{"id":6577,"date":"2007-09-27T00:00:00","date_gmt":"2007-09-26T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6577\/greenpeace-erinnert-an-atomkatastrophe-von-mayak\/"},"modified":"2019-05-30T07:32:14","modified_gmt":"2019-05-30T05:32:14","slug":"greenpeace-erinnert-an-atomkatastrophe-von-mayak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6577\/greenpeace-erinnert-an-atomkatastrophe-von-mayak\/","title":{"rendered":"Greenpeace erinnert an Atomkatastrophe von Mayak"},"content":{"rendered":"<p><b>50. Jahrestag einer andauernen Trag\u00f6die<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Am 29. September vor 50 Jahren ereignete sich im russischen Atom-Komplex Mayak eine Explosion, welche die bisher weltweit zweitgr\u00f6sste Strahlenkatastrophe verursachte. Fl\u00fcsse und Erde sind noch heute radioaktiv verseucht. Mit gravierenden Folgen f\u00fcr die Einwohner der Region. Trotzdem gibt es weitere Atompl\u00e4ne, in denen auch die Schweiz eine Rolle spielt. Green-peace Russland fasst die Geschehnisse um Mayak in einem Bericht zusammen.<\/strong><\/p>\n<p>Mayak\/Z\u00fcrich. Mayak ist ein riesiger Atomtechnik-Komplex im s\u00fcdlichen Ural, in welchem milit\u00e4ri-sche und zivile Betriebe zusammengefasst sind. Im September 1957 explodierte in Mayak ein Lagertank mit hochradioaktiven fl\u00fcssigen R\u00fcckst\u00e4nden. In 217 St\u00e4dten und D\u00f6rfern wurden 270&#8217;000 Menschen chronisch mit Strahlung belastet. Bis zur Tschernobyl-Katastrophe 1986 war dies der schlimmste Strahlenunfall auf der Welt.<\/p>\n<p>Der radioaktive Niederschlag verbreitete sich auf ein Gebiet von 50 km Breite und 300 km L\u00e4nge. Nach einem Jahr wurden 1000 km2 zur Sperrzone erkl\u00e4rt und die darin lebende Bev\u00f6lkerung umgesiedelt. Doch viele strahlenbelastete Menschen wurden nie evakuiert. Ein halbes Jahrhundert sp\u00e4ter ist Mayak heute eines der welt-weit am meisten verseuchten Gebiete. Tausende von Menschen leben noch in den umliegenden D\u00f6rfern und St\u00e4dten auf verseuchtem Land. Viele von ihnen leiden an b\u00f6sartigen Krebserkrankungen und genetisch bedingten Missbildungen.<\/p>\n<p>Statt aus der Mayak-Trag\u00f6die die Lehren zu ziehen, erliess die russische Regierung neue Gesetze, welche die Einfuhr von abgebrannten Brennelementen aus Drittstaa-ten erlauben, welche zum Atom-Komplex Mayak gebracht werden und dort f\u00fcr im-mer zur\u00fcckbleiben sollen. Nun erhoffen sich die russischen Beh\u00f6rden f\u00fcr die Zu-kunft Auftr\u00e4ge zur Wiederaufarbeitung aus weiteren L\u00e4ndern, auch aus der Schweiz. Gespr\u00e4che sollen bereits laufen.<\/p>\n<p>\u00abMayak zeigt das wahre Gesicht der Atomindustrie\u00bb, sagt Leo Scherer, Atomspezia-list von Greenpeace Schweiz. \u00abDie Atomenergie ist nicht sauber, sondern verursacht zwangsl\u00e4ufig radioaktive Verseuchungen mit unabsehbaren Gesundheitssch\u00e4den bei den betroffenen Menschen. Axpo, Atel und BKW, die unserem Land zus\u00e4tzliche neue Atomkraftwerke aufzwingen wollen, machen sich daran mitschuldig. Statt sich verbindlich zu verpflichten, den schweizerischen Atomm\u00fcll in ein Langzeit-Lager im Inland zu versorgen, baute sich die Atomlobby ins neue Kernenergiegesetz ein Schlupfloch f\u00fcr so genannte &#8218;Ausland-Optionen&#8216; ein. Unsere Atomkraftwerk-Betreiber haben sich offensichtlich nie definitiv von ihren fr\u00fcheren Pl\u00e4nen verab-schiedet, den Atomm\u00fcll nach Russland oder sonstwohin abzuschieben. Unsere mehrheitlich im Kantonsbesitz befindlichen Stromunternehmen sollen aufh\u00f6ren, unsere Stromgelder f\u00fcr AKW-Neubau-Pl\u00e4ne zu verschwenden. Denn sie haben die Atomtechnik und die Atomm\u00fcll-Lagerung nicht im Griff. Das Geld w\u00e4re in erneuer-baren Energien und Stromeffizienz besser investiert\u00bb, so Scherer weiter.<\/p>\n<p><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Leo Scherer, Atom- und Energiekampagne Greenpeace 078 720 48 36<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung\u00a0\u00a0\u00a0 044 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>50. Jahrestag einer andauernen Trag\u00f6die Am 29. September vor 50 Jahren ereignete sich im russischen Atom-Komplex Mayak eine Explosion, welche die bisher weltweit zweitgr\u00f6sste Strahlenkatastrophe verursachte. 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