{"id":65820,"date":"2021-04-04T11:12:39","date_gmt":"2021-04-04T09:12:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=65820"},"modified":"2021-04-06T11:17:51","modified_gmt":"2021-04-06T09:17:51","slug":"ein-herz-aus-holz-fuer-den-siblinger-randen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/hintergrund\/65820\/ein-herz-aus-holz-fuer-den-siblinger-randen\/","title":{"rendered":"Ein Herz aus Holz f\u00fcr den Siblinger Randen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Dort, wo heute ein bauf\u00e4lliger Stall steht, sollen zwei Wohnungen und ein Kulturraum entstehen: Ein Schaffhauser Weiler zeigt, wie sich im l\u00e4ndlichen Raum neuer Lebens- und Begegnungsraum schaffen l\u00e4sst. Das klimaschonende Projekt setzt auf Holz aus der Umgebung und den Einbezug regionaler Handwerksbetriebe.<\/strong><\/p>\n\n<p>Der H\u00f6henzug Randen ist definitiv kein Touristenmagnet von nationaler Bedeutung. Daf\u00fcr ist er zu abgelegen: Wer etwa auf den Siblinger Randen will, f\u00e4hrt zun\u00e4chst 20 Minuten mit dem Regionalbus von Schaffhausen nach Siblingen. Dort ist Schluss mit dem d\u00fcnn getakteten \u00f6ffentlichen Verkehr. Entweder man marschiert jetzt eine gute Stunde, teils steil bergauf bis auf 833 Meter \u00fcber Meer. Oder man l\u00e4sst sich abholen, \u2013&nbsp;um dann mit bloss 20 Kilometern pro Stunde hinter einem hoch mit Stroh beladenen Traktortransport herzutuckern. <\/p>\n\n<p>Die geteerte Strasse endet im Schotter vor einem Stallanbau: eine dunkel patinierte Fassade, ein nur wenig Vertrauen erweckendes Dach und br\u00f6ckelnder Putz. Der junge Nussbaum nebenan macht mit einem tollk\u00fchn konstruierten Baumhaus auf sich aufmerksam. Dass hier Kinder wohnen, zeigt sich auch beim improvisierten Hofladen: \u00abGebrannte Mandeln, 3 Franken\u00bb wirbt die krakelige Schrift auf dem Schild am K\u00f6rbchen, in dem ein Dutzend handgefertigte Spitzt\u00fcten liegen. Daneben warten Bratk\u00e4se, Rinderwurst und \u00abRandammer\u00bb, ein Edamerk\u00e4se aus Milch vom Randen, auf hungrige Ausfl\u00fcglerinnen und Ausfl\u00fcgler.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65852\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-2048x1448.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-1932x1366.jpg 1932w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/272f5a9c-dsc01294-481x340.jpg 481w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><strong> Der Siblinger Randen soll umgebaut werden \u2013 und das m\u00f6glichst klimaschonend. \u00a9 B\u00f6lsterli Hitz GmbH<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">An sch\u00f6nen Tagen wirds eng<\/h2>\n\n<p>Der Trumpf des Siblinger Randens \u2013 seine Abgeschiedenheit und Idylle \u2013 ist zugleich sein Handicap: Er ist durch den \u00f6ffentlichen Verkehr miserabel erschlossen. Kommen mehr Erholungssuchende auf den Schaffhauser Hausberg, rollt deshalb auch mehr Blech an. Gel\u00f6st ist das Problem noch nicht, und einige Siblinger im Tal reklamieren regelm\u00e4ssig wegen des Durchgangsverkehrs. Schon lange wird dar\u00fcber verhandelt, zumindest am Wochenende bei sch\u00f6nem Wetter einen Busshuttle einzurichten. Bis es so weit ist, wird wohl noch \u00f6fters die \u00f6rtliche Feuerwehr aufgeboten werden m\u00fcssen, um die Verkehrslawine in den Griff zu bekommen.