{"id":6358,"date":"2010-08-04T00:00:00","date_gmt":"2010-08-03T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6358\/neue-akw-anzeige-gegen-aargau-und-solothurn\/"},"modified":"2019-05-30T07:24:46","modified_gmt":"2019-05-30T05:24:46","slug":"neue-akw-anzeige-gegen-aargau-und-solothurn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6358\/neue-akw-anzeige-gegen-aargau-und-solothurn\/","title":{"rendered":"Neue AKW: Anzeige gegen Aargau und Solothurn"},"content":{"rendered":"<p><b>Beim Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung ARE ist eine Anzeige gegen die Kantone Aargau und Solothurn eingegangen. Absender: Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und Greenpeace Schweiz. Die beiden Organisationen stellen fest, dass die im Aargau und in Solothurn laufenden Richtplanverfahren f\u00fcr neue AKW gegen Bundesrecht verstossen. Sie fordern vom ARE die Verfahren zu stoppen \u2013 wenn n\u00f6tig durch den Bundesrat.<\/b><\/p>\n<div>\n<p>In den Kantonen Aargau und Solothurn haben im Juni bzw. Juli 2010 Mitwirkungsverfahren zu raumplanerischen Fragen bez\u00fcglich der Standorte f\u00fcr ein neues AKW Beznau III bzw. ein neues AKW G\u00f6sgen II stattgefunden. Auch die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und Greenpeace Schweiz haben daran teilgenommen und festgestellt, dass das Vorgehen der beiden Kantone bundesrechtswidrig ist.<\/p>\n<p>Die Grundlage f\u00fcr die kantonale Richtplanung bildet laut Kernenergiegesetz (KEG) das Vorliegen einer Rahmenbewilligung f\u00fcr ein neues AKW auf Bundesebene. Eine solche liegt aber fr\u00fchestens 2013 vor. Eine vorg\u00e4ngige kantonale Standortentscheidung ist aufgrund der klaren Ordnung des KEG ausgeschlossen.<\/p>\n<h4>AKW-Standorte schmackhaft machen<\/h4>\n<p>In ihren dennoch aufgelegten Richtplanverfahren klammern die Aargauer und Solothurner Beh\u00f6rden die atom- und energierechtliche Diskussion aus, vermutlich um bei der Kantonsbev\u00f6lkerung einen vorauseilenden positiven Standortentscheid zu erwirken.<\/p>\n<p>\u00abEs wundert nicht, dass die AKW-freundlichen Aargauer und Solothurner Beh\u00f6rden versuchen, der kantonalen Bev\u00f6lkerung ein neues AKW schmackhaft zu machen. Doch auch sie m\u00fcssen sich an die im Kernenergiegesetz festgelegten Abl\u00e4ufe halten. Gegen\u00fcber der Bev\u00f6lkerung geht es auch um Fairplay. Eine Richtplan\u00e4nderung durchf\u00fchren zu wollen, einzig mit dem Ziel, die notwendige Debatte um neue Atomkraftwerke zu unterlaufen, entspricht dem sicher nicht\u00bb, so Kaspar Schuler, Bereichsleiter Klima &amp; Energie bei Greenpeace Schweiz und Vorstandsmitglied der Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb.<\/p>\n<p>Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb wehrt sich entschieden gegen dieses Vorgehen und hat daher zusammen mit Greenpeace Schweiz beim Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung ARE Anzeige erstattet. Sie fordern die zust\u00e4ndige Instanz auf, das Vorgehen der beiden Kantone aufsichtsrechtlich zu stoppen \u2013 n\u00f6tigenfalls durch den Bundesrat. <\/p>\n<h4>Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb<\/h4>\n<p>Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb &#8211; bestehend aus 36 Organisationen &#8211; setzt auf die Zukunft und damit auf die umwelt- und sozialvertr\u00e4gliche Nutzung neuer erneuerbarer Energien und auf Stromeffizienz. Sie wird die Abstimmungskampagne gegen die Rahmenbewilligung f\u00fcr den Bau neuer AKW f\u00fchren und eine Mehrheit der Bev\u00f6lkerung mobilisieren, gegen neue AKW zu stimmen.<br \/>Weitergehende Informationen zur Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und zu Risiken und Gefahren der Atomenergie finden Sie auf der Website <a href=\"http:\/\/www.nein-zu-neuen-akw.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.nein-zu-neuen-akw.ch.<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung ARE ist eine Anzeige gegen die Kantone Aargau und Solothurn eingegangen. Absender: Die Allianz \u00abNein zu neuen AKW\u00bb und Greenpeace Schweiz. 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