{"id":6567,"date":"2007-09-24T00:00:00","date_gmt":"2007-09-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6567\/bafu-bewilligung-verletzt-gentechnikgesetz\/"},"modified":"2019-05-30T07:31:58","modified_gmt":"2019-05-30T05:31:58","slug":"bafu-bewilligung-verletzt-gentechnikgesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6567\/bafu-bewilligung-verletzt-gentechnikgesetz\/","title":{"rendered":"BAFU-Bewilligung verletzt Gentechnikgesetz"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace fordert Aufhebung der Freisetzungs-Bewilligungen<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Greenpeace hat das Bafu in einem<br \/>\nSchreiben aufgefordert, die Bewilligung f\u00fcr drei<br \/>\nFreisetzungsprojekte mit Gentech-Pflanzen zu sistieren. Das BAFU<br \/>\nf\u00e4llte seinen Entscheid aufgrund von unvollst\u00e4ndigen<br \/>\nGesuchsdossiers. Denn das Gentechnikgesetz erfordert genau<br \/>\ndefinierte Informationen zu Gentech-Pflanzen, die ausges\u00e4t werden<br \/>\nwollen.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Greenpeace hat heute zusammen mit<br \/>\nverschiedenen Umwelt- und Bauernorganisationen das BAFU<br \/>\naufgefordert, die Freisetzungs-Bewilligungen vom 3. September f\u00fcr<br \/>\nzwei genmanipulierte Weizensorten sowie einer Kreuzung von<br \/>\nGentech-Weizen und einem Wildgras in Wiedererw\u00e4gung zu ziehen und<br \/>\nr\u00fcckg\u00e4ngig zu machen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Nach genauem Studium der Verf\u00fcgungen stellt<br \/>\nGreenpeace Verst\u00f6sse gegen das Gentechnikgesetz fest. Das BAFU<br \/>\nh\u00e4tte die Gesuchsdossiers der ETH und der Universit\u00e4t Z\u00fcrich Mitte<br \/>\nMai so nicht entgegennehmen und in Folge pr\u00fcfen d\u00fcrfen. Denn die<br \/>\nFreisetzungsverordnung verlangt f\u00fcr ein Bewilligungsgesuch pr\u00e4zis<br \/>\ndefinierte Angaben \u00fcber eine Gentech-Pflanze wie beispielsweise die<br \/>\ngenauen Informationen zur gentechnischen Ver\u00e4nderung oder m\u00f6gliche<br \/>\nsch\u00e4dliche Auswirkungen auf die Umwelt, Tiere oder den Menschen.<br \/>\nSolche Informationen waren in den Gesuchen jedoch nicht voll<br \/>\numf\u00e4nglich vorhanden. \u00abDas BAFU h\u00e4tte die unvollst\u00e4ndigen Gesuche<br \/>\npostwendend zur\u00fcckschicken m\u00fcssen\u00bb sagt Marianne K\u00fcnzle von<br \/>\nGreenpeace. Das BAFU verlangte am 3. September von den Hochschulen<br \/>\nzwar, dass diese bis Ende Jahr zus\u00e4tzliche Daten zu den<br \/>\nEigenschaften der genmanipulierten Pflanzen sowie Resultate aus<br \/>\nVorversuchen liefern m\u00fcssen. Diese Forderungen sind aber<br \/>\nunerf\u00fcllbar, da es sich dabei auch um Gentech-Weizenlinien handelt,<br \/>\ndie zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung noch gar nicht<br \/>\nexistierten. Diese Pflanzen in solch kurzer Zeit zu entwickeln und<br \/>\nnach den gesetzlichen Vorschriften seri\u00f6s zu untersuchen ist<br \/>\nunwahrscheinlich. Auch stellt das BAFU selber fest, dass mehr<br \/>\nVersuche im Gew\u00e4chshaus durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnten, um die Risiken<br \/>\nbesser absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Es unterst\u00fctzt dann aber die Absicht<br \/>\nder Forscher, Risiko-Fragen gleich im Freiland zu kl\u00e4ren. Damit<br \/>\nmissachtet das BAFU das gesetzlich geforderte Stufenprinzip<br \/>\n(Labor-Gew\u00e4chshaus-Freiland).<\/p>\n<p>Die erteilten Bewilligungen setzen einen fragw\u00fcrdigen<br \/>\nPr\u00e4zedenzfall, indem noch nicht existierende Gentech-Pflanzen mit<br \/>\nminimaler Frist zur Datennachlieferung zur Freisetzung zugelassen<br \/>\nwerden. Dies steht mit dem Gentechnikrecht in Widerspruch,<br \/>\ndemgem\u00e4ss Risiken f\u00fcr Mensch, Tier und Umwelt ganz auszuschliessen<br \/>\nsind. \u00abFeststellen zu m\u00fcssen, dass nebst fehlenden Daten auch<br \/>\nvirtuelle Gentech-Pflanzen bewilligt werden, ist schockierend.<br \/>\nGreenpeace hofft, dass das BAFU seine Bewilligungen innert der<br \/>\nBeschwerdefrist nochmals gr\u00fcndlich unter die Lupe nimmt und diesen<br \/>\nFreiland-Experimenten den Riegel schiebt\u00bb, sagt Marianne<br \/>\nK\u00fcnzle.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2007_Stu_Wiedererwaegung_Bewilligung.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" class=\"download\" rel=\"noopener noreferrer\">Aufforderung zur Wiedererw\u00e4gung der<br \/>\nFreisetzungsbewilligung (download 327kb)<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Gentech-Expertin Greenpeace Schweiz\u00a0\u00a0\u00a0 079 410<br \/>\n76 48<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung\u00a0\u00a0\u00a0 044 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace fordert Aufhebung der Freisetzungs-Bewilligungen Greenpeace hat das Bafu in einem Schreiben aufgefordert, die Bewilligung f\u00fcr drei Freisetzungsprojekte mit Gentech-Pflanzen zu sistieren. Das BAFU f\u00e4llte seinen Entscheid aufgrund von unvollst\u00e4ndigen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6567","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6567\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6567"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6567"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}