{"id":6624,"date":"2007-03-12T00:00:00","date_gmt":"2007-03-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6624\/geoeffnete-deponie-im-letten-stinkt-zum-himmel\/"},"modified":"2019-05-30T07:33:30","modified_gmt":"2019-05-30T05:33:30","slug":"geoeffnete-deponie-im-letten-stinkt-zum-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6624\/geoeffnete-deponie-im-letten-stinkt-zum-himmel\/","title":{"rendered":"Ge\u00f6ffnete Deponie im Letten stinkt zum Himmel"},"content":{"rendered":"<p><b>Chemiem\u00fclldeponie Le Letten offenbar gr\u00f6sser als bisher bekannt<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Vor \u00fcber einer Woche hat ein Landwirt<br \/>\nbeim Pfl\u00fcgen eines Feldes nahe der Deponie Le Letten in der<br \/>\nEls\u00e4sser Gemeinde Hagenthal-le-Bas stinkenden Giftm\u00fcll entdeckt.<br \/>\nBei den folgenden, \u00fcberst\u00fcrzt eingeleiteten Grabungsarbeiten durch<br \/>\nNovartis, Ciba, Syngenta &amp; Co. vom 12. M\u00e4rz 2007 wurden<br \/>\nArbeiter gef\u00e4hrdet, weil sie ohne Sicherheitsausr\u00fcstung am Werk<br \/>\nwaren. Bei ihren Arbeiten stellte sich heraus, dass die Deponie<br \/>\noffenbar weitaus gr\u00f6sser ist, als bisher bekannt.<\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich\/Basel. Nachdem Chemievertreter die<br \/>\nBekanntgabe des Vorfalls, der sich bereits vor \u00fcber einer Woche<br \/>\nereignet hatte, bis nach den Novartis- und<br \/>\nCiba-Generalversammlungen hinausgez\u00f6gert hatten, versuchten sie den<br \/>\nentdeckten Chemiem\u00fcll \u00abals mit chemischen R\u00fcckst\u00e4nden vermengten<br \/>\nBauschutt\u00bb zu bagatellisierten und mit \u00fcberst\u00fcrzten<br \/>\nSofortmassnahmen zum Verschwinden zu bringen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Bei den eingesetzten Grabungsarbeiten stiessen<br \/>\ndie R\u00e4umungs-Arbeiter, die anf\u00e4nglich ohne Schutzausr\u00fcstungen<br \/>\nvorgingen, auf immer mehr Chemiem\u00fcll in immer tieferen Schichten.<br \/>\nDas deutlich als Chemieabfall erkennbare Material stinkt stark &#8211;<br \/>\nneben wohl gr\u00f6sstenteils unbekannten Abf\u00e4llen (z.B. Destillations-<br \/>\nund andere Laborabf\u00e4lle), l\u00e4sst der starke Geruch auch auf<br \/>\ngef\u00e4hrliches Nitrobenzol schliessen. Solches hatte Greenpeace im<br \/>\nFebruar 2005 an einer anderen offenen Giftfundstelle im nahen Wald<br \/>\nanalysiert. Nitrobenzol ist ein Blut- und Nervengift, das \u00fcber<br \/>\nD\u00e4mpfe eingeatmet oder \u00fcber die Haut aufgenommen wird.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Durch das fahrl\u00e4ssige \u00d6ffnen der Deponie<br \/>\nbesteht zudem die Gefahr, dass die Stoffe mobilisiert werden und<br \/>\nsomit zus\u00e4tzlich ins Grundwasser gelangen k\u00f6nnen. Der Vorfall zeigt<br \/>\ndar\u00fcber hinaus, dass die bisherigen Deponie-Abkl\u00e4rungen v\u00f6llig<br \/>\nungen\u00fcgend waren &#8211; gem\u00e4ss Aussagen vor Ort reiche der Deponierand<br \/>\nnach den jetzigen Erkenntnissen wohl bis an die aktuelle<br \/>\nFundstelle. Der Vorfall wird laut Chemievertretern jetzt als<br \/>\n\u00abUnfall\u00bb bagatellisiert.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Der erneute Vorfall wirft allgemein ein<br \/>\nschlechtes Licht auf die Deponie-Untersuchungen von Novartis, Ciba,<br \/>\nSyngenta &amp; Co. Greenpeace verlangt einen sofortigen Stopp der<br \/>\ndilettantischen Eingriffe, bis der Personenschutz gew\u00e4hrleistet und<br \/>\nUmweltmassnahmen wie das Eind\u00e4mmen der Mobilisierungsgefahr<br \/>\numgesetzt und die fachgerechte Giftm\u00fcllentsorgung garantiert sind.<br \/>\nGreenpeace fordert eine umgehende, sorgf\u00e4ltige Planung der<br \/>\nTotalsanierungen &#8211; dazu m\u00fcssen auch die historischen Abkl\u00e4rungen<br \/>\nverbessert und die Trinkwassergef\u00e4hrdung behoben werden. Matthias<br \/>\nW\u00fcthrich von Greenpeace meint: \u00abEs stinkt zum Himmel &#8211; Beh\u00f6rden und<br \/>\nChemie m\u00fcssen das Problem seri\u00f6s anpacken und umgehend die<br \/>\nTotalsanierungen der Chemiem\u00fclldeponien einleiten!\u00bb<\/p>\n<p class=\"bodytext\">Die Umweltorganisation Greenpeace, welche bei<br \/>\nder Sous-Prefecture Moulhouse und dem Service de la Protection<br \/>\nCivile interveniert hat, wird am Mittwoch, 14. M\u00e4rz um 10.00 Uhr<br \/>\nmit einem Kontrollgang Verbesserungsmassnahmen vor Ort<br \/>\n\u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Matthias W\u00fcthrich, Greenpeace Chemiekampagne, +41 44 447 41 31<br \/>\nGreenpeace-Medienabteilung, +41 22 741 03 64<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chemiem\u00fclldeponie Le Letten offenbar gr\u00f6sser als bisher bekannt Vor \u00fcber einer Woche hat ein Landwirt beim Pfl\u00fcgen eines Feldes nahe der Deponie Le Letten in der Els\u00e4sser Gemeinde Hagenthal-le-Bas stinkenden&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-6624","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6624\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6624"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=6624"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=6624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}