{"id":6306,"date":"2010-09-19T00:00:00","date_gmt":"2010-09-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6306\/atombrennstaebe-aus-der-russischen-katastrophenanlage-majak-heutige-frage-im-nationalrat-zur-offenlegung-des-handels-mit-radioaktiven-stoffen\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:22","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:22","slug":"atombrennstaebe-aus-der-russischen-katastrophenanlage-majak-heutige-frage-im-nationalrat-zur-offenlegung-des-handels-mit-radioaktiven-stoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6306\/atombrennstaebe-aus-der-russischen-katastrophenanlage-majak-heutige-frage-im-nationalrat-zur-offenlegung-des-handels-mit-radioaktiven-stoffen\/","title":{"rendered":"Atombrennst\u00e4be aus der russischen Katastrophenanlage Majak: Heutige Frage im Nationalrat zur Offenlegung des Handels mit radioaktiven Stoffen"},"content":{"rendered":"<p><b>Majak\/Bern 20. September 2010. Der Bundesrat antwortet heute auf die Frage von Geri M\u00fcller, ob er gewillt ist, etwas gegen den Einsatz russischer Brennst\u00e4be aus der Katastrophenanlage Majak in Schweizer AKWs zu unternehmen. Ein erster Schritt w\u00e4re die Einf\u00fchrung einer Deklarationspflicht \u00fcber die Herkunft der Kernmaterialien. Eine solche besteht derzeit nicht &#8211; im Gegensatz zur Bratwurst auf dem Mittagsteller.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Wo das Uran und die Brennst\u00e4be f\u00fcr Schweizer AKWs herkommen und an wen die hochradioaktiven Stoffe nach ihrem Gebrauch weitergereicht werden, will zur Zeit niemand genau wissen. Der Politik des Bundesrats und der Atombetreiber mangelt es an Transparenz, das Gesch\u00e4ftsgeheimnis von Axpo, Alpiq und BKW wird bis heute h\u00f6her gewertet. Angesichts der Zust\u00e4nde, die in der Umgebung von Uranabbau-Gebieten und von Aufarbeitungsanlagen wie Majak herrschen, ist dies unhaltbar.<\/p>\n<p>Nach jahrelangem beharrlichem Schweigen hat die Axpo gegen\u00fcber der Rundschau (Beitrag vom 8. September) jetzt offengelegt, dass sie auch Brennst\u00e4be aus der russischen Atomanlage Majak einsetzt. Bekannt ist dies eigentlich seit zehn Jahren, doch die Beh\u00f6rden (Bundesrat und das zust\u00e4ndige Bundesamt f\u00fcr Energie) haben diesem Umstand bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Axpo-CEO Manfred Thumann erkl\u00e4rte auf dem &#171;heissen Stuhl&#187; der Rundschau lediglich, dass man jetzt die Situation pr\u00fcfe, weil die Vertr\u00e4ge ausliefen. Dies widerspricht den Angaben russischer Hersteller. Demnach wurden Langzeitvertr\u00e4ge mit einer Laufdauer bis 2016 (G\u00f6sgen), resp. 2020 (Beznau) abgeschlossen (Artikel auf <a href=\"http:\/\/wirtschaft.russlandonline.ru\/atomkraft\/morenews.php?iditem=172\">russland.ru<\/a> und Pressemitteilung der LIeferfirma TVEL vom 13.12.2005).<\/p>\n<p>Die russische Anlage Majak und die umliegende Region ist eine der verstrahltesten Gegenden der Welt. Die Zust\u00e4nde und Sicherheitsbedingungen in der Anlage werden von den russischen Betreibern streng geheim gehalten.<\/p>\n<p>Nachdem die Axpo jetzt zugegeben hat, dass sie Brennst\u00e4be aus dem russischen Majak bezieht, fordert Greenpeace<\/p>\n<p>&#8211; eine Beendigung der intransparenten Gesch\u00e4fte\u00a0 mit russischen Staatsfirmen, welche keine R\u00fccksicht auf Umwelt und Menschen nehmen<\/p>\n<p>&#8211; volle Transparenz \u00fcber die Stofffl\u00fcsse von Kernmaterialien und Atomabf\u00e4llen wie sie die parl. Initiative von Geri M\u00fcller fordert.<\/p>\n<p><strong>Mehr Informationen unter:<\/strong><br \/><a href=\"http:\/\/www.tagesschau.sf.tv\/Nachrichten\/Archiv\/2010\/09\/08\/Schweiz\/Dreckiges-Uran-aus-Russland-fuer-Schweizer-AKW\">SF-Beitrag<\/a> zu den Gesch\u00e4ften der Axpo mit den Betreibern von\u00a0 Majak <br \/><strong><br \/>oder bei: <\/strong><br \/>Florian Kasser, Atomcampaigner, Tel. 044 &#8211; 447 41 23 oder 076- 345 26 55<br \/>Anita Merkt, Mediensprecherin Klima und Energie, Tel. 044-447 41 88 oder 078-791 40 20<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Majak\/Bern 20. September 2010. 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