{"id":6476,"date":"2008-11-10T00:00:00","date_gmt":"2008-11-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6476\/langzeitstudie-verzehr-von-gentech-mais-verringert-fruchtbarkeit-greenpeace-fordert-sofortigen-zulassungsstopp-fuer-gentech-pflanzen\/"},"modified":"2019-05-30T07:28:59","modified_gmt":"2019-05-30T05:28:59","slug":"langzeitstudie-verzehr-von-gentech-mais-verringert-fruchtbarkeit-greenpeace-fordert-sofortigen-zulassungsstopp-fuer-gentech-pflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6476\/langzeitstudie-verzehr-von-gentech-mais-verringert-fruchtbarkeit-greenpeace-fordert-sofortigen-zulassungsstopp-fuer-gentech-pflanzen\/","title":{"rendered":"Langzeitstudie: Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit &#8211; Greenpeace fordert sofortigen Zulassungsstopp f\u00fcr Gentech-Pflanzen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Fruchtbarkeit von M\u00e4usen, die mit einer gentechnisch ver\u00e4nderten Maissorte des US-Agromultis Monsanto gef\u00fcttert wurden, ist signifikant beeintr\u00e4chtigt.  Das sind die Ergebnisse einer heute vom \u00f6sterreichischen Gesundheitsministerium in Wien ver\u00f6ffentlichten Langzeit \u2013 Studie. Im Gegensatz zu Artgenossen, die mit herk\u00f6mmlichem Mais gef\u00fcttert wurden, gebaren die Tiere weniger und schw\u00e4chlichere Junge. Die Gentech-Pflanze NK603XMON810 soll auch in der Schweiz f\u00fcr den Konsum zugelassen werden. In der EU ist sie bereits auf dem Markt. Greenpeace fordert einen sofortigen R\u00fcckzug der bestehenden Bewilligungen und einen Zulassungsstopp f\u00fcr weitere gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen in der Schweiz.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">&#171;Die Diskussion um gentechnisch ver\u00e4nderte Lebensmittel bekommt ab heute eine neue, schreckliche Dimension. Was sich im Tierversuch abzeichnet, kann unter Umst\u00e4nden auch f\u00fcr den Menschen gelten. Man stelle sich vor, dass Paare ihren Kinderwunsch begraben m\u00fcssen, weil sie durch den Verzehr gentechnisch ver\u00e4nderter Lebensmittel unfruchtbar wurden&#187;, warnt Marianne K\u00fcnzle, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.\u00a0 &#171;Zudem stellt sich die Frage, ob der Hersteller der Maissorte, der Gentech-Konzern Monsanto, von der Gefahr wusste und wie es in der EU bereits zu einer Zulassung kommen konnte&#187;, so K\u00fcnzle.<\/p>\n<p>Die im Auftrag des Gesundheitsministeriums von der Veterin\u00e4rmedizinischen Universit\u00e4t Wien durchgef\u00fchrte Studie &#171;Biological effects of transgenic maize NK603xMON810 fed in long term reproduction studies in mice&#187; wurde heute im Rahmen einer Tagung in Wien pr\u00e4sentiert. Es handelt sich dabei um einen zwanzig-w\u00f6chigen F\u00fctterungsversuch an M\u00e4usen mit der Maissorte NK603xMON810 nach der RACB-Methode (Reproductive Assessment by Continuous Breeding). Dabei werden Elterntiere \u00fcber mehrere W\u00fcrfe beobachtet. Bereits nach dem dritten Wurf\u00a0 kamen signifikant weniger und schw\u00e4chlichere Junge zur Welt, als bei der mit herk\u00f6mmlichem Mais gef\u00fctterten Vergleichsgruppe. Die Studie ist eine der ersten Gentechnik-Langzeitstudien \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Bei dem im Versuch\u00a0 eingesetzten Gentech-Mais NK603xMON810 von Monsanto handelt es sich um eine Kreuzung zweier Arten der gentechnischen Ver\u00e4nderung. Die Pflanze soll einerseits gegen Unkrautvernichtungsmittel best\u00e4ndig sein und andererseits selbst ein Gift gegen Sch\u00e4dlinge produzieren.<\/p>\n<p>Die zust\u00e4ndige EU-Lebensmittelsicherheitsbeh\u00f6rde (EFSA) gab 2005 Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr die Zulassung der Maissorte als Nahrungs-, und Futtermittel. Die EFSA kam damals zu dem Schluss, es sei &#171;&#8230;unwahrscheinlich, dass NK603xMON810 &#8211; Mais die Gesundheit von Menschen und Tieren negativ beeinflusst&#8230;&#187;<\/p>\n<p>&#171;Die Tatsache, dass die EFSA bei ihren Bewertungen von gentechnisch ver\u00e4nderten Lebensmitteln allein auf die Daten des Antragstellers vertraut und keine eigenen Langzeit-Studien durchf\u00fchrt, ist grob fahrl\u00e4ssig und f\u00fchrt zu\u00a0 fatalen Fehlern. Auch in der Schweiz werden w\u00e4hrend einem Bewilligungsprozess keine Langzeit-Studien durchgef\u00fchrt. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit muss jetzt handeln: Alle bisher zugelassenen Gentech-Pflanzen m\u00fcssen vom Markt genommen werden!\u00a0 Bei der Sicherheit unserer Nahrungsmittel darf es kein Pardon geben&#187;, fordert K\u00fcnzle abschliessend.<\/p>\n<p>Greenpeace hat heute das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit um eine Stellungnahme angefragt. Die Umweltorganisation erwartet von den Schweizer Beh\u00f6rden einen sofortigen R\u00fcckzug der bestehenden Bewilligungen und einen Zulassungsstopp f\u00fcr weitere gentechnisch ver\u00e4nderte Pflanzen, um die Gesundheit von Mensch und Tier nicht zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>R\u00fcckfragen:<\/p>\n<p>Marianne K\u00fcnzle 044 447 41 32<\/p>\n<p>Weitere infos unter <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.greenpeace.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fruchtbarkeit von M\u00e4usen, die mit einer gentechnisch ver\u00e4nderten Maissorte des US-Agromultis Monsanto gef\u00fcttert wurden, ist signifikant beeintr\u00e4chtigt. 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