{"id":6414,"date":"2009-03-25T00:00:00","date_gmt":"2009-03-24T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6414\/falschdeklarationen-bei-deponie-hirschacker-landratsamt-loerrach-und-hpc-wussten-alles\/"},"modified":"2019-05-30T07:27:23","modified_gmt":"2019-05-30T05:27:23","slug":"falschdeklarationen-bei-deponie-hirschacker-landratsamt-loerrach-und-hpc-wussten-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6414\/falschdeklarationen-bei-deponie-hirschacker-landratsamt-loerrach-und-hpc-wussten-alles\/","title":{"rendered":"Falschdeklarationen bei Deponie Hirschacker: Landratsamt L\u00f6rrach und HPC wussten alles!"},"content":{"rendered":"<p><b>Medienmitteilung anl\u00e4sslich des Besuchs der politischen Fraktionen, Deponiebetreiber und Medien aus Rheinland-Pfalz auf der Deponie Hirschacker<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich(CH)\/Grenzach-Wyhlen(D). <strong>Seit<br \/>\nSeptember 2008 wissen das Landratsamt L\u00f6rrach und das Ingenieurb\u00fcro<br \/>\nHPC, das f\u00fcr Roche den Hirschacker saniert, selber: Die so genannte<br \/>\nBaggerschurf-Beprobung f\u00fchrt im Gegensatz zur Haufwerksbeprobung zu<br \/>\nmassiven Fehldeklarationen. Dies belegt ein internes Papier von HPC<br \/>\nmit Kopie an das Landratsamt L\u00f6rrach vom 24.9.2008, das Greenpeace<br \/>\nheute ver\u00f6ffentlicht. Die selber festgestellte Fehlerquote von 50 %<br \/>\nkehrten die L\u00f6rracher Beh\u00f6rden und HPC aber unter den Tisch. Obwohl<br \/>\nsie von der Fehlerhaftigkeit wussten, deklarierten und entsorgten<br \/>\ndie Verantwortlichen 17&#8217;000 Tonnen Hirschacker-M\u00fclls trotzdem<br \/>\nausschliesslich aufgrund der mangelhaften Baggerschurf-Methode in<br \/>\nDeponien in Rheinland-Pfalz. Greenpeace fordert von den Beh\u00f6rden<br \/>\nund Roche ein Ende der verharmlosenden Stellungnahmen und die<br \/>\nKorrektur der begangenen Fehler.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Mit dem Methodenvergleich Baggerschurf\/Haufwerk<br \/>\nstelle Greenpeace \u00abZusammenh\u00e4nge her, die es nicht gibt\u00bb. Deshalb<br \/>\nseien die Greenpeace-Vorw\u00fcrfe, wonach bei der Teil-Sanierung der<br \/>\nRoche-Chemiem\u00fclldeponie in Grenzach mit \u00fcberwiegend falschen<br \/>\nAbfalldeklarationen gerechnet werden m\u00fcsse, \u00abnicht relevant\u00bb. So<br \/>\nl\u00e4sst sich J\u00fcrgen Hirnschal vom Landratsamt L\u00f6rrach gestern in der<br \/>\nPresse zitieren. Nun: Genau diese Zusammenh\u00e4nge, die es anscheinend<br \/>\nnicht gibt, hat das Ingenieurb\u00fcro HPC schon im September 2008 beim<br \/>\nVergleich der Analyseresultate von vier Baggerschurf\/Haufwerken<br \/>\nselbst hergestellt: die Fehlerquote bei der Abfalldeklaration durch<br \/>\nBaggerschurf-Beprobung betrug 50 %. Die von Greenpeace nach einer<br \/>\nAuswertung von 54 Haufwerks- vs. Baggerschurf-Analysen<br \/>\nfestgestellte Fehlerquote war 65 % &#8211; dabei war der Fehler bei der<br \/>\nZuweisung der Abfallklassen so gross, dass 40 % der durch die<br \/>\nBaggerschurf-Methode beprobten Abf\u00e4lle nicht auf Deponie, sondern<br \/>\nin thermische Behandlung h\u00e4tten gehen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Das von Greenpeace heute ver\u00f6ffentlichte<br \/>\nHPC-interne Dokument zeigt, dass HPC den Methodenvergleich<br \/>\nBaggerschurf\/Haufwerk als Reaktion auf die verweigerte<br \/>\nMaterial-Annahme durch die Deponie Eichelbuck bei Freiburg schon im<br \/>\nSeptember 2008 selber durchgef\u00fchrt hatte &#8211; exakt auf die gleich<br \/>\nArt, wie Greenpeace ihn jetzt gemacht, resp. am Dienstag<br \/>\nver\u00f6ffentlicht hat. HPC h\u00e4lt im Schreiben vom 24.9.2008 w\u00f6rtlich<br \/>\nfest: \u00abAuf Grundlage der Nachuntersuchung (&#8230;) vom 11.9.2008 sind<br \/>\nzwei der vier [mittels Baggersch\u00fcrfen, Anm. Greenpeace]<br \/>\naushubvorauseilend beprobten Haufwerke der Belastungsklasse DK1<br \/>\n(&#8230;) wie