{"id":6684,"date":"2006-04-05T00:00:00","date_gmt":"2006-04-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/6684\/lebensmittelskandal-nestle-erhaelt-patent-auf-gentech-kaffee\/"},"modified":"2019-05-30T07:35:07","modified_gmt":"2019-05-30T05:35:07","slug":"lebensmittelskandal-nestle-erhaelt-patent-auf-gentech-kaffee","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/6684\/lebensmittelskandal-nestle-erhaelt-patent-auf-gentech-kaffee\/","title":{"rendered":"Lebensmittelskandal: Nestl\u00e9 erh\u00e4lt Patent auf Gentech-Kaffee"},"content":{"rendered":"<p><b>Der Schweizer Lebensmittel-Multi Nestl\u00e9, der heute seine Generalversammlung hat, ist seit Ende Februar im Besitz eines Patentes auf Gentech-Kaffee. Der genmanipulierte Kaffee soll besser l\u00f6slich sein. In vielen Teilen der Welt hat der Konzern seinen Verzicht auf Gentech-Lebensmittel erkl\u00e4rt. Doch mit dem Erwerb solcher Patente zeigt sich, dass er die Gentechnik aus wirtschaftlichen Interessen weiterhin verfolgt und die totale Kontrolle der Lebensmittelproduktion anstrebt.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"bodytext\">Z\u00fcrich. Das am 22. Februar 2006 vom<br \/>\nEurop\u00e4ischen Patentamt bewilligte Patent wurde auf eine<br \/>\ngentechnisch ver\u00e4nderte Kaffee-Pflanze erteilt, in der ein Enzym<br \/>\nblockiert ist, welches das Pulver besser l\u00f6slich macht. Das Patent<br \/>\numfasst das technische Verfahren, die genmanipulierten Pflanzen und<br \/>\ndie Verwendung der Kaffeebohnen zur Herstellung von l\u00f6slichem<br \/>\nKaffee.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\u00abDass Nestl\u00e9 ein Patent auf Gentech-Kaffee<br \/>\nbeantragt und erhalten hat, zeigt, dass der Konzern die Option,<br \/>\nGentech-Produkte zu vermarkten, unbeirrt weiter verfolgt. Dieses<br \/>\nGentech-Patent zeigt auch, wie gierig Konzerne auf die totale<br \/>\nKontrolle der Lebensmittelherstellung sind. Um neue Monopole im<br \/>\nAnbau zu schaffen, wurde gleich der ganze Kaffee-Strauch als<br \/>\n\u00abErfindung\u00bb mit patentiert\u00bb, kommentiert Marianne K\u00fcnzle von<br \/>\nGreenpeace Schweiz.<\/p>\n<p>Mexikanische und lateinamerikanische Kaffee-Organisationen<br \/>\nwehren sich gegen die Patentierung und den Anbau von<br \/>\nGentech-Kaffee: Die Abh\u00e4ngigkeit von Nestl\u00e9 wird f\u00fcr Kaffee-Bauern<br \/>\ndurch dieses Patent noch gr\u00f6sser. Es ist davon auszugehen, dass<br \/>\npatentierte Gentech-Kaffee-Setzlinge teurer sein werden als<br \/>\nherk\u00f6mmliche. Zudem kann der Absatz von Gentech-Kaffee ebenfalls<br \/>\nunter die Kontrolle des Patent-Inhabers fallen. Und es ist<br \/>\nabsehbar, dass sich die Eigenschaften von Gentech-Kaffee-Str\u00e4uchern<br \/>\nauf die Kulturen herk\u00f6mmlicher oder \u00f6kologisch produzierender<br \/>\nKaffee-Bauern ausbreiten. Deren Ernten werden dadurch quasi<br \/>\nunverk\u00e4uflich.<\/p>\n<p>Nestl\u00e9 hat bereits weitere Patente auf genmanipulierte<br \/>\nJoghurt-Bakterien, Gentech-Kakao und auch Gentech-Kaffee<br \/>\nangemeldet, einige davon sind in Europa bereits erteilt. Wie sich<br \/>\ndie ver\u00e4nderten Eigenschaften im Kaffee-Genom auswirken, ist jedoch<br \/>\nunklar. Greenpeace fordert den Konzern auf, seine Patente auf<br \/>\nGentech-Kaffee und andere Gentech-Produkte sofort zur\u00fcckzuziehen.<br \/>\nDie wirtschaftlichen, \u00f6kologischen und gesundheitlichen Risiken<br \/>\nsind untragbar.<\/p>\n<p class=\"bodytext\"><strong>Kontakt:<\/strong><\/p>\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Genschutz-Kampagne Greenpeace Schweiz, 079 410<br \/>\n76 48<\/p>\n<p>Greenpeace Medienabteilung, 01 447 41 11<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schweizer Lebensmittel-Multi Nestl\u00e9, der heute seine Generalversammlung hat, ist seit Ende Februar im Besitz eines Patentes auf Gentech-Kaffee. Der genmanipulierte Kaffee soll besser l\u00f6slich sein. 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