{"id":6314,"date":"2010-11-18T00:00:00","date_gmt":"2010-11-17T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6314\/majak-axpo-bleibt-klare-antworten-weiterhin-schuldig\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:38","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:38","slug":"majak-axpo-bleibt-klare-antworten-weiterhin-schuldig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6314\/majak-axpo-bleibt-klare-antworten-weiterhin-schuldig\/","title":{"rendered":"Majak: Axpo bleibt klare Antworten weiterhin schuldig"},"content":{"rendered":"<p><b>An der heutigen PK hat die Axpo zwar erstmals einige russische Herkunftsorte des in Beznau verwendeten Urans offen gelegt. Die Axpo ist aber offenbar immer noch nicht in der Lage, konkrete Aussagen \u00fcber die Produktions-bedingungen f\u00fcr Majak und die Gef\u00e4hrdung von Mensch und Umwelt zu machen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>Es gibt f\u00fcr Wiederaufbereitungsanlagen wie Majak keine internationalen Standards. Weltweit existieren lediglich zwei in der Funktion vergleichbare Anlagen &#8211; eine in Sellafield (GB) und eine in La Hague (F).<\/p>\n<p>Wie in Majak wird dort aus abgebrannten Atombrennst\u00e4ben Plutonium f\u00fcr zivile und milit\u00e4rische Zwecke (Atomsprengk\u00f6pfe) gewonnen, die Anlagen sind in staatlichem Besitz. England und Frankreich gew\u00e4hrt seinen Anlagen Abgabelimiten f\u00fcr radioaktive Abw\u00e4sser, die jene anderer Atomanlagen um ein Vielfaches \u00fcbersteigen. Das Wiederaufbereitungsgesch\u00e4ft ist also weltweit schmutzig. In Sellafield und La Hague werden radioaktive Fl\u00fcssigabf\u00e4lle ins Meer geleitet und dort durch den Golfstrom weggetragen und verd\u00fcnnt. In Mayak sieht es noch schlimmer aus: dort werden die Abw\u00e4sser in ein System von Abwasserbecken und Seen geleitet, welche in einen kleinen Fluss m\u00fcnden. Die Konzentrationen entlang des Flusses bleiben hoch, weil mit neu hinzu kommenden Abw\u00e4ssern in dieses offene Gew\u00e4ssersystem immer auch Altlasten den Weg in den Fluss Techa finden. Die Bev\u00f6lkerung wird so kontinuierlich belastet. Ein Dammbruch des Erdwalls, der das Abwassersystem abgrenzt und als Abwasserfilter dient, stellt eine weiteres Risiko f\u00fcr Mensch und Umwelt dar.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss staatlicher Aufsichtsbeh\u00f6rde besteht in Russland keine Rechtsgrundlage f\u00fcr das Abwassersystem f\u00fcr radioaktive Fl\u00fcssigabf\u00e4lle, was den Betreibern nach wie vor einen grossen Spielraum im Umgang damit l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund sind die heutigen Aussagen der Axpo nicht befriedigend. Greenpeace h\u00e4lt die Gesch\u00e4fte des Schweizer Stromkonzern mit Majak nach wie vor f\u00fcr verantwortungslos.<\/p>\n<p>Die Axpo hat heute ihre Absicht deklariert, Majak zu besuchen. Im Sinnne der Transparenz erwartet Greenpeace eine Einladung, die Axpo auf diese Reise begleiten zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><strong>Kontakt<\/strong><br \/>Sibylle Zollinger, Medienverantwortliche Klima &amp; Energie: 044 447 41 73<\/p>\n<p><a title=\"Mayak: Hochaufl\u00f6sende Medienbilder\" href=\"\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Kontakt\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Majak-Dreckige-Uran-Geschafte-mit-Russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bilder<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der heutigen PK hat die Axpo zwar erstmals einige russische Herkunftsorte des in Beznau verwendeten Urans offen gelegt. 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