{"id":6517,"date":"2008-03-13T00:00:00","date_gmt":"2008-03-12T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6517\/automobil-salon-genf-alles-andere-als-gruen\/"},"modified":"2019-05-30T07:30:03","modified_gmt":"2019-05-30T05:30:03","slug":"automobil-salon-genf-alles-andere-als-gruen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6517\/automobil-salon-genf-alles-andere-als-gruen\/","title":{"rendered":"Automobil-Salon Genf alles andere als Gr\u00fcn"},"content":{"rendered":"<p><b>Gr\u00fcn und Sexy gibt sich der Autosalon, welcher am Sonntag zu Ende geht. Die ausgestellten Modelle sind aber wahre Klimakiller: 201 g CO2 pro Kilometer st\u00f6sst das durchschnittliche in Genf pr\u00e4sentierte Auto aus, wie Recherchen von Greenpeace zeigen. Das Eigenlob der Branche stinkt, solange keine klare Trendwende bei Gewicht und Motorisierung hin zu einer markant besseren Effizienz stattfindet.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Genf. Die Autoindustrie versichert immer<br \/>\nwieder, ihre Verantwortung gegen\u00fcber dem Klima wahrzunehmen. In<br \/>\nGenf pr\u00e4sentiert sie den Konsumenten jedoch vor allem<br \/>\nverbrauchsintensive Fahrzeuge: Greenpeace-Recherchen zeigen, dass<br \/>\ndie am Genfer Automobilsalon ausgestellten Fahrzeuge im<br \/>\nDurchschnitt 201 g CO2 pro Kilometer ausstossen. Diese Fakten<br \/>\nstehen im scharfen Widerspruch mit den Branchen-Versprechen, den<br \/>\ndurchschnittlichen CO2-Ausstoss der Neuwagenflotte von aktuell 187<br \/>\ng in der Schweiz respektive 160 g in der EU deutlich zu senken.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abEntgegen dem gr\u00fcnen Image, das sich die<br \/>\nAutobranche gibt, bleibt diese ein Hauptmotor der Klimazerst\u00f6rung.<br \/>\nDie Hersteller stellen ihre Verantwortung hinter immer masslosere<br \/>\nMotorenleistungen\u00bb, sagt Agnes de Rooij, Verkehrs-Expertin bei<br \/>\nGreenpeace International. \u00abNach einem Jahrzehnt gebrochener<br \/>\nVersprechen hinsichtlich Emissionsreduktionen gibt es bloss ein<br \/>\nFazit: Die Autoindustrie muss durch die Politik auf einen<br \/>\nklimaertr\u00e4glicheren Weg gebracht werden.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Selbst wenn auf Sportwagen spezialisierte<br \/>\nAnbieter wie Ferrari nicht miteinbezogen werden, bleibt das<br \/>\nErgebnis bei den Massenherstellern schlecht: BMW pr\u00e4sentiert sich<br \/>\nmit zahlreichen verbrauchsarmen Fahrzeugen, aber der M3 und M6<br \/>\nbrachten den durchschnittlichen CO2-Ausstoss auf 187 g. Das ist<br \/>\nh\u00f6her als der in der EU verkaufte durchschnittliche BMW im Jahre<br \/>\n2006. Renault &#8211; normalerweise mit niedrigen Emissionen assoziiert &#8211;<br \/>\nschafft es auf 186 g. Dies wegen der Lancierung ihres massigen<br \/>\nModells Koleo. Die gr\u00f6sste \u00dcberraschung kommt jedoch von<br \/>\nVolkswagen, dessen ausgestellte Passat Coup\u00e9s und Tiguan-Modelle<br \/>\nden durchschnittlichen CO2-Ausstoss auf 196 g hinaufschrauben. Und<br \/>\ndies trotz der ebenfalls pr\u00e4sentierten verbrauchsarmen<br \/>\nBlue-Motion-Modelle.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace verlangt die Einf\u00fchrung eines<br \/>\nflottenweiten Verbrauchs-Standards, welcher zu h\u00f6chstens 120 g CO2<br \/>\npro km im Jahre 2012 und von 80 g im Jahre 2020 f\u00fchrt. Dazu Cyrill<br \/>\nStuder, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz: \u00abDie Branche kann sich<br \/>\nso gr\u00fcn geben wie sie will: Tatsache bleibt, dass die freiwillige<br \/>\nVereinbarung zwischen den Autoimporteuren und dem Bund bei weitem<br \/>\nverpasst wird (1). Die Politik muss nun endlich das Steuer<br \/>\n\u00fcbernehmen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Weitere Informationen:<\/strong><\/p>\n<p>Cyrill Studer, Verkehrs-Kampagne Greenpeace Schweiz, 044 447 41<br \/>\n13<\/p>\n<p class=\"bodytext\">(1) Die erste Vereinbarung zwischen den<br \/>\nAutoimporteuren und dem Bundesamt f\u00fcr Energie stammt von 1996,<br \/>\nwelche 2000 durch eine zweite, weniger ehrgeizige ersetzt wurde,<br \/>\nnachdem die Zielerreichung in weite Ferne ger\u00fcckt war. Die zweite<br \/>\nsieht f\u00fcr 2008 einen Verbrauch von 6.4l\/100 km vor und wird<br \/>\nebenfalls verfehlt werden. Denn: 2006 betrug der Verbrauch 7.62l<br \/>\nund lag somit 0.82 l \u00fcber dem Absenkungspfad. Die EU-Vereinbarung<br \/>\nmit den Autoherstellern von 1996 sieht &#8211; ausgehend von 185 g CO2\/km<br \/>\n&#8211; eine Absenkung auf 140 g im Jahre 2008 und 120 g auf 2012 vor.<br \/>\n2006 lag der CO2-Ausstoss bei 160 g\/km.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcn und Sexy gibt sich der Autosalon, welcher am Sonntag zu Ende geht. 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