{"id":64488,"date":"2021-02-28T09:00:00","date_gmt":"2021-02-28T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=64488"},"modified":"2021-12-01T07:13:44","modified_gmt":"2021-12-01T06:13:44","slug":"gastro-pandemie-mehrweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/64488\/gastro-pandemie-mehrweg\/","title":{"rendered":"Kreativ trotz Pandemie: Koch kauft Mehrweggeschirr, um Abfall zu vermeiden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Angesichts der Schwierigkeiten, welche die Pandemie bringt, ruft Greenpeace Schweiz auf, die Gastronomie zu unterst\u00fctzen und vermehrt Take-Away-Angebote und Lieferdienste zu nutzen. Damit aber der Abfallberg von Einwegverpackungen aus Plastik und Karton nicht w\u00e4chst, empfiehlt Greenpeace Schweiz, vermehrt Mehrwegverpackungen zu nutzen und lanciert dazu ein Statement und eine Info-Kampagne.<\/strong><\/p>\n\n<p>Eine Kundin reicht die f\u00fcnf mitgebrachten Plastikbeh\u00e4lter \u00fcber die Theke. Der Koch des Berner Restaurants Waldheim verschwindet damit in der K\u00fcche, f\u00fcllt das bestellte Menu darin ab, kommt zur\u00fcck und empfiehlt, die Pommes Frites zuhause im Ofen bei 180 Grad nochmal f\u00fcnf Minuten zu w\u00e4rmen. \u00abDann sind sie wieder knusprig.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>So geht ausw\u00e4rts essen im Lockdown. Das Restaurant im Berner L\u00e4nggass-Quartier bietet eine Reihe an Gerichten Take-Away an und fordert die Kund*innen auf, selber Geschirr mitzubringen oder bietet in der Ikea gekauftes Mehrweg-Glasgeschirr mit Depot an. \u00abDie K\u00f6che best\u00e4rkten mich, Take-Away-Menus anzubieten\u00bb, sagt Besitzerin Regula Minder. \u00abDabei wollten wir aber versuchen Abfall zu vermeiden.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pandemie trifft Gastronomie hart<\/h2>\n\n<p>Die Pandemie trifft Gastronomie sehr hart. Restaurants, Beizen und Caf\u00e9s sind seit Wochen geschlossen. Die finanzielle Hilfes des Staates ist oft nicht ausreichend. Dennoch haben viele Gastronom*innen den Kopf nicht in den Sand gesteckt und bieten bew\u00e4hrte oder neue Abhol- oder Lieferl\u00f6sungen f\u00fcr ihre Menus an. Nicht alle Restaurants haben daf\u00fcr g\u00fcnstige Rahmenbedingungen, aber einige \u2013 insbesondere in urbanen Quartieren &#8211; k\u00f6nnen damit Einbussen abfedern. Greenpeace Schweiz appelliert daher, die Betriebe unterst\u00fctzen und zum Homeoffice-Lunch oder f\u00fcr ein Abendessen darum Take-Away und Lieferdienste zu nutzen.<\/p>\n\n<p>Da bei Take-Aways und Lieferdiensten oft Einweggeschirr eingesetzt wird, verursacht dies zuhause einen grossen Abfallberg. Egal aus welchem Material, Einweggeschirr ist leider immer eine Verschwendung von Ressourcen. Geschirr aus Kunststoff wird zudem meist nicht rezykliert, sondern landet im Kehricht und wird verbrannt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Alternative Materialien sind nicht besser: was aussieht wie Karton ist h\u00e4ufig auch plastifiziert und deshalb nicht geeignet f\u00fcr die Kartonabfuhr, sondern muss mit dem normalen Abfall entsorgt werden. Ausserdem bestehen Karton- und Papierverpackungen aus Zellstoff. Wenn nun alle Take-Away auf Karton umsteigen, steigt der Bedarf an Zellstoff enorm. Dieser kann nicht aus nachhaltig genutzten Quellen gedeckt werden. Es m\u00fcssten mehr W\u00e4lder gerodet werden, darunter leidet die Biodiversit\u00e4t und das Klima. Schon heute werden Ur-W\u00e4lder in Plantagen umgewandelt. Steigt der Papier-Bedarf, leiden auch unber\u00fchrte \u00d6kosysteme.