{"id":6302,"date":"2011-05-03T00:00:00","date_gmt":"2011-05-02T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6302\/ensi-bericht-greenpeace-fordert-offenlegung-aller-informationen\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:16","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:16","slug":"ensi-bericht-greenpeace-fordert-offenlegung-aller-informationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6302\/ensi-bericht-greenpeace-fordert-offenlegung-aller-informationen\/","title":{"rendered":"ENSI-Bericht : Greenpeace fordert Offenlegung aller Informationen"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich, 4.5.2011 \u2013 An seiner Medienkonferenz von morgen 5.5.2011 legt das ENSI seine Beurteilung der Sicherheitsabkl\u00e4rungen bei den f\u00fcnf Schweizer Atom-Reaktoren vor. Die Fragen, die das ENSI den Betreibern gestellt hat, widerspiegeln die bestehenden Atomrisiken ungen\u00fcgend, wichtige Fragen fehlen. Der ENSI-Rat weist zudem unhaltbare wirtschaftliche Verstrickungen auf. Unter diesen Voraussetzunge ist das ENSI als oberste Sicherheitsbeh\u00f6rde nicht mehr glaubw\u00fcrdig. Greenpeace fordert die vollst\u00e4ndige Ver\u00f6ffentlichung aller Berichte und Unterlagen, eine externe \u00dcberpr\u00fcfung durch eine unabh\u00e4ngige Instanz und die sofortige Stilllegung des unsicheren AKW M\u00fchleberg.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Zwei wichtige Informationen, die vom ENSI verlangt wurden, betreffen die K\u00fchlung der Brennelement-Becken sowie die Sicherstellung der K\u00fchlung bei Ausfall der Stromversorgung. Andere Risiken sind ausgeklammert: Fragen zu den Themen Gasentwicklung, terroristische Einwirkungen, Flugzeugabsturz oder Angriffe auf rechnerbasierte Steuerungen &#8211; wie sie etwa in Deutschland nach den ersten Erkenntnissen von Fukushima gestellt wurden &#8211; hat das ENSI nach bisherigen Ausk\u00fcnften ausgeklammert. <\/p>\n<p>Im besonders riskant eingestuften Reaktor M\u00fchleberg fehlt vor allem eine zus\u00e4tzliche erdbebensichere Wasserversorgung, falls die prim\u00e4re K\u00fchlquelle aus dem Fluss, z.B. nach einem Dammbruch, versagen sollte. Ein Reaktor alter Bauart mit Verschleisserscheinungen darf mit solchen zus\u00e4tzlichen Sicherheitsdefiziten nicht weiterlaufen \u2013 Greenpeace fordert deshalb die sofortige Ausserbetriebnahme. Im Block 1 des AKW Beznau sind die Korrosionssch\u00e4den und die Verspr\u00f6dung elementarer Sicherheitsbarrieren einer speziellen Pr\u00fcfung ohne Aufschub zu unterziehen.<\/p>\n<p>Im Sinne einer umfassenden Information der \u00d6ffentlichkeit fordert Greenpeace die Offenlegung s\u00e4mtlicher Berichte und Unterlagen zur aktuell erfolgten \u00dcberpr\u00fcfung. Weiter fordert die Umweltorganisation einen umfassenden Sicherheits-Check durch eine externe Instanz, die politisch und wirtschaftlich unabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Denn das ENSI als einzige Sicherheitsbeh\u00f6rde ist befangen:<br \/>&#8211; Das ENSI ist seit Jahren (bis 2008 als HSK) die einzige Sicherheitsbeh\u00f6rde welche die Schweizer AKW \u00fcberpr\u00fcft. M\u00f6gliche Fehlbeurteilungen von fr\u00fcher wird das ENSI nicht ohne weiteres entdecken &#8211; geschweige denn kommunizieren.<br \/>&#8211; Wichtige Vertreter im ENSI-Rat sind eng verbunden mit pro-nuklearen Interessensgruppen, so wird der Lehrstuhl von Prof. Prasser an der ETH von Swissnuclear finanziert. Und der Pr\u00e4sident des Ensi-Rates Hufschmied unterh\u00e4lt beruflich enge Beziehungen zur BKW (Betreiberin des AKW M\u00fchleberg), seit Dienstag 3.5.2011 ist er deswegen n den Ausstand getreten.<br \/>&#8211; Bundesr\u00e4tin Leuthard steht inzwischen 5 Bundesr\u00e4ten gegen\u00fcber, die einen Atomausstieg ins Auge fassen. Das ENSI als eine Frau Leuthard direkt unterstellte Instanz ist in der jetzigen Situation politisch befangen oder zumindest nicht unabh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Greenpeace-Energiecampaigner Alexander Hauri sagt: \u201eDas ENSI ist durch seine finanzielle und politische Verbandelung mit der Atomindustrie nicht glaubw\u00fcrdig und die angek\u00fcndigten Sicherheitschecks klammern wichtige Fragen aus. Die angeschlagene Aufsichtsbeh\u00f6rde kann das Vertrauen nur wieder gewinnen, wenn sie ab sofort volle Transparenz garantiert. Der erste Schritt dazu ist die Offenlegung aller Unterlagen, der zweite Schritt eine Sicherheits-\u00dcberpr\u00fcfung durch eine unabh\u00e4ngige Instanz.\u201c<\/p>\n<p><strong>Auskunft:<\/strong> Alexander Hauri 076 399 60 61<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich, 4.5.2011 \u2013 An seiner Medienkonferenz von morgen 5.5.2011 legt das ENSI seine Beurteilung der Sicherheitsabkl\u00e4rungen bei den f\u00fcnf Schweizer Atom-Reaktoren vor. 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