{"id":65864,"date":"2021-04-01T16:27:39","date_gmt":"2021-04-01T14:27:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=65864"},"modified":"2021-04-01T16:27:52","modified_gmt":"2021-04-01T14:27:52","slug":"msc-fisch-nicht-sauber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/65864\/msc-fisch-nicht-sauber\/","title":{"rendered":"MSC-Fisch: nicht sauber"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das MSC-Fischlabel soll eigentlich nachhaltigen Fischfang garantieren. Doch es h\u00e4lt oft nicht, was es verspricht. Im Gegenteil: Es w\u00e4hnt die Konsument*innen in falscher Sicherheit bzw. Nachhaltigkeit und kurbelt den Verkauf sogar an. Warum Ostern nicht fisch- und fleischlos verbringen?<\/strong><\/p>\n\n<p>Am Karfreitag kommt traditionell Fisch auf den Tisch. Wer dabei Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte sich aber nicht auf das Siegel der Organisation Marine Stewardship Council (MSC) verlassen. Denn der MSC zertifiziert auch Fischereiflotten, die mit zerst\u00f6rerischen Fangmethoden wie Grundschleppnetzen arbeiten oder auf deren Schiffen Menschen ausgebeutet werden (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/presse\/publikationen\/hintergrundinformationen-zum-marine-stewardship-council-msc\" target=\"_blank\">weitere Infos hier)<\/a>. W\u00e4hrend die Meere leer gefischt werden, sp\u00fclt das Gesch\u00e4ft mit dem vorgeblich nachhaltig gefangenen Fisch Millionen in die Kassen des MSC. Der MSC setzt wie die Industrie auf Profit und Expansion &#8211; immer mehr Fischereien sollen das Label kaufen. Dabei haben zahlreiche Skandale der vergangenen Jahre die Organisation unglaubw\u00fcrdig gemacht. Statt Greenwashing-Label brauchen wir <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/55811\/weltmeerestag-greenpeace-nimmt-die-schweiz-beim-meeresschutz-in-die-pflicht\/\">den konsequenten Schutz von mindestens 30 Prozent der globalen Meeresfl\u00e4che bis sp\u00e4testens 2030<\/a>.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>MSC-zertifizierte Fangflotten betreiben Finning<\/strong><\/h2>\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/guter-fang\" target=\"_blank\">MSC<\/a>-zertifizierte Fangflotten betreiben mitunter auch das so genannte \u00ab<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/meeresschutzgebiete\/haie-kaempfen-ums-ueberleben\" target=\"_blank\">Finning<\/a>\u00bb, das Zehntausenden von Haien einen qualvollen Tod bereitet. Dabei werden den Haien die R\u00fcckenflossen abgetrennt, die auf dem chinesischen Markt hohe Preise erzielen. Verantwortungsvolle Fischerei unterst\u00fctzt weder \u00dcberfischung, noch zerst\u00f6rt sie die Meere. Bei vielen MSC-zertifizierten Fischereien gibt es zahlreiche Hinweise und Untersuchungen dazu, dass beides in der Lieferkette vorkommt. Zudem zertifiziert der MSC industrielle Gross-Fischereien, obwohl diese mit ihren\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/meeresschutzgebiete\/fischerei-heizt-klimakrise\" target=\"_blank\">Grundschleppnetzen<\/a>\u00a0den Meeresboden regelrecht umpfl\u00fcgen und so wertvolle \u00d6kosysteme wie beispielsweise\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/meere\/tiefsee-gefahr\" target=\"_blank\">Tiefsee-Korallenriffe<\/a>\u00a0zerst\u00f6ren. Auch massive Beif\u00e4nge an Haien, Schildkr\u00f6ten oder bedrohten Seevogelarten wie Albatrossen schliessen die Vergabe des MSC-Labels nicht aus. Neben den Tieren und \u00d6kosystemen m\u00fcssen auch Menschen MSC-zertifiziert leiden. So erhielt Greenpeace vergangenes Jahr Hinweise auf Zwangsarbeit auf Schiffen des taiwanesischen Konzerns FCF Fishery. FCF z\u00e4hlt zu den drei weltweit gr\u00f6ssten Thunfisch-Verarbeitern &#8211; und hat f\u00fcr einige Schiffe 2018 das MSC-Label bekommen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ostern geht auch ohne Tierleid<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die SRF-Sendung <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/sendungen\/kassensturz-espresso\/thunfisch-ist-von-zerstoererischen-fangmethoden-stark-betroffen?ns_source=mobile&amp;srg_sm_medium=tw\">Kassensturz<\/a> berichtete \u00fcber die dramatische Situation beim Thunfisch, dessen Best\u00e4nde am Limit sind. Iris Menn, Gesch\u00e4ftsleiterin und Meeresbiologin bei Greenpeace Schweiz, sagte im Interview: \u00abErfreuen Sie sich an Gen\u00fcgsamkeit.\u00bb Wer solche Praktiken nicht unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann zu heimischem (Bio-) Fischprodukten greifen. Wenn es unbedingt Fisch sein soll: Eine Alternative zu Raubfischen wie Lachs sind Friedfische (Pflanzenfresser) wie Karpfen. Warum Ostern nicht einmal fisch- und fleischlos verbringen und leckere vegetarische Rezepte ausprobieren?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das MSC-Fischlabel soll eigentlich nachhaltigen Fischfang garantieren. Doch es h\u00e4lt oft nicht, was es verspricht. Im Gegenteil: Es w\u00e4hnt die Konsument*innen in falscher Nachhaltigkeit und kurbelt den Verkauf an.<\/p>\n","protected":false},"author":30,"featured_media":65875,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[119],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-65864","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-meer","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65864","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/30"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65864"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65864\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65875"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65864"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65864"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65864"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=65864"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=65864"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}