{"id":6304,"date":"2011-05-04T00:00:00","date_gmt":"2011-05-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6304\/ensi-zur-akw-sicherheit-greenpeace-fordert-nachpruefungen\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:19","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:19","slug":"ensi-zur-akw-sicherheit-greenpeace-fordert-nachpruefungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6304\/ensi-zur-akw-sicherheit-greenpeace-fordert-nachpruefungen\/","title":{"rendered":"ENSI zur AKW-Sicherheit: Greenpeace fordert Nachpr\u00fcfungen"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace begr\u00fcsst das rasche Handeln des ENSI, ist aber von den pr\u00e4sentierten Resultaten der Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung und den daraus gezogenen Folgerungen nicht \u00fcberzeugt. Greenpeace fordert Einsicht in alle Unterlagen und die \u00dcberpr\u00fcfung durch unabh\u00e4ngige Gutachter. Die unsicheren Altreaktoren in M\u00fchleberg und Beznau sind ausser Betrieb zu nehmen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Das Eidgen\u00f6ssische Sicherheitsinspektorat (ENSI) erlaubt den Weiterbetrieb aller Schweizer Atomkraftwerke\u00a0 und es r\u00e4umt \u201eangemessene Fristen\u201c zur Verbesserung ihrer Sicherheit ein. Doch Verbesserung reicht nicht, wie es Atomexperte Leo Scherer auf den Punkt bringt: \u00abEgal wie viele Nachr\u00fcstungen ein alter Reaktor erf\u00e4hrt, er kann nicht auf den neusten und angemessenen Sicherheitsstandard gebracht werden. Eine Katastrophe wie in Japan ist daher auch in der Schweiz nicht zu hundert Prozent ausgeschlossen. Dieses Risiko d\u00fcrfen wir nicht mehr dulden.\u00bb<\/p>\n<p>Die vom ENSI anberaumte Einrichtung externer St\u00fctzpunkte f\u00fcr eine Notintervention bei schweren AKW-Unf\u00e4llen weist auf ein Dilemma hin: Einerseits wird nach Fukushima ein vergleichbares Unfallszenario offenbar nicht mehr ausgeschlossen. Andererseits zeigt die verlangte Massnahme, dass es unm\u00f6glich ist, die bestehenden Reaktoren \u2013 vorab jene alter Bauart \u2013 auf ein Sicherheitsniveau zu hieven, das dem heutigen Stand der Technik und der Erfahrung entspricht. Die Auslegung der Altreaktoren in Beznau und vor allem in M\u00fchleberg entspricht schlicht nicht den Sicherheitsanforderungen neuer Atomkraftwerke. F\u00fcr Greenpeace ist es deshalb inakzeptabel, wenn das ENSI sich bei der Beurteilung dieser Werke an gesetzliche Vorgaben klammert, welche die bestehenden neuen Erkenntnisse nach der Fukushima-Katastrophe noch nicht ber\u00fccksichtigen und\u00dcf\u00fcr den Weiterbetrieb gr\u00fcnes Licht gibt.<\/p>\n<p>Als Sofortmassnahme fordert Greenpeace von den Entscheidungstr\u00e4gern, von Bundesrat, Parlament und Atomaufsichtsbeh\u00f6rde die vorl\u00e4ufige Ausserbetriebnahme der drei \u00e4ltesten AKW in M\u00fchleberg und Beznau sowie die \u00dcberpr\u00fcfung und Versch\u00e4rfung der Kriterien der Ausserbetriebnahme-Verordnung. Das ENSI darf nicht weiterhin \u00fcberm\u00e4ssig lange Nachr\u00fcstungsfristen gew\u00e4hren und damit den Weiterbetrieb trotz erh\u00f6htem Risiko gestatten, wenn gravierende Sicherheitsm\u00e4ngel festgestellt worden sind. Wenn wie beim AKW M\u00fchleberg der Kernmantel Risse hat oder wie beim AKW Beznau die Notstromeinrichtungen ungen\u00fcgend sind, gebietet es die Vorsicht, solche Reaktoren herunterzufahren und die M\u00e4ngel zu beheben, bevor ein Weiterbetrieb in Betracht gezogen wird.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen, welche im Rahmen des Langzeitbetriebs f\u00fcr Beznau vom ENSI angeordnet wurden (Materialverspr\u00f6dung, Erm\u00fcdungsbruch, Korrosionssch\u00e4den), sind zu beschleunigen und \u2013 nach Ber\u00fccksichtigung der neuen Sachlage \u2013 zu versch\u00e4rfen. Andere Risiken wie Gasentwicklung, terroristische Einwirkungen, Flugzeugabsturz oder Angriffe auf rechnerbasierte Steuerungen sollen ebenfalls f\u00fcr die Gesamtbetrachtung nach neustem Erkenntnisstand aufdatiert werden.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert bei der Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung der Schweizer AKW vollst\u00e4ndige Transparenz und den Beizug einer unabh\u00e4ngigen Zweitmeinung. Wie wichtig dies ist, hat das ENSI selbst unter Beweis gestellt: W\u00e4hrend die Aufsichtsbeh\u00f6rde selber den Zustand des Kernmantels im AKW M\u00fchleberg jahrelang als unbedenklich einstufte, kam ein vom ENSI in Auftrag gegebenes Zweitgutachten des T\u00dcV Nord zu einem andern Ergebnis und forderte Massnahmen (die Medien berichteten aufgrund einer Recherche der Wochenzeitung WoZ Ende April). <\/p>\n<p>Kontakt: <br \/>Leo Scherer, Atomexperte, Tel.\u00a0 078 720 48 36<br \/>Medienstelle Greenpeace Schweiz, Tel. 044 447 41 11<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bilder mit Projektionen auf Schweizer AKW-Geb\u00e4ude und -K\u00fchlt\u00fcrme zum Download<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace begr\u00fcsst das rasche Handeln des ENSI, ist aber von den pr\u00e4sentierten Resultaten der Sicherheits\u00fcberpr\u00fcfung und den daraus gezogenen Folgerungen nicht \u00fcberzeugt. Greenpeace fordert Einsicht in alle Unterlagen und die&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6304","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6304","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6304"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6304\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6304"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6304"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6304"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6304"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6304"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}