<\/p>\n\n<p>Noch aber ist es ruhig. An schattigen Stellen liegen noch Schneeflecken, richtig wandern kann man erst seit Kurzem wieder. Diesen Winter fiel besonders viel Schnee \u2013&nbsp;die \u00abLanglaufwandergruppe Schaffhausen\u00bb informiert auf einer Tafel \u00fcber ihr Angebot \u00abRandenspur\u00bb. Auch die Bike-Route 50 \u00abSchaffhauserland\u00bb passiert den touristischen Knoten. Und eine Viertelstunde zu Fuss entfernt bietet einer der vier Randent\u00fcrme einen Rundblick bis zu den Alpen und zur Dampffahne aus dem K\u00fchlturm von Leibstadt. <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Raum f\u00fcr Kultur und Begegnung<\/h2>\n\n<p>Ruhig sei es zurzeit auch wegen des Lockdowns, erkl\u00e4rt Claude Tappolet. Der 46-J\u00e4hrige ist an diesem abgelegenen und zugleich viel besuchten Ort aufgewachsen. Und er ist Initiant einer Genossenschaft, die altes Handwerkwissen mit neuer Technologie verbinden will. Es geht um den bauf\u00e4lligen Stallanbau des alten Bauernhauses, der zusammen mit den drei dazugeh\u00f6rigen Wohnungen, mehreren Personalzimmern und dem Hotel-Restaurant den Weiler Siblinger Randen bildet. Schon heute ist der kombinierte Betrieb nachhaltig ausgerichtet: Der Bauernhof mit P\u00e4chter und landwirtschaftlichem Angestellten tr\u00e4gt das Demeterlabel, die Gastronomie setzt auf regionale und wenn m\u00f6glich biologische K\u00fcche; die n\u00f6tige W\u00e4rme wird mit einer St\u00fcckholzfeuerung erzeugt. \u00abF\u00fcr mich war es nur logisch, dass auch der Ersatzneubau gewissen nachhaltigen Anforderungen gen\u00fcgen muss\u00bb, erkl\u00e4rt Tappolet. <\/p>\n\n<p>Doch die Investitionen, die n\u00f6tig sind, um den einsturzgef\u00e4hrdeten Stall mit Heuschober zu ersetzen, k\u00f6nnen er und seine Frau nicht alleine stemmen. Vor allem aber wird nicht einfach wieder ein Stall gebaut. Denn bereits seit 30 Jahren steht nebenan ein Freilaufstall f\u00fcr die 18 K\u00fche. Statt der Unterkunft f\u00fcr Tiere entsteht im Neubau deshalb Platz f\u00fcr Menschen: im ersten und zweiten Stock je eine Wohnung f\u00fcr Mitarbeitende von Hof oder Gastronomie, im Parterre ein Laden, wo m\u00f6glichst viel der im Weiler erzeugten Milch- und Fleischproduktion direkt ab Hof verkauft wird. Dazu kommt eine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche Toilettenanlage. <\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"681\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum-1024x681.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65837\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum-1024x681.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum-300x199.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum-768x511.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum-510x340.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/e5f402f0-210315_randenraum.jpg 1268w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Die Vision des neuen Randenraums. \u00a9 B\u00f6lsterli Hitz GmbH<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Eigentliches Juwel des Bauprojekts ist aber der 60 Quadratmeter grosse \u00abRandenraum\u00bb. Hier werde man Geburtstage feiern, kulturelle Veranstaltungen oder Kurse durchf\u00fchren k\u00f6nnen, sagt Tappolet. Der Siblinger Randen soll so noch st\u00e4rker als bisher nicht nur Kreuz- und Ausgangspunkt touristischer Pfade sein, sondern ein pulsierendes Herz f\u00fcr das Waldgebiet an der Grenze zu Deutschland.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Holz aus n\u00e4chster N\u00e4he<\/h2>\n\n<p>Im letzten Fr\u00fchling suchte Tappolet Rat bei Bekannten, man sondierte bei der Gemeinde. Mitten im ersten Lockdown war es dann soweit: Anfang Mai 2020 wurde die Genossenschaft Siblinger Randen gegr\u00fcndet. Es folgten Pressekonferenz, die Suche nach Darlehen und Genossenschaftsmitgliedern sowie Verhandlungen mit Banken. Heute fehlen noch 200 000 Franken, um die Kosten von 2,1 Millionen Franken zu decken. Dennoch beginnt schon im Mai der Abbruch. \u00abKommen mehr Zusagen als n\u00f6tig, brauchen wir weniger Geld von der Bank\u00bb, sagt Hanspeter Kissling, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Finanzen in der Genossenschaft. Mit im Vorstand sind auch der Gemeindepr\u00e4sident von Siblingen, ein Land- und Energiewirt, der sich f\u00fcr erneuerbare Energien stark macht, eine junge Werberin und ein Fundraiser.