folgt neu zu deklarieren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Danach folgen im HPC-Schreiben die<br \/>\nUmklassierungen zweier Abfall-Einheiten von DK1 (gem\u00e4ss<br \/>\nBaggersch\u00fcrfen) zu einer tieferen (Z1.2), bzw. zu einer h\u00f6heren und<br \/>\nsomit gef\u00e4hrlicheren Abfalleinheit DK2. Mit anderen Worten: Rund<br \/>\nzwei Wochen nachdem das Regierungspr\u00e4sidium Freiburg die Ablagerung<br \/>\nauf der Deponie Eichelbuck bei Freiburg wegen fehlender<br \/>\nHaufwerksbeprobungen untersagt hatte, wussten HPC und Landratsamt<br \/>\nL\u00f6rrach: die H\u00e4lfte der Abfalldeklarationen aufgrund von<br \/>\nBaggerschurf- im Vergleich zur umfassenderen Haufwerksbeprobung war<br \/>\nfalsch. Somit musste auch klar sein, dass Baggerschurf-Beprobungen<br \/>\nsehr fehlerhaft und f\u00fcr die Abfalldeklaration somit untauglich<br \/>\nsind. Am 23.10.2008 best\u00e4tigte auch das Umweltministerium<br \/>\nBaden-W\u00fcrttemberg, dass umfassendere Haufwerksbeprobungen n\u00f6tig<br \/>\nsind &#8211; doch auch dieser dritte Fingerzeig bewirkte vorerst nichts.<br \/>\nDie massiv fehlerhafte Baggerschurf-Abfalldeklaration und die<br \/>\ndaraus folgende unsachgem\u00e4sse Entsorgung von 17&#8217;000 Tonnen<br \/>\nHirschacker-M\u00fclls in die Deponien Budenheim, Berg und Kapiteltal in<br \/>\nRheinland-Pfalz ging bis Mitte Dezember 2008 weiter.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Matthias W\u00fcthrich von Greenpeace vor Ort in<br \/>\nGrenzach-Wyhlen kommentiert: \u00abDas Landratsamt L\u00f6rrach weiss schon<br \/>\nlange, wie untauglich die Abfalldeklaration per<br \/>\nBaggerschurf-Methode ist. Trotzdem deckt es die gef\u00e4hrliche<br \/>\nBilligentsorgung von Hirschacker-M\u00fcll nach Rheinland-Pfalz.<br \/>\nGreenpeace will keine neuen Altlasten, die das Grund- und<br \/>\nTrinkwasser verschmutzen. Jetzt ist Schluss mit dem Verharmlosen &#8211;<br \/>\ndie Beh\u00f6rden m\u00fcssen intervenieren und die begangenen Fehler<br \/>\nkorrigieren. Der abgekippte Hirschacker-M\u00fcll in Rheinland-Pfalz<br \/>\nmuss zur fachgerechten Beprobung wieder raus &#8211; auch f\u00fcr den noch<br \/>\nunsanierten Hirschacker gilt: gef\u00e4hrlicher Chemiem\u00fcll muss<br \/>\nweg!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_080924HPCTest.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" class=\"download-arrow\" rel=\"noopener noreferrer\">HCP-Dokument<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_Illu_Haufwerk.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" class=\"download-arrow\" rel=\"noopener noreferrer\">Illustration Unterschied Baggerschurf- und<br \/>\nHaufwerkmethode<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_Praes_Hirschacker.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" class=\"download-arrow\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace Pr\u00e4sentation anl\u00e4sslich des<br \/>\nDeponiebesuchs vom 26.3.2009<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/presse\/pressemitteilungen\/chemie\/chemie-pressemitteilungen-single-view\/archive\/2009\/march\/article\/unsachgemaesse-giftmuellentsorgung-aufgrund-fehldeklarationen-bei-roche-chemiemuelldeponie\/\" title=\"Pressemeldung: Unsachgem\u00e4sse Giftm\u00fcllentsorgung aufgrund Fehldeklarationen bei Roche-Chemiem\u00fclldeponie\" target=\"_self\" class=\"external-link-arrow\" rel=\"noopener noreferrer\">Pressemeldung und<br \/>\nUnterlagen vom 23.4.2009<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Leiter Chemiekampagne Greenpeace Schweiz, +41<br \/>\n44 447 41 31<\/p>\n<p>Presseabteilung Greenpeace Schweiz +41 44 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Medienmitteilung anl\u00e4sslich des Besuchs der politischen Fraktionen, Deponiebetreiber und Medien aus Rheinland-Pfalz auf der Deponie Hirschacker Z\u00fcrich(CH)\/Grenzach-Wyhlen(D). 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