{"id":6320,"date":"2010-05-19T00:00:00","date_gmt":"2010-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6320\/basler-chemie-verheimlichte-brisante-dokumente-zu-chemiemuell-und-firmen-verantwortung\/"},"modified":"2019-05-30T07:23:47","modified_gmt":"2019-05-30T05:23:47","slug":"basler-chemie-verheimlichte-brisante-dokumente-zu-chemiemuell-und-firmen-verantwortung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6320\/basler-chemie-verheimlichte-brisante-dokumente-zu-chemiemuell-und-firmen-verantwortung\/","title":{"rendered":"Basler Chemie verheimlichte brisante Dokumente zu Chemiem\u00fcll und Firmen-Verantwortung"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace und die Gr\u00fcnen Baselland haben heute brisante Chemie-interne Dokumente ver\u00f6ffentlicht, die neue Erkenntnisse zur Deponie- und Trinkwasserproblematik liefern. Sie erm\u00f6glichen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die finanziellen Verantwortlichkeiten und Haftungen der Verursacher bei den Muttenzer Deponien und den Schadstoffen im Basler Trinkwasser. Novartis, Syngenta und Ciba\/BASF haben die Dokumente, die Greenpeace zugespielt wurden, bisher verheimlicht. Dies wirft ein schlechtes Licht auf die Informationspolitik und Glaubw\u00fcrdigkeit von Novartis, Syngenta und Ciba\/BASF.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Bereits vor f\u00fcnf Jahren hatte Greenpeace eine als vertraulich klassierte \u00abStoffliste Deponie Muttenz\u00bb von Novartis, Ciba und Syngenta ver\u00f6ffentlicht. Damals liessen die Chemiefirmen im Nachhinein verlauten, die f\u00fcr die Altlastenbearbeitung grundlegend wichtige Liste habe &#171;den Experten und Gremien\u00bb &#8211; und somit auch den Beh\u00f6rden &#8211; \u00abohne Einschr\u00e4nkung zur Verf\u00fcgung gestanden.\u00bb Was Novartis, Syngenta und Ciba den Beh\u00f6rden zur Verf\u00fcgung gestellt haben wollen, war allerdings nur eine zensierte Version. Denn die zensierte Stoffliste basiert auf \u00abMasterlisten\u00bb, deren Existenz die Industrie bisher verheimlichte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die drei Masterlisten, die Greenpeace zugespielt erhielt und jetzt umgehend ver\u00f6ffentlicht, enthalten zus\u00e4tzliche Informationen von grosser Brisanz: Darauf stehen Tausende von Produkten und Chemikalien. Neben jeder Chemikalie steht unter anderem der Name des verantwortlichen Chemiekonzerns sowie aus welchen firmeninternen Quellen die Informationen stammen. Die aufgelisteten Chemikalien bzw. deren Produktionsabf\u00e4lle und Fehlchargen, wurden damals von den Basler Chemiekonzernen in den Muttenzer Deponien Feldreben, Margelacker und Rothausstrasse abgelagert und sp\u00e4ter teils im Grund- und Trinkwasser, von dem \u00fcber 200&#8217;000 Menschen in der Region Basel trinken, nachgewiesen. Wenn die bisher verheimlichten Masterlisten systematisch mit den Analyseergebnissen aus den Muttenzer Trinkwasser- und Deponieuntersuchungen verglichen werden, l\u00e4sst sich f\u00fcr jeden gefundenen Schadstoff die daf\u00fcr verantwortliche Chemiefirma zuweisen. Damit ist man dem direkten Nachweis der Haftung von Novartis, Ciba\/BASF und Syngenta f\u00fcr die Trinkwasserverschmutzung einen entscheidenden Schritt n\u00e4her gekommen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Matthias W\u00fcthrich von Greenpeace kommentiert: \u00abIm Gegensatz zur zensierten Version, die auch an die Beh\u00f6rden ging, weisen die bisher verheimlichten Masterlisten jedem einzelnen Schadstoff eine Firma zu. Damit l\u00e4sst sich nachweisen, welcher Schadstoff von welcher Firma stammt und ann\u00e4hern, wieviel zum Beispiel Novatis, Ciba\/BASF und Syngenta jetzt f\u00fcr die Deponie-Sanierungen und Trinkwasser-Reinigung je bezahlen m\u00fcssen!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">J\u00fcrg Wiedemann, Landrat der Gr\u00fcnen Baselland, f\u00fchrt aus, wie dies im Kontext der Volksinitiativen zu \u00abChemiem\u00fcll sanieren\u00bb und \u00abTrinkwasser sch\u00fctzen\u00bb, \u00fcber die am 13. Juni in Baselland abgestimmt wird, gesehen werden muss: \u00abDas Verheimlichen von so wichtigen Informationen ist skandal\u00f6s. Dies zeigt, dass wir den Basler Chemiefirmen bei den Altlasten nicht trauen d\u00fcrfen. Novartis, Syngenta und Ciba\/BASF sind unglaubw\u00fcrdig, deshalb braucht es \u00f6ffentlichen Druck. Nur mit 2x JA zu unseren Volksinitiativen k\u00f6nnen wir sicher sein, dass der gef\u00e4hrliche Chemiem\u00fcll ausgegraben wird und die Region Basel wieder zu langfristig sauberem und sicherem Trinkwasser kommt.\u00bb<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentation von Matthias W\u00fcthrich<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Weitere Informationen erhalten Sie unter:<\/strong><\/p>\n<p><a class=\"external-link-new-window\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"http:\/\/www.totalsanieren.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.totalsanieren.ch<\/a> oder bei<\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Leiter Chemiekampagne Greenpeace, +41 44 447 41 31 (vor Ort)<\/p>\n<p>J\u00fcrg Wiedemann, Landrat Gr\u00fcne Baselland, +41 78 633 60 37<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace und die Gr\u00fcnen Baselland haben heute brisante Chemie-interne Dokumente ver\u00f6ffentlicht, die neue Erkenntnisse zur Deponie- und Trinkwasserproblematik liefern. Sie erm\u00f6glichen R\u00fcckschl\u00fcsse auf die finanziellen Verantwortlichkeiten und Haftungen der Verursacher&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6320","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6320","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6320"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6320\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6320"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6320"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6320"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6320"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6320"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}