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-65841\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-1536x1086.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-2048x1448.jpg 2048w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-1932x1366.jpg 1932w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2021\/04\/2e28174f-0001-481x340.jpg 481w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Der alte und neue Randenhof im Vergleich. \u00a9 B\u00f6lsterli Hitz GmbH<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Gebaut wird mit dem, was der fantastische Ausblick von der Restaurantterrasse auf den Mischwald nahelegt: mit Holz. Bloss ein paar hundert Meter vom Weiler entfernt liegt die Parzelle, wo Anfang Jahr 100 St\u00e4mme, insgesamt 300 Kubikmeter Holz, geschlagen wurden. Welche B\u00e4ume dran glauben mussten, entschied der lokale F\u00f6rster. \u00abDass lokales Baumaterial verwendet wird, ist f\u00fcr die Genossenschaft zentral\u00bb, sagt This Alder, der als Architekt des Z\u00fcrcher B\u00fcros B\u00f6lsterli Hitz GmbH f\u00fcr das Projekt zust\u00e4ndig ist. Man h\u00e4tte zwar standardisierte, vorfabrizierte Elemente kaufen k\u00f6nnen. Doch solches Holz stamme h\u00e4ufig aus dem Ausland, \u00abteils sogar aus der russischen Taiga, aus zweifelhaften oder gar unbekannten Quellen\u00bb, erz\u00e4hlt Alder. Die lokale S\u00e4gerei hingegen steht im zehn Kilometer Luftlinie entfernten Merishausen. Der Betrieb schreinert die Elemente nach den Anweisungen des Architekten und kann \u2013 dank klarer Vorgaben \u2013&nbsp;die St\u00e4mme optimal und mit m\u00f6glichst geringem Schnittverlust verarbeiten. \u00abRinden und Abschnitte nutzt die Schreinerei energetisch, um das Holz zu trocknen\u00bb, erkl\u00e4rt Alder. <\/p>\n\n<p>Am Bau selbst wird praktisch nichts geleimt: Zw\u00f6lf Zentimeter starke Kanth\u00f6lzer bilden das R\u00fcckgrat, darauf genagelte Bretter halten sie zusammen. Wenn immer m\u00f6glich kommt Massivholz statt geleimte Dreischichtplatten zum Zug. \u00abEinzig der Treppenkern ist aus Beton, sonst setzen wir nahezu komplett auf Holz\u00bb, sagt Alder. Als Isolation werden Kammern ausgespart, in die am Schluss Isofloc, also Zeitungsfasern, eingeblasen wird.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klimaschutz bis ins Detail<\/h2>\n\n<p>100 bis 150 Kubikmeter Holz wird die Genossenschaft bis zum Bezug im Sommer 2022 neu verbaut haben. Das Holz bindet Kohlendioxid und entzieht es f\u00fcr Jahrzehnte der Atmosph\u00e4re, was das Klima sch\u00fctzt. Einen positiven Einfluss auf die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz haben auch die lokale und damit transportarme Beschaffung und Verarbeitung sowie der Umstand, dass kaum Beton, Stahl und Glas verwendet werden \u2013 allesamt Baustoffe mit einem grossen Klimarucksack. \u00abDazu kommt, dass das Geb\u00e4ude reversibel sein soll\u00bb, erkl\u00e4rt Alder: W\u00e4nde ohne tragende Funktion k\u00f6nnen quasi mit einem Schraubenzieher gel\u00f6st und neu platziert werden. Das ist auch ein Grund, warum die Planer auf eine Bodenheizung verzichten und stattdessen auf klassische Radiatoren setzen. \u00abMit Heizk\u00f6rpern kann die Raumaufteilung bei Bedarf nach zehn Jahren ge\u00e4ndert und so die Nutzungsdauer des Geb\u00e4udes verl\u00e4ngert werden.