{"id":64348,"date":"2021-02-23T16:18:30","date_gmt":"2021-02-23T15:18:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=64348"},"modified":"2021-02-24T13:47:34","modified_gmt":"2021-02-24T12:47:34","slug":"proviande-unterstutzt-eine-nachhaltigere-landwirtschaft-fur-einige-stunden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/64348\/proviande-unterstutzt-eine-nachhaltigere-landwirtschaft-fur-einige-stunden\/","title":{"rendered":"Proviande unterst\u00fctzt eine nachhaltigere Landwirtschaft \u2013 f\u00fcr einige Stunden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Vielleicht hast du es auf Social Media gesehen: Proviande hat einige Stunden lang unsere Forderungen bez\u00fcglich Futtermittelimporte f\u00fcr die Schweizer Nutztierhaltung unterst\u00fctzt. Warum nur f\u00fcr ein paar Stunden? Ganz einfach, weil Proviande nichts damit zu tun hatte. Es war ein von Greenpeace-Aktivist*innen erfolgreich durchgef\u00fchrter Hoax. Sie wollten Proviande dazu bringen, sich \u00f6ffentlich zu positionieren bez\u00fcglich der Umweltauswirkungen ihrer Werbekampagnen f\u00fcr \u00abSchweizer Fleisch\u00bb, die mit Steuergeldern finanziert werden.<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n<p>Am Dienstag, 23. Februar 2021 haben Greenpeace-Aktivist*innen eine gef\u00e4lschte Webseite von Proviande, der Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, online gestellt. Es sollte so aussehen, als h\u00e4tte Proviande endlich erkannt, wie umweltsch\u00e4dlich die Futtermittelimporte der Schweizer Nutztierhaltung sind, und ihre vom Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) finanzierte Absatzf\u00f6rderung dementsprechend angepasst. Diese Online-Aktion wurde von einem Besuch bei der Proviande in Bern begleitet, wo das Logo der Organisation in \u00abProlocal\u00bb ge\u00e4ndert wurde.<\/p>\n\n<p>Aktuell stammt ein Grossteil der Produkte mit der Bezeichnung \u00abSchweizer Fleisch\u00bb von Tieren, die mit importiertem Futter ern\u00e4hrt wurden. Der Bund muss das System der Absatzf\u00f6rderung gr\u00fcndlich \u00fcberdenken, und sollte nur noch Fleischprodukte von Tieren f\u00f6rdern, die ohne Futterimporte und insbesondere ohne importiertes Kraftfutter aufwachsen. Im <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/63781\/der-futtermittel-schwindel\/\" target=\"_blank\">Report vom 2. Februar<\/a> kritisiert Greenpeace Schweiz, dass die Schweizer Tierproduktion von solchen Importen abh\u00e4ngig ist. Der Futtermittelanbau setzt die B\u00f6den in Drittl\u00e4ndern unter Druck, und f\u00f6rdert gleichzeitig hohe Tierbest\u00e4nde in der Schweiz. Biodiversit\u00e4t und Klima werden gleich doppelt gesch\u00e4digt.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<lite-youtube style=\"background-image: url('https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/_4SotjZo7Cw\/hqdefault.jpg');\" videoid=\"_4SotjZo7Cw\" params=\"rel=0&#038;enablejsapi=1&#038;origin=https%3A%2F%2Fwww.greenpeace.ch&#038;cc_load_policy=1\"><\/lite-youtube>\n<\/div><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoax gegen T\u00e4uschung<\/h2>\n\n<p>Dadurch entsteht eine Konkurrenzsituation mit der einheimischen Produktion jener Landwirt*innen, die tats\u00e4chlich ausschliesslich Schweizer Futtermittel verwenden. Dies widerspricht der Landwirtschaftlichen Absatzf\u00f6rderungsverordnung des Bundes (916.010). Der von Greenpeace-Aktivist*innen organisierte Hoax entlarvt die viel krassere T\u00e4uschung, die vom BLW und Proviande orchestriert wird.<\/p>\n\n<p>Mit der ebenfalls am 2. Februar 2021 lancierten <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/keine-steuergelder-fuer-werbemaerchen\/\" target=\"_blank\">Petition<\/a> fordern wir, dass die Bund die Absatzf\u00f6rderung bei Tierprodukten mit umweltsch\u00e4dlicher Herstellung unterbindet. Die Petition fordert zudem realistische Kriterien f\u00fcr die Bezeichnung von \u00abSchweizer\u00bb Produkten. Weiter muss die politische Diskussion zur Agrarreform wieder aufgenommen werden, damit die Transition zu einer zukunftsf\u00e4higen Landwirtschaft vorankommt. Innerhalb von drei Wochen haben \u00fcber 23\u2019000 Menschen unsere Forderungen unterschrieben. Die Politik muss endlich den \u00dcbergang zu einer nachhaltigen Landwirtschaft ohne Billigimporte f\u00f6rdern, im Einklang mit den Nachhaltigkeits- und Klimaschutzzielen des Bundes, namentlich der Agenda 2030 f\u00fcr nachhaltige Entwicklung und der Langfristigen Klimastrategie 2050. Der Anteil pflanzlicher Lebensmittel in unserer Ern\u00e4hrung muss sich deutlich erh\u00f6hen, sonst k\u00f6nnen die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens unm\u00f6glich erreicht werden. Die Produktion pflanzenbasierter Nahrungsmittel muss vermehrt gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n\n<p>Die Schweiz importiert j\u00e4hrlich 1,4 Millionen Tonnen Futtermittel. Davon sind 80&nbsp;Prozent Kraftfutter, meist Sojabohnen. \u00dcber die H\u00e4lfte des in der Schweiz verf\u00fctterten Kraftfutters wird importiert. Zur Produktion dieses Kraftfutters \u00abnutzt\u00bb die Schweiz im Ausland eine Fl\u00e4che von 200\u2019000 Hektar Ackerland, die eigentlich zur Herstellung von Lebensmitteln f\u00fcr Menschen dienen k\u00f6nnte. Um die Schweizer Landwirtschaft umweltfreundlicher zu gestalten, braucht es eine drastische Senkung bei der Tierproduktion, aber auch beim Konsum von Tierprodukten. Der Bund und die Branchenorganisationen der Nutztierhaltung m\u00fcssen die Richtlinien der Absatzf\u00f6rderung \u00fcberarbeiten: Es d\u00fcrfen nur Lebensmittel gef\u00f6rdert werden, deren Produktion im Einklang mit den in der Schweiz vorhandenen Ressourcen m\u00f6glich ist. Dies bedeutet auch, dass die Einfuhr von Tierprodukten beschr\u00e4nkt oder allenfalls verboten werden muss.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Proviande hat einige Stunden lang unsere Forderungen bez\u00fcglich Futtermittelimporte f\u00fcr die Schweizer Nutztierhaltung unterst\u00fctzt. 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