{"id":6418,"date":"2009-04-22T00:00:00","date_gmt":"2009-04-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6418\/hat-edf-auch-greenpeace-schweiz-ausspioniert\/"},"modified":"2019-05-30T07:27:29","modified_gmt":"2019-05-30T05:27:29","slug":"hat-edf-auch-greenpeace-schweiz-ausspioniert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6418\/hat-edf-auch-greenpeace-schweiz-ausspioniert\/","title":{"rendered":"Hat EDF auch Greenpeace Schweiz ausspioniert?"},"content":{"rendered":"<p><b>Am 31. M\u00e4rz 2009 deckten die franz\u00f6sischen Medien die illegale Bespitzelung von Greenpeace Frankreich im Auftrag des Atomkonzerns EDF auf. Greenpeace Schweiz ist \u00fcber diese Vorkommnisse besorgt und hat EDF Helvetica in einem Schreiben vom 2. April aufgefordert, klarzustellen, ob auch in der Schweiz Massnahmen zur Aushorchung von Greenpeace getroffen wurden. Angesichts der Antwort von EDF Helvetica und der Entwicklung dieser Spionage-Aff\u00e4re auf internationaler Ebene stellt Greenpeace Schweiz fest, dass die Lage auch hierzulande sehr beunruhigend ist.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Lausanne. Am 31. M\u00e4rz deckten franz\u00f6sische Medien auf, dass der Stromkonzern Electricit\u00e9 de France EDF, der 25% der Aktien von Alpiq h\u00e4lt, Greenpeace Frankreich bespitzelt hat. Gem\u00e4ss Greenpeace Frankreich vorliegenden Akten der laufenden gerichtlichen Untersuchung hat EDF ab 2002 ein System zur Ausspionierung von Greenpeace Frankreich eingerichtet, das aus diversen physischen und elektronischen Unterwanderungs- und \u00dcberwachungsmassnahmen besteht. Die Akten besagen zudem, dass EDF in weiteren L\u00e4ndern Europas Operationen zur \u00dcberwachung von Greenpeace betreibt. Offensichtlich ist EDF in h\u00f6chstem Mass verunsichert, weil die Umweltorganisation mit ihrer beharrlichen Arbeit die Gef\u00e4hrlichkeit, die Schw\u00e4chen sowie die exorbitanten Kosten von Atomenergie aufzeigt.<\/p>\n<p>Greenpeace Schweiz ist \u00fcber diese Aff\u00e4re besorgt. In einem Schreiben an Daniel Dupouy, den gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Direktor von EDF Helvetica, fordert die Umweltorganisation umfassende Erkl\u00e4rungen zur Frage, ob EDF auch in der Schweiz Bespitzelungsmassnahmen getroffen hat. Das Antwortschreiben von EDF geht auf die gestellten Fragen jedoch nicht ein.<\/p>\n<p>&#171;Das ist inakzeptabel&#187;, erkl\u00e4rt Urs Wittwer, verantwortlich f\u00fcr die Atom-Kampagne bei Greenpeace Schweiz. &#171;EDF dementiert nicht, dass \u00dcberwachungsoperationen stattgefunden haben, somit m\u00fcssen wir das Schlimmste bef\u00fcrchten. Wir fordern im Rahmen der Diskussion um Atomenergie h\u00f6chste Transparenz.&#187; Alpiq will als gr\u00f6sster Stromkonzern der Schweiz ein neues Atomkraftwerk bauen, ebenso wie die BKW (Bernische Kraftwerke) und Axpo. Dabei pr\u00e4sentiert Alpiq, die franz\u00f6sische Nukleartechnologie namens &#171;EPR&#187; (European Pressurized Reactor) der Firmen EDF und Areva als beste Option.<\/p>\n<p>Angesichts der internationalen Entwicklung der EDF-Bespitzelungsaff\u00e4re und der inhaltsleeren Aussagen der Konzernvertretung in Lausanne, ist es f\u00fcr Greenpeace Schweiz naheliegend, dass EDF auch hierzulande die Umweltorganisation ausspioniert hat. &#171;EDF hat gezeigt, dass sie nicht vor illegalen Methoden zur\u00fcckschreckt, welche die demokratischen Grunds\u00e4tze der Schweiz mit F\u00fcssen treten. Die Firma hat ihre Glaubw\u00fcrdigkeit verspielt und darf keine Rolle in der hiesigen Atom-Debatte spielen. Alpiq muss die n\u00f6tigen Konsequenzen ziehen, sich von EDF trennen und ihre AKW-Projekte begraben. Insbesondere, da eine Energieversorgung ohne die gef\u00e4hrliche Atomenergie m\u00f6glich ist, wenn jetzt konsequent auf Erneuerbare Energien und Effizienz gesetzt wird &#171;, so Urs Wittwer.<\/p>\n<p>Kontakt:<\/p>\n<p>Urs Wittwer, Atom-Kampagne Greenpeace Schweiz, 044 447 41 75<\/p>\n<p>Franziska Rosenmund, Kommunikationsbeauftragte, 044 447 41 54<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p><strong><a class=\"download\" title=\"Startet den Datei-Download\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_Brief_EDF_Helvetica.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bb Brief von Greenpeace Schweiz an EDF Helvetica vom 2. April 2009<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong><a class=\"download\" title=\"Startet den Datei-Download\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2009_Atome_Lettre_EDFHelvetica.pdf\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00bb Antwortschreiben von EDF Helvetica vom 9. April 2009<\/a><\/strong><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 31. M\u00e4rz 2009 deckten die franz\u00f6sischen Medien die illegale Bespitzelung von Greenpeace Frankreich im Auftrag des Atomkonzerns EDF auf. 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