\u00bb<\/p>\n<div data-render=\"planet4-blocks\/gallery\" 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Auch hier setzt man als Rohstoff lokale Fichte ein. Um gen\u00fcgend Masse f\u00fcr W\u00e4rmespeicherung und Trittschallschutz zu erhalten, werden zwei Kammern mit ungebrannten Lehmsteinen respektive Kalksplitt gef\u00fcllt, der wom\u00f6glich sogar aus dem gemahlenen Abbruch der alten Liegenschaft gewonnen werden kann. Nichts ist verklebt, nichts gegossen \u2013 \u00abso bleiben die meisten Bauteile des Hauses demontierbar, lassen sich bei einem Umbau wiederverwenden und verkleinern so den Abfallberg\u00bb, erkl\u00e4rt Alder.<\/p>\n\n<p>Das Dach wiederum wird im alten Stil beibehalten, noch intakte Biberschwanzziegel werden erneut eingesetzt. Fotovoltaik wird man hier aber vergeblich suchen: Der Heimatschutz w\u00fcrde wohl opponieren. Auch die Genossenschaft selbst will das traditionell-moderne Ensemble nicht mit glitzrigen Panels verunstalten. Auf dem Dach der St\u00e4lle hingegen plant eine eigenst\u00e4ndige Genossenschaft mit dem vielsagenden Namen \u00abRandensaft\u00bb eine 100-Kilowatt-Anlage, die 80 Prozent des Eigenbedarfs decken soll. Zus\u00e4tzlichen Strom und das Warmwasser wird mittelfristig die Pilotanlage eines Blockheizkraftwerks liefern \u2013&nbsp;daf\u00fcr kommen Holzschnitzel aus dem lokalen Wald zum Einsatz. Hauptlieferant f\u00fcr die Raumw\u00e4rme des ganzen Weilers ist aber eine Holzschnitzelanlage, die unterflur neben dem Neubau erstellt wird und die in die Jahre gekommene und wenig komfortable St\u00fcckholzheizung abl\u00f6st.<\/p>\n\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit ist zentral f\u00fcr die Genossenschaft. So will man etwa bei der Beschaffung des Genossenschaftskapitals m\u00f6glichst breit abgest\u00fctzt sein. Auch das Holz f\u00fcr Bau und Energie werden wie die Lebensmittel f\u00fcr Gastronomie und Hofladen lokal gewonnen. Beim Wasser ist diese Autonomie schon erreicht. Der Randen als kalkreicher Juraausl\u00e4ufer ist arm an Oberfl\u00e4chenwasser. Doch der Weiler Siblinger Randen hat das Gl\u00fcck, \u00fcber eine Quelle zu verf\u00fcgen \u2013&nbsp;und reinigt&nbsp;das verschmutzte Wasser gleich selbst in seiner eigenen Kleinkl\u00e4ranlage.<\/p>\n\n<p><em>Mehr Infos zur Genossenschaft Siblinger Randen und dem Umbauprojekt gibt es <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.siblinger-randen.ch\/\" target=\"_blank\">hier<\/a>. <\/em><\/p>\n\n<p><strong>Pieter Poldervaart<\/strong> ist freier Journalist im Presseb\u00fcro Kohlenberg in Basel. Er ist spezialisiert auf Umwelt- und Konsumthemen. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.kohlenberg.ch\/\" target=\"_blank\">kohlenberg.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dort, wo heute ein bauf\u00e4lliger Stall steht, sollen zwei Wohnungen und ein Kulturraum entstehen: Ein Schaffhauser Weiler zeigt, wie sich im l\u00e4ndlichen Raum neuer Lebens- und Begegnungsraum schaffen l\u00e4sst \u2013 inklusive Klimaschutz. <\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":65861,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[2],"tags":[],"p4-page-type":[194],"gpch-article-type":[196],"class_list":["post-65820","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-klima","p4-page-type-hintergrund","gpch-article-type-reportage"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65820\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65861"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65820"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=65820"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=65820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}