{"id":6384,"date":"2009-11-24T00:00:00","date_gmt":"2009-11-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6384\/studie-deckt-leere-klima-versprechen-des-bundesrates-auf\/"},"modified":"2019-05-30T07:25:27","modified_gmt":"2019-05-30T05:25:27","slug":"studie-deckt-leere-klima-versprechen-des-bundesrates-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6384\/studie-deckt-leere-klima-versprechen-des-bundesrates-auf\/","title":{"rendered":"Studie deckt leere Klima-Versprechen des Bundesrates auf"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine Studie f\u00fchrender Klimawissenschafter im Auftrag von Greenpeace zeigt: Wenn alle Industriestaaten eine Klimapolitik im Stil der Schweiz betreiben, steigt die globale Erw\u00e4rmung bis 2100 am wahrscheinlichsten um 3\u00b0C an, mit verheerenden Folgen f\u00fcr die Menschheit. Dieses Ergebnis steht im krassen Widerspruch zum deklarierten Ziel des Bundesrates, die Erw\u00e4rmung unter 2\u00baC zu halten. Greenpeace hat mit einer heute aufgel\u00f6sten Teaserkampagne die Widerspr\u00fcchlichkeit und Inkonsequenz des Bundesrat ins Visier genommen und fordert von ihm nochmals mit aller Sch\u00e4rfe, mit zielf\u00fchrenden Massnahmen nach Kopenhagen zu reisen.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Gem\u00e4ss dem UNO-Klimarat IPCC darf die<br \/>\nKlimaerw\u00e4rmung 2\u00ba Celsius gegen\u00fcber der vorindustriellen Zeit nicht<br \/>\n\u00fcberschreiten. Andernfalls sind die Folgen f\u00fcr die Menschheit nicht<br \/>\nmehr zu bew\u00e4ltigen. Offiziell sieht dies auch der Bundesrat so: Bei<br \/>\nder CO2-Gesetz-Revision beabsichtigt er aber nur eine CO2-Absenkung<br \/>\nbis 2020 um 10% im Inland und 10% im Ausland (gegen\u00fcber 1990). In<br \/>\nder Studie <a href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressematerial\/klima\/klimastudie\/\" title=\"\u00d6ffnet einen internen Link im aktuellen Fenster\" target=\"_self\" class=\"internal-link\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00abErwartete Klimaerw\u00e4rmung bei<br \/>\neiner weltweiten Klimapolitik nach Schweizer Vorgabe\u00bb<\/a> zeigen<br \/>\nKlimawissenschafter von Climate Analytics nun auf: Nehmen sich<br \/>\ns\ufffd\ufffdmtliche Industriestaaten die Schweiz zum kl\u00e4glichen Vorbild,<br \/>\nsteigt die globale Temperatur bis Ende dieses Jahrhunderts auf 3\u00baC.<br \/>\nDenn wenn die Hauptverantwortlichen der heute schon stattfindenden<br \/>\nKlimaerw\u00e4rmung nicht vorw\u00e4rts machen, bleiben die<br \/>\nEntwicklungsl\u00e4nder auf ihrem aktuellen Kurs &#8211; mit massiv steigendem<br \/>\nCO2-Ausstoss. Dazu Michiel Schaeffer, Hauptautor der Studie: \u00abDie<br \/>\nSchweizer Vorgabe, die Treibhausgas-Emissionen zwischen 1990 und<br \/>\n2020 um 20% zu reduzieren, f\u00fchrt zu keinem Emissionspfad, der die<br \/>\nglobale Erw\u00e4rmung unter 2\u00baC h\u00e4lt.\u00bb<\/p>\n<p>Wenige Tage vor der entscheidenden Klimakonferenz in Kopenhagen<br \/>\nfolgert Greenpeace-Klimacampaigner Cyrill Studer: \u00abDer Bundesrat<br \/>\ngaukelt der Bev\u00f6lkerung vor, er bekomme mit seinen Massnahmen den<br \/>\nKlimawandel in den Griff. Doch die Reduktionsziele, mit denen er<br \/>\nnach Kopenhagen reist, f\u00fchren direkt in die Katastrophe.\u00bb<br \/>\nGreenpeace fordert den Bundesrat auf, die klimawissenschaftlichen<br \/>\nErkenntnisse endlich ernst zu nehmen, den CO2-Ausstoss bis 2020 um<br \/>\n40% zu reduzieren und ebenso konsequentes Verhalten von den anderen<br \/>\nStaaten zu verlangen.<\/p>\n<p>Anfang Woche erhielten im Rahmen einer Greenpeace-Teaserkampagne<br \/>\nunter anderem s\u00e4mtliche Bundespolitiker einen Flyer, der den<br \/>\nbundesr\u00e4tlichen Eid auf die Schippe nahm: w\u00e4hrend die eine Hand zum<br \/>\nSchwur erhoben ist, kreuzen sich bei der anderen die Finger hinter<br \/>\ndem R\u00fccken. Cyrill Studer dazu: \u00abDie Bev\u00f6lkerung hat ein Recht auf<br \/>\nAufrichtigkeit: entweder beschliesst der Bundesrat endlich<br \/>\nzielf\u00fchrende Massnahmen oder er orientiert ehrlich dar\u00fcber, dass er<br \/>\nunseren Nachkommen einen lebensfeindlichen Planeten zu hinterlassen<br \/>\ngedenkt.\u00bb<\/p>\n<p>Dem Bundesrat bleiben vor Kopenhagen nur noch elf Tage, um aus<br \/>\nfalschen Versprechungen verantwortungsvolles Handeln zu machen.<br \/>\nDann wird \u00fcber die CO2-Reduktionsziele verhandelt, die das<br \/>\nWeltklima bereits in diesem Jahrhundert bestimmen werden. Jedes<br \/>\nLand hat die Verantwortung, zu einem Ergebnis beizutragen, das die<br \/>\nKlimaerw\u00e4rmung auf h\u00f6chstens 2\u00baC beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p><strong>Der Bundesrat wird voraussichtlich morgen offiziell das<br \/>\nMandat f\u00fcr die Schweizer Kopenhagen-Delegation vorstellen<br \/>\n(Ausweichdatum ist der 4. Dezember)<\/strong><\/p>\n<p>Weitere Informationen, inkl. Studie (d, e), Graphiken und<br \/>\nHintergrundpapier ab sofort auf <a href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressematerial\/klima\/klimastudie\/\" title=\"Pressedossier Klimastudie\" target=\"_self\" class=\"internal-link\" rel=\"noopener noreferrer\">www.greenpeace.ch\/klimastudie<\/a><\/p>\n<p><strong>Kontakt: \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Anita Merkt, Medienverantwortliche, Greenpeace, Tel 044 447 41<br \/>\n88<\/p>\n<p>Cyrill Studer, Klima- und Verkehrskampagne, Greenpeace, Tel 044<br \/>\n447 41 13<\/p>\n<p>Dr. Michiel Schaffer, Climate Analytics, New York (zwischen<\/p>\n<p>14 und 16 h, englisch sprechend), Tel 001 718 309 0120<\/p>\n<p><strong>Was bedeuten 3\u00baC konkret?<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Reto Knutti, Institut f. Atmosph\u00e4re und Klima, ETH Z\u00fcrich,<br \/>\nTel 044 632 35 40<\/p>\n<p>Prof. Dr. Martine Rebetez, Klimatologin, Eidg. Forschungsanstalt<br \/>\nWSL Lausanne, Tel 079 561 44 66 (ganztags ausser 14-16 h)<\/p>\n<p><strong>Heute um 12.30 Uhr l\u00e4dt Greenpeace zu einem Medienlunch<br \/>\nan die Heinrichstr. 147 in Z\u00fcrich ein. Dabei werden Ihnen unsere<br \/>\nKlimaexperten Cyrill Studer und Alex Hauri vertiefende Fragen zur<br \/>\nStudie und zur bevorstehenden Klimakonferenz in Kopenhagen<br \/>\nbeantworten (inklusive der Rolle der Schweiz). Anmeldungen bis<br \/>\n11.00 Uhr an <a href=\"javascript:linkTo_UnCryptMailto('nbjmup+bojub\/nfsluAdi\/hsffoqfbdf\/psh');\" title=\"\u00d6ffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mail\" class=\"mail\">anita.merkt(at)ch.greenpeace.org<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Studie f\u00fchrender Klimawissenschafter im Auftrag von Greenpeace zeigt: Wenn alle Industriestaaten eine Klimapolitik im Stil der Schweiz betreiben, steigt die globale Erw\u00e4rmung bis 2100 am wahrscheinlichsten um 3\u00b0C an,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6384","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6384\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6384"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6384"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}