{"id":6402,"date":"2009-07-14T00:00:00","date_gmt":"2009-07-13T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6402\/verdacht-erhaertet-falsche-angaben-in-der-oekobilanz-zum-akw-beznau\/"},"modified":"2019-05-30T07:25:54","modified_gmt":"2019-05-30T05:25:54","slug":"verdacht-erhaertet-falsche-angaben-in-der-oekobilanz-zum-akw-beznau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6402\/verdacht-erhaertet-falsche-angaben-in-der-oekobilanz-zum-akw-beznau\/","title":{"rendered":"Verdacht erh\u00e4rtet: Falsche Angaben in der \u00d6kobilanz zum AKW Beznau"},"content":{"rendered":"<p><b>Z\u00fcrich. Greenpeace Schweiz ver\u00f6ffentlicht heute einen Bericht \u00fcber die Gesch\u00e4fte der schweizerischen AKW-Betreiber mit der russischen Atomindustrie. Dieser begr\u00fcndet die Vermutung, dass die Nordostschweizerischen Kraftwerke (NOK) f\u00fcr ihren Brennstoff kein Uran aus der russischen Atomwaffenabr\u00fcstung verwenden. Gest\u00fctzt auf die Rechercheergebnisse sowie j\u00fcngste Medienberichte wiederholt Greenpeace die Forderung an die NOK, die \u00d6kobilanz zum AKW Beznau zu korrigieren.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Seit Jahren beziehen die AKW Beznau (NOK\/Axpo) und G\u00f6sgen (Alpiq, ehemals Atel) grosse Mengen Kernbrennstoff von der russischen Atom-firma TVEL. Die Undurchsichtigkeit dieser Gesch\u00e4ftsbeziehungen war Anlass f\u00fcr die heute ver\u00f6ffentlichte Greenpeace-Studie \u00abRecycling von Wiederaufarbeitungsuran? Ein Einblick in die Gesch\u00e4fte der Schweizer Atomindustrie mit russischen Brennstoffproduzenten\u00bb.<\/p>\n<p>Der Bericht liefert Befunde, die dem von der Atomindustrie propagierten sauberen Kreislauf des Brennstoffs Uran widersprechen. So zeigt die Recherche auf, dass der L\u00f6wenanteil des zur Wiederaufbereitung nach Russland geschickten schweizerischen Urans gar nicht in die Schweiz zur\u00fcckkehrt, sondern im Brennstoff f\u00fcr marode Reaktoren vom Typ Tschernobyl endet.<\/p>\n<p>Ebenfalls auf den Bericht st\u00fctzt Greenpeace den Vorwurf an die NOK, deren \u00abUmweltdeklaration KKW Beznau\u00bb beruhe auf einer Falschdeklaration. Die NOK gibt n\u00e4mlich an, f\u00fcr ihren Brennstoff werde hoch angereichertes Uran aus Atomwaffenbest\u00e4nden eingesetzt. Die Recherchen von Greenpeace hingegen zeigen, dass bloss mittel angereichertes Uran aus Schiffsreaktoren verwendet wird. Das hat gem\u00e4ss Leo Scherer, Atomexperte bei Greenpeace, zwei Konsequenzen: \u00abZum einen kann die NOK nicht l\u00e4nger Werbung damit machen, dass der Betrieb des AKW Beznau zur Kernwaffenabr\u00fcstung in Russland beitrage. Zum andern muss die Umweltdeklaration von Grund auf neu berechnet werden, denn mittel angereichertes Uran wird in Atomanlagen ex-sowjetischer Bauart hergestellt, was die \u00d6kobilanz entsprechend verschlechtert.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>\u00abRecycling von Wiederaufarbeitungsuran? Ein Einblick in die Gesch\u00e4fte der Schweizer Atomindustrie mit russischen Brennstoffproduzenten\u00bb<\/strong><\/p>\n<p>Der 25-seitige Bericht versucht, die verschlungenen Gesch\u00e4ftsbezie-hungen und die komplizierten Zusammenh\u00e4nge bei der Herstellung und Wiederverwendung der Kernmaterialien \u00fcbersichtlich und verst\u00e4ndlich darzustellen. Er erkl\u00e4rt, wie Natururan, Wiederaufarbeitungsuran (WAU) und hoch oder mittel angereichertes Uran (HEU bzw. MEU) zusammenh\u00e4ngen. Die Studie zeigt sodann auf, wie stark sich die Zah-lenangaben zu den Stofffl\u00fcssen zwischen der Schweiz und Russland je nach Quelle (IAEA, NOK, Bundesamt f\u00fcr Energie) unterscheiden.<\/p>\n<p>Der Bericht ist das Ergebnis einer rund ein Jahr dauernden Untersu-chung mehrerer Rechercheure. Er basiert auf\u00a0 Abkl\u00e4rungen vor Ort so-wie einer minuti\u00f6sen Sichtung aller zug\u00e4nglichen Informationsquellen, wie etwa der Publikationen der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA) und direkter Anfragen bei den Schweizer AKW-Betreibern.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"download-arrow\" title=\"Startet den Datei-Download\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_Stu_Wiederaufbereitungsuran.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">Download Bericht \u00abRecycling von Wiederaufarbeitungsuran?\u00bb<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Kontakt: Leo Scherer, Atomkampagne, 078 720 48 36<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a class=\"external-link-arrow\" title=\"Pressemeldung vom 6. Juli 2009\" href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/de\/presse\/pressemitteilungen\/atom\/atom-pressemitteilung-single-view\/archive\/2009\/july\/article\/dunkle-flecken-im-reinheft\/\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00d6kobilanz AKW Beznau: Dunkle Flecken im Reinheft<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00fcrich. Greenpeace Schweiz ver\u00f6ffentlicht heute einen Bericht \u00fcber die Gesch\u00e4fte der schweizerischen AKW-Betreiber mit der russischen Atomindustrie. 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