{"id":64140,"date":"2021-02-11T10:00:41","date_gmt":"2021-02-11T09:00:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=64140"},"modified":"2021-02-11T11:59:08","modified_gmt":"2021-02-11T10:59:08","slug":"nothilfe-fuer-amazonien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/64140\/nothilfe-fuer-amazonien\/","title":{"rendered":"Nothilfe f\u00fcr Amazonien"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In Brasilien geh\u00f6ren indigene V\u00f6lker zu den Gruppen, die am st\u00e4rksten von Corona bedroht sind. Greenpeace nimmt die humanit\u00e4re Hilfe zur Unterst\u00fctzung der indigenen Bev\u00f6lkerung wieder auf.<\/strong><\/p>\n\n<p>2021 sollte alles besser werden. Doch in Brasilien ist ein Ende der Covid-19-Krise auch im neuen Jahr noch lange nicht in Sicht. Im Gegenteil: Die zweite Welle der Pandemie trifft besonders den brasilianischen Norden, in dem auch der gr\u00f6sste Teil des Amazonas-Regenwaldes liegt. Das Gesundheitswesen der Stadt Manaus ist zusammengebrochen. Es mangelt an&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/news.mongabay.com\/2021\/01\/brazils-collapsing-manaus-health-service-escalates-covid-indigenous-risk\/\" target=\"_blank\">medizinischen Ger\u00e4ten und Krankenhausbetten<\/a>. Viele Covid-19-Patient*innen warten nun vergeblich auf Sauerstoff,&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/manaus-krise-in-brasilien-sauerstoff-wird-zur-luxusware-17150503.html\" target=\"_blank\">w\u00e4hrend die Preise f\u00fcr die lebensrettende Mangelware immer weiter steigen<\/a>.<\/p>\n\n<p>Doch nicht nur in Manaus ist die Lage zunehmend dramatisch. Auch in kleineren St\u00e4dten und Gemeinden in abgelegenen Regionen des Bundesstaates Amazonas breitet sich die Pandemie weiter aus. Indigene V\u00f6lker geh\u00f6ren zu den Gruppen, die am st\u00e4rksten von der Ausbreitung der Krankheit bedroht sind und keine geeigneten Voraussetzungen haben, der Pandemie zu begegnen.&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/apiboficial.org\/emergencia-indigena\/?lang=en\" target=\"_blank\">Mindestens 953 Indigene sind bereits durch Covid-19 gestorben, mehr als 47&#8217;846 haben sich infiziert<\/a>. Gerade in der Region des oberen Rio Negro, 990 Kilometer von Manaus entfernt, wo die logistischen Herausforderungen am gr\u00f6ssten sind, ist Hilfe daher dringend erforderlich.<\/p>\n\n<p>\u00abDer Obere Rio Negro besteht aus drei Gemeinden (S\u00e3o Gabriel da Cachoeira, Santa Isabel do Rio Negro und Barcelos), 23 indigenen V\u00f6lkern und 750 verschiedenen indigenen D\u00f6rfern. Vorr\u00e4te, Desinfektionsmittel und nachgef\u00fcllte Sauerstoffflaschen nach Manaus zu bringen w\u00e4re kostspielig und w\u00fcrde zu lange dauern, um die Pandemie in der Region einzud\u00e4mmen\u00bb, erkl\u00e4rt Marivelton Barroso, Pr\u00e4sident der&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/FOIRN\/?ref=page_internal\" target=\"_blank\">F\u00f6deration der indigenen Organisationen von Rio Negro (FOIRN)<\/a>.&nbsp;<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">WINGS OF EMERGENCY<\/h3>\n\n<p>Bereits im vergangenen Jahr hatte Greenpeace Brasilien zusammen mit anderen Organisationen das Projekt \u00abWings of Emergency\u00bb ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekts wurden f\u00fcnf Monate lang mehr als 63 Tonnen Hilfsg\u00fcter und medizinische Ausr\u00fcstung zu indigenen Gemeinden in abgelegenen Regionen transportiert. Nun, im Januar 2021 wurden etwa zehn Tonnen Ausr\u00fcstung und Gesundheitsg\u00fcter in mehrere Regionen des Amazonas geschickt. Iran Magno, Sprecher von Greenpeace Brasilien, erkl\u00e4rt: \u00abAuch wenn der Beginn der Impfung uns Hoffnung macht, ist die Pandemie leider immer noch unser Alltag. Wir k\u00f6nnen nicht tatenlos zusehen, wie Menschen der Sauerstoff ausgeht. Viele Menschen engagieren sich, um in der n\u00f6rdlichen Region des Landes zu helfen. Auch wir von Greenpeace m\u00f6chten dazu beitragen, daher b\u00fcndeln wir unsere die Kr\u00e4fte und handeln\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">UMSTRITTENES AMAZONAS-SCHUTZPROJEKT DER REGIERUNG<\/h3>\n\n<p>Derweil hat die brasilianische Regierung das Programm \u00abAdoptiere einen Park\u00bb zur Bewahrung von Naturschutzgebieten in Amazonien vorgestellt. Einzelpersonen oder Firmen k\u00f6nnen demnach f\u00fcr umgerechnet 10 Euro pro Hektar im Jahr die Patenschaft f\u00fcr einen Nationalpark im Amazonas-Gebiet \u00fcbernehmen. Greenpeace Brasilien kritisiert das Programm als Versuch, die Realit\u00e4t zu verbergen: \u00abBis zum heutigen Tag sehen wir keine Anzeichen f\u00fcr Fortschritte. Die Regierung schiebt die Verantwortung f\u00fcr die Finanzierung eines Teils des Umweltschutzes des Landes den Unternehmen zu \u2013 eine weitere Greenwashing-Massnahme von denjenigen, die den Schutz des Amazonaswaldes, anderer \u00d6kosysteme und ihrer V\u00f6lker stetig aufweichen.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Brasilien geh\u00f6ren indigene V\u00f6lker zu den Gruppen, die am st\u00e4rksten von Corona bedroht sind. 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