Pulp &amp; Paper), erbringt Investment-Banking-Dienstleistungen f\u00fcr das Unternehmen und gab ihm Kredite nachdem es sich f\u00fcr zahlungsunf\u00e4hig erkl\u00e4rt hatte. APP gilt weltweit als besonders zerst\u00f6rerische und skrupellose Firma. Allein in den zwei indonesischen Provinzen Riau und Jambi hat sie bisher mehr als eine Million Hektaren Regenwald f\u00fcr die Produktion von Zellstoff und Papier vernichtet.<\/p>\n<p>Indonesien ist heute der drittgr\u00f6sste Treibhausgasemittent weltweit, denn durch die massive Waldvernichtung werden enorme Mengen an CO2 freigesetzt. Der Orang-Utan sowie viele andere Tier- und Pflanzenarten sind akut vom Aussterben bedroht weil ihre Lebensr\u00e4ume zerst\u00f6rt werden f\u00fcr die Produktion von Papier und Palm\u00f6l.<\/p>\n<p>\u00abWenn die UBS weiterhin in Regenwaldzerst\u00f6rung investiert, so hat dass nicht nur f\u00fcr die Umwelt und das Klima Konsequenzen\u00bb, sagt Mirjam Kopp, Waldcampaignerin bei Greenpeace Schweiz. \u00abDies wird auch f\u00fcr die UBS selbst zu einem immer gr\u00f6sseren Risiko. Firmen welche Regenw\u00e4lder zerst\u00f6ren und damit die Orang-Utans aussterben lassen, kommen in der \u00d6ffentlichkeit nicht gut an.\u00bb Mehrere internationale Konzerne, darunter auch Nestl\u00e9, haben dies bereits erkannt, und die Konsequenzen gezogen. Auch im Finanzsektor werden soziale und \u00f6kologische Faktoren immer st\u00e4rker integriert und gewertet weil dies immer mehr Kunden fordern. Ber\u00fccksichtigt die UBS Umwelt- und soziale Kriterien, so kann sie ihren Unternehmenswert steigern und ihr Image verbessern.<\/p>\n<p>Die UBS scheint dies jedoch noch nicht begriffen zu haben. Sie hat zwar dieses Jahr erstmals eine Kurzversion ihrer internen Richtlinien ver\u00f6ffentlicht. Aber so diskret, dass es wohl kaum einer der Aktion\u00e4rInnen die heute hier sitzen, mitbekommen hat. Wenn die UBS mit ihren eigenen Richtlinien zufrieden w\u00e4re, wirklich zufrieden, dann w\u00fcrde sie diese vermutlich vollst\u00e4ndig ver\u00f6ffentlichen und der \u00d6ffentlichkeit stolz pr\u00e4sentieren. Denn dann h\u00e4tte sie nichts zu verstecken. Die Realit\u00e4t sieht ganz anders aus: Das Vorgehen der UBS ist intransparent, da nur ein Teil der Richtlinien der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich ist. Sie sind des weiteren nicht streng genug und es ist unklar ob sie f\u00fcr alle Gesch\u00e4ftsbereiche gelten Sie sind des weiteren unvollst\u00e4ndig und werden nicht auf alle Gesch\u00e4ftsbereiche angewendet. So entsteht der Eindruck von Augenwischerei.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert von der UBS die sofortige Beendigung jeglicher Gesch\u00e4ftsbeziehungen mit Firmen, die Regenw\u00e4lder und Torfgebiete zerst\u00f6ren. Die UBS muss ihre Richtlinien zu Umwelt- und sozialen Risiken verbessern, vollst\u00e4ndig ver\u00f6ffentlichen, verbessern und konsequent umsetzen. Greenpeace ruft die UBS auf, nicht zu ruhen, bis sie bez\u00fcglich Urwaldschutz eine Vorbildfunktion unter den Banken erreicht hat.<\/p>\n<p>Weitere Informationen und Medienbilder unter www.greenpeace.ch oder bei:<br \/>Mirjam Kopp, Waldkampagne Greenpeace Schweiz, 044 447 41 68<br \/>Yves Zenger, Mediensprecher Biodiversity&amp;Toxics Greenpeace Schweiz, 044 447 41 56<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Basel, 28. April 2011. 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