{"id":6593,"date":"2007-07-22T00:00:00","date_gmt":"2007-07-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6593\/gesaeuberte-deponie-letten-nichts-ist-sauber\/"},"modified":"2019-05-30T07:32:40","modified_gmt":"2019-05-30T05:32:40","slug":"gesaeuberte-deponie-letten-nichts-ist-sauber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6593\/gesaeuberte-deponie-letten-nichts-ist-sauber\/","title":{"rendered":"\u00abGes\u00e4uberte\u00bb Deponie Letten: Nichts ist sauber!"},"content":{"rendered":"<p><b>Greenpeace-Analyse weist hohe Verschmutzung nach<\/p>\n<p>Basel. Laboranalysen von Bodenproben aus der Deponiesohle der Els\u00e4sser Chemiem\u00fclldeponie Le Letten belegen, dass die \u00abges\u00e4uberte\u00bb Chemie-Grube nach wie vor hoch belastet ist: Greenpeace fand in einzelnen Proben \u00fcber 50 Deponie-Chemikalien in teilweise sehr hohen Konzentrationen. Vor dem Wiederauff\u00fcllen der im Fr\u00fchling teilweise ausgehobenen Chemiem\u00fclldeponie Letten liessen Novartis, Ciba und Syngenta verlauten, die Grube sei giftfrei.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Im Fr\u00fchjahr 2007 st\u00f6sst ein Bauer beim Pfl\u00fcgen<br \/>\nseines Feldes auf Chemiem\u00fcll. Die Basler Chemie hebt daraufhin \u00fcber<br \/>\n1000 Tonnen Chemiem\u00fcll aus, die Kosten belaufen sich auf eine<br \/>\nMillion Franken. Novartis, Ciba und Syngenta geben bekannt, laut<br \/>\nihren Analysen sei die teilsanierte Giftgrube jetzt belastungsfrei.<br \/>\nDie Beh\u00f6rden erlauben der Chemie, die Grube wieder aufzuf\u00fcllen. Der<br \/>\nBauer kann sein Feld wieder bewirtschaften. Das Grundwasser, so die<br \/>\nAusage der Chemiefirmen, sei nicht st\u00e4rker belastet als bisher.<\/p>\n<p>Doch nichts ist sauber beim Letten: Kurz vor dem Wiederauff\u00fcllen<br \/>\nnahm Greenpeace Bodenproben auf dem \u00abges\u00e4uberten\u00bb Grubenboden und\u00a0<br \/>\nliess diese vom Laboratorium RWB in Porrentruy analysieren. In den<br \/>\nvier Feststoffproben wies RWB pro Probe bis zu 57 Chemikalien in<br \/>\nhohen Konzentrationen von \u00fcber 200mg\/kg nach. Darunter hat es stark<br \/>\nWasser gef\u00e4hrdende Substanzen, viele unbekannte, aber auch sehr<br \/>\nausgefallene Stoffe. Wenn Novartis, Ciba und Syngenta aufgrund<br \/>\nihrer eigenen Analysen feststellen, die Grube sei belastungsfrei,<br \/>\nsagt dies wenig \u00fcber die effektive Belastung, aber viel \u00fcber die<br \/>\nProbenahme und die Wahl der Analysemethode aus. Dass bei der<br \/>\nAnalyse der Chemie viele dieser Stoffe nicht nachgewiesen werden,<br \/>\nl\u00e4sst den Schluss zu, dass gar nicht danach gesucht wurde.<\/p>\n<p>Dies zeigt einmal mehr, wie fragw\u00fcrdig es ist, wenn die<br \/>\nChemiefirmen als Problemverursacher in dieser Angelegenheit als<br \/>\nSachverst\u00e4ndige beigezogen werden, aber auch wie unkritisch die<br \/>\nfranz\u00f6sischen Beh\u00f6rden kontrollieren. Wiederholt hat die Chemie<br \/>\nEntwarnung gegeben und unabh\u00e4ngige Untersuchungen haben danach<br \/>\nschwerwiegende M\u00e4ngel festgestellt. Auch bez\u00fcglich der Entwarnung<br \/>\nf\u00fcrs Grund- und Trinkwasser vom 13. Juli seitens der Chemiefirmen<br \/>\nsind Zweifel angebracht. Falls durch eine unsachgem\u00e4sse<br \/>\nTeilsanierung Deponie-Chemikalien ins Grundwasser mobilisiert<br \/>\nwurden, k\u00f6nnen diese nicht unmittelbar danach, sondern erst mit<br \/>\neiner Verz\u00f6gerung im Grundwasser nachgewiesen werden. Greenpeace<br \/>\nist zudem skeptisch, ob die von den Basler Firmen gew\u00e4hlten<br \/>\nMessstellen \u00fcberhaupt aussagekr\u00e4ftig sind.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Greenpeace hat im Fr\u00fchling am Tribunal de<br \/>\nGrande Instance in Mulhouse Klage gegen die Basler Chemie<br \/>\neingereicht. Die neusten Analyseergebnisse sind ein weiterer Beleg<br \/>\nf\u00fcr die unsachgem\u00e4ss durchgef\u00fchrte Letten-Teilsanierung und werden<br \/>\nin die Klage einfliessen. Greenpeace fordert eine Totalsanierung<br \/>\nder Chemiem\u00fclldeponie auf Kosten der Verursacher.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/2007_Chimie_Rapport_AnalyseLetten.pdf\" title=\"Startet den Datei-Download\" target=\"_self\" class=\"download\" rel=\"noopener noreferrer\">Analysebericht (Franz\u00f6sisch, PDF 617 KB)<\/a><\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Chemiekampagne Greenpeace +41 44 447 41<br \/>\n31<\/p>\n<p>Greenpeace-Medienabteilung +41 22 741 03 64<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace-Analyse weist hohe Verschmutzung nach Basel. 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