{"id":6372,"date":"2009-10-23T00:00:00","date_gmt":"2009-10-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6372\/notfallschutz-fuer-den-ernstfall-ist-nicht-vorgesorgt\/"},"modified":"2019-05-30T07:25:10","modified_gmt":"2019-05-30T05:25:10","slug":"notfallschutz-fuer-den-ernstfall-ist-nicht-vorgesorgt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6372\/notfallschutz-fuer-den-ernstfall-ist-nicht-vorgesorgt\/","title":{"rendered":"Notfallschutz: F\u00fcr den Ernstfall ist nicht vorgesorgt"},"content":{"rendered":"<p><b>Die neue Notfallschutz-Verordnung soll die Bev\u00f6lkerung besser vor den Folgen von Strahlenunf\u00e4llen in Atomkraftwerken sch\u00fctzen. Ausgerechnet den schlimmsten Fall eines Super-GAUs regelt der Entwurf des Bundesrats jedoch nicht. Greenpeace Schweiz hat ihre Vernehmlassungsantwort mit einer Animation versehen, die zeigt, welch grosse Gebiete bei einem schweren Strahlenunfall in einem Schweizer AKW radioaktiv verseucht w\u00fcrden. Greenpeace fordert vom Bundesrat gr\u00f6ssere Schutzzonen und den Einbezug der benachbarten L\u00e4nder in die Notfallschutzplanung.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Noch bis zum 31. Oktober 2009 l\u00e4uft die Vernehmlassungsfrist zur\u00a0 total revidierten \u00abVerordnung \u00fcber den Notfallschutz in der Umgebung der Kernanlagen\u00bb. Die darin vorgeschlagene Notfallschutzplanung f\u00fcr AKW-Unf\u00e4lle unterteilt das Gebiet rund um Atomkraftwerke in zwei Zonen: Kernzone 1 umfasst die Haushalte im Umkreis von 3 bis 5 Kilometern, zu Kernzone 2 geh\u00f6rt das bis 20 Kilometer von einem AKW entfernte Gebiet. Menschen in diesen Zonen werden bei einem AKW-St\u00f6rfall evakuiert oder erhalten Jodtabletten. Der Rest der Schweiz f\u00e4llt in Zone 3, f\u00fcr die keine Massnahmen vorgesehen sind.<\/p>\n<p>Mit der <a class=\"external-link-new-window\" title=\"\u00d6ffnet einen externen Link in einem neuen Fenster\" href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressematerial\/atom\/notfallschutz-fuer-den-ernstfall-ist-nicht-vorgesorgt\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Animation<\/a> zeigt Greenpeace, dass diese Notfallschutz-Zonen viel zu klein sind und einem schweren AKW-Unfall in keiner Weise gerecht w\u00fcrden. Basierend auf Modellrechnungen des englischen Atomexperten John Large wird illustriert, wie sich eine radioaktive Wolke ausbreiten w\u00fcrde, wenn es im AKW Beznau zu einem Super-GAU k\u00e4me: Ein solcher, sehr schnell verlaufender Unfall, bei dem grosse Mengen Radioaktivit\u00e4t freigesetzt werden, w\u00fcrde Gebiete weit \u00fcber den 20 Kilometer-Radius hinaus, inklusive das benachbarte Ausland verstrahlen. Ganze Landstriche m\u00fcssten evakuiert werden.<\/p>\n<p>Grundlage der vom Bundesrat vorgeschlagenen Notfallschutzplanung ist jedoch nicht dieses Szenario, sondern die h\u00e4ufiger m\u00f6glichen, aber relativ langsam verlaufenden AKW-Unf\u00e4lle von mittlerer Schwere. \u00abDas ist absolut verantwortungslos\u00bb, sagt Greenpeace-Atomexperte Leo Scherer, \u00abdenn solange Atomkraftwerke in Betrieb sind, k\u00f6nnen schwere Unf\u00e4lle von der Gr\u00f6ssenordnung Tschernobyl nicht ausgeschlossen werden. Mit der vorliegenden Regelung w\u00e4re die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr diesen Ernstfall nicht oder nur h\u00f6chst ungen\u00fcgend gesch\u00fctzt.\u00bb<\/p>\n<p>Greenpeace fordert daher vom Bundesrat eine Notfallschutzplanung, die auch die schwersten m\u00f6glichen AKW-Katastrophen mit einbezieht: Notfallschutz-Zonen von 80 bis 120 Kilometern und Einbezug der Nachbarl\u00e4nder, die von einem\u00a0 potenziellen AKW-Unfall in der Schweiz betroffen w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Animation und Vernehmlassungsantwort im <a class=\"internal-link\" title=\"\u00d6ffnet einen internen Link im aktuellen Fenster\" href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressematerial\/atom\/notfallschutz-fuer-den-ernstfall-ist-nicht-vorgesorgt\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressedossier<\/a>.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Leo Scherer, Atomkampagne Greenpeace, Tel. 078 720 48 36<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue Notfallschutz-Verordnung soll die Bev\u00f6lkerung besser vor den Folgen von Strahlenunf\u00e4llen in Atomkraftwerken sch\u00fctzen. 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