{"id":66231,"date":"2021-04-14T23:00:06","date_gmt":"2021-04-14T21:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=66231"},"modified":"2021-04-14T23:02:11","modified_gmt":"2021-04-14T21:02:11","slug":"projektion-an-nestle-fassade-aktivistinnen-fordern-investitionen-in-mehrweg-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/66231\/projektion-an-nestle-fassade-aktivistinnen-fordern-investitionen-in-mehrweg-loesungen\/","title":{"rendered":"Projektion an Nestl\u00e9-Fassade: Aktivist*innen fordern Investitionen in Mehrweg-L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Am Vorabend der Generalversammlung von Nestl\u00e9 projizierten Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten eine Reihe von Botschaften auf das Geb\u00e4ude von Nestl\u00e9 Schweiz in La Tour-de-Peilz VD. Sie wollten so die Aktion\u00e4re und das Management an ihre Verpflichtungen angesichts der Plastik- und Klimakrise erinnern. Nestl\u00e9 muss endlich auf Einwegverpackungen jeglicher Art verzichten und in innovative Mehrweg-Systeme investieren.<\/strong><\/p>\n\n<p>Nestl\u00e9 wird seinen Aktion\u00e4ren diesen Donnerstag, den 15. April, die Jahreszahlen vorlegen. Es sind Profite, die auf Kosten der Umwelt und des Klimas erzielt werden. Trotz zahlreicher Ank\u00fcndigungen in den letzten Monaten bleibt die Bilanz von Nestl\u00e9 im Umgang mit Plastik katastrophal. 1,3 Millionen Tonnen Einweg-Plastikverpackungen hat der Konzern im Jahr 2020 verbraucht. Im Dezember identifizierte die \u00abBreak Free From Plastic\u00bb-Bewegung Nestl\u00e9 das dritte Jahr in Folge als einen der <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/61555\/die-groessten-plastikverschmutzer-2020\/\">drei gr\u00f6ssten Plastikverschmutzer<\/a> der Welt.<\/p>\n\n<p>Obwohl Nestl\u00e9 regelm\u00e4\u00dfig zu Mehrweg-L\u00f6sungen kommuniziert, macht das Unternehmen in dieser Frage keine Fortschritte. 352 Milliarden Verpackungen wurden im Jahr 2020 verbraucht: Eine alarmierende Zahl, die das Ausmass des Einwegverpackungsproblems von Nestl\u00e9 zeigt, mit seinen sch\u00e4dlichen Folgen f\u00fcr den Planeten. Bis heute sind weniger als 1 Prozent der Nestl\u00e9-Verpackungen wiederverwendbar. \u00abW\u00e4hrend die Plastikverschmutzung zunimmt, macht sich Nestl\u00e9 in Umweltfragen etwas vor, indem der Konzern auf Scheinl\u00f6sungen wie Plastikrecycling und Einweg-Verpackungen aus alternativen Materialien wie Papier oder Karton setzt. Nestl\u00e9 muss aufh\u00f6ren, in falsche L\u00f6sungen zu investieren und endlich auf Mehrwegsysteme umsteigen\u00bb, sagt Matthias W\u00fcthrich, Zero Waste-Experte von Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Am Mittwochabend 14. April, wenige Stunden vor der Generalversammlung des Konzerns, die auch in diesem Jahr virtuell stattfinden soll, reisten Greenpeace-Schweiz-Aktivist*innen nach Vevey, um Nestl\u00e9 von einer \u00c4nderung seines Gesch\u00e4ftsmodells zu \u00fcberzeugen. \u00abStop Single Use, go Reuse\u00bb und \u00abNestl\u00e9, stop feeding the world with plastic\u00bb waren zwei der Botschaften, die an der Wand des Nestl\u00e9-Geb\u00e4udes leuchteten. Dabei wurde bei einigen Nestl\u00e9-Produkten visuell ein wichtiger Bestandteil transparent gemacht: Erd\u00f6l. Denn Plastik ist nicht nur ein Abfallproblem, sondern hat auch ein grunds\u00e4tzliches Problem. Es ist ein ein Erd\u00f6lprodukt, dessen Herstellung, Verwendung und Entsorgung zur globalen Erw\u00e4rmung beitragen.<\/p>\n\n<p>Dieser erhellende Blick auf den Schaden, den das multinationale Unternehmen der Umwelt und dem Klima zuf\u00fcgt, ist notwendig, um einmal mehr die wirklichen L\u00f6sungen zu beleuchten: Nestl\u00e9 muss die Verwendung von Plastik an der Quelle zu stoppen und die Art und Weise, wie Produkte an die Kunden geliefert werden, radikal \u00e4ndern. \u00abEs braucht ein echtes Bekenntnis zu Mehrwegl\u00f6sungen, denn alle anderen geplanten Massnahmen von Nestl\u00e9 verlagern das Problem und laufen auf Greenwashing hinaus. Nur ein Systemwechsel von Einweg- zu Mehrwegverpackungen wird unseren Planeten vor Plastikverschmutzung bewahren und unser Klima sch\u00fctzen\u00bb, fasst Matthias W\u00fcthrich zusammen.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zus\u00e4tzliches Material<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/collection\/27MDHU8M614\">Fotos der Projektion<\/a><\/li><li>Die <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/65774\/sackgasse-plastik-recycling\/\">Position von Greenpeace Schweiz zum Plastikrecycling<\/a><\/li><li>Bericht \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/61555\/die-groessten-plastikverschmutzer-2020\/\">Branded Volume III<\/a>\u00bb von \u00abBreak Free From Plastic\u00bb<\/li><li>Bericht <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/36857\/schluss-mit-scheinloesungen\/\">Throwing Away the Future: How Companies Still Have It Wrong on Plastic Pollution \u00abSolutions<\/a>\u00bb<\/li><\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Zero-Waste-Experte von Greenpeace Schweiz<br>+41 44 447 41 31, matthias.wuethrich@greenpeace.org<\/p>\n\n<p>Jo\u00ebl Widmer, Mediensprecher ZeroWaste Greenpeace Schweiz<br>+41 79 750 37 25, joel.widmer@greenpeace.org<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Vorabend der Nestl\u00e9-GV projizierten Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten eine Reihe von Botschaften und Logos auf die Konzern-Geb\u00e4ude in La Tour-de-Peilz VD. 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