<\/p>\n\n<p>Wenn man will, dass nach der Gastronomie nicht auch noch die Umwelt an der Pandemie leidet, nutzt man nach M\u00f6glichkeit mehr Mehrweggeschirr: Man bringt es selber mit oder bestellt bei den die vielen innovativen Restaurants oder Lieferdienste, die solches anbieten.&nbsp; Mehrweg-L\u00f6sungen werden immer popul\u00e4rer. So geh\u00f6ren schon rund 1400 Betriebe zum Netzwerk von Recircle.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large  caption-style-medium caption-alignment-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/02\/0a781004-gps_tupperware_highres_o2a8549-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-64702\"\/><figcaption>Mit eigenem Mehrweggeschirr im Restaurant das Essen holen: So einfach kann man Abfall vermeiden.<div class=\"credit icon-left\"> \u00a9 Greenpeace\/Hunn<\/div><\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Auch erste Lieferdienste setzen auf Mehrweg-Beh\u00e4lter. So sammelte die neue Lieferfirma Dabba-Velo in Z\u00fcrich just im Lockdown mit einem Crowdfunding 33 000 Franken f\u00fcr Mehrwegbeh\u00e4lter und ermuntert Restaurants auf Mehrweg umzusteigen. \u00ab7 von 32 der bei uns angeschlossenen Restaurants bieten bereits die Mehrweg-Dabbas an\u00bb, sagt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Silvio Hochuli. Einige arbeiten nur mit Mehrweggeschirr, bei anderen ist es optional. \u00abWir wollen es derzeit nicht vorschreiben, aber unser Ziel ist klar der vollst\u00e4ndige Umstieg auf Mehrweg\u00bb, so Hochuli. Nat\u00fcrlich seien einige Gastronomen noch skeptisch. Restaurants m\u00fcssten zum Beispiel beim Workflow etwas umdenken. \u00abDa die Mehrwegbeh\u00e4lter mehr Platz brauchen, braucht es in den meist kleinr\u00e4umigen Gastro-K\u00fcchen gute logistische L\u00f6sungen.\u00bb Von jenen Betrieben, die auf Mehrweg umstellen, habe Dabba-Velo bisher nur gute R\u00fcckmeldungen, sagt Hochuli. Durch den Lockdown habe man sicherlich einen zus\u00e4tzlichen Anstieg an Bestellungen erhalten. Hochuli hofft, dass man auch nach dem Lockdown das Bestellvolumen halten k\u00f6nne. \u00c4hnliche Initiativen gibt es auch in anderen St\u00e4dten. In Genf liefert \u00abL\u2019Unique Livraison\u00bb mit dem Velo vegetarische und vegane Gericht im Glas-Mehrwegbeh\u00e4lter aus. Und die Mehrweg-Firma Recircle hat mit dem Lieferdienst Smood ein Mehrweg-Pilotprojekt in Lausanne durchgef\u00fchrt und beabsichtigt das auszubauen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unterst\u00fctzungs-Statement f\u00fcr die Gastronomie<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die innovativen Betriebe sind also vorhanden. Die M\u00f6glichkeit, das eigene Mehrweg-Geschirr im Restaurant f\u00fcllen zu lassen besteht sowieso \u2013 nat\u00fcrlich alles unter Einhaltung der Hygiene-Regeln. Greenpeace fordert daher alle Gastronomie-Freunde auf, ein Statement zu unterzeichnen und damit sowohl den Restaurants, also auch die Umwelt zu helfen.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/handeln\/ja-ich-will\/\">Statement unterzeichnen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n<p>F\u00fcr die Crew im Restaurant Waldheim hat sich der Effort gelohnt. Statt zuhause liegend auf dem Sofa, stehen die K\u00f6che immerhin wieder einige Stunden in der K\u00fcche und k\u00f6nnen so eine erstaunlich gute Nachfrage bedienen. <\/p>\n\n<p>\u00abDas Take-Away-Konzept l\u00e4uft bei uns im Moment gut\u00bb, sagt Besitzerin Regula Minder, schr\u00e4nkt aber ein: \u00abEs kann aber den Umsatz, den wir sonst im Waldheim machen, nicht ersetzen.\u00bb Ein voller Erfolg ist aber das spontane Konzept zur Abfallvermeidung. \u00dcber die H\u00e4lfte des Menus geht im Mehrweggeschirr weg.<\/p>\n<div class=\"EmptyMessage\">Block content is